Herausforderndes Tätigkeitsprofil

Katholische Jugendfürsorge qualifiziert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Führungspositionen

Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg unterstützt potentielle Führungskräfte mit einem speziellen Qualifizierungsprogramm. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Führungspositionen erwartet eine herausfordernde Tätigkeit. Deshalb bereiten wir sie dafür gezielt vor und unterstützen sie", stellt KJF-Direktor Michael Eibl heraus. Er setzt auf den Nachwuchs, der die eigene berufliche Karriere aktiv mitgestaltet, sich persönlich und fachlich weiterentwickeln will.  Ihm ist es wichtig, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entfalten können. In den über 70 Einrichtungen der Katholischen Jugendfürsorge sind aktuell etwa 4.000 Fachkräfte beschäftigt. Sie begleiten und unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

KJF-Direktor Michael Eibl (links im Bild) mit den Teilnehmer*innen des Seminars für potentielle Führungskräfte des V•KJF

Führungskraft in einer sozial-caritativen Einrichtung

Eine soziale Einrichtung zukunftssicher zu führen, heißt vor allem erforderliche Leistungen bedarfsgerecht und flexibel für Menschen bereitzustellen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, um in allen Lebensbereichen gleichberechtigt und selbstbestimmt teilzuhaben. Menschen, die sozial benachteiligt sind, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in ihrer Familie leben können, junge Erwachsene mit Förderbedarf in Ausbildung oder junge Menschen, die aus ihrer Heimat zu uns geflohen sind, ebenso wie alleinerziehende junge Mütter werden in den Einrichtungen und Diensten der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) von qualifizierten Fachkräften begleitet.

„Auf der Seite junger Menschen, ein Leben lang" – hinter diesem Slogan der KJF verbirgt sich eine Vielzahl an Maßnahmen. Die erforderlichen Rahmenbedingungen hierfür bereitzustellen, das ist der Anspruch an die Führungskraft. Die Einrichtung wirtschaftlich führen, fachlich weiterentwickeln, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter binden und halten, sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen im Blick haben, auf Bedarfslagen reagieren und dabei jeden einzelnen Menschen als das Wertvollste im Auge zu behalten, das ist ein nicht geringer Anspruch an eine Führungskraft. In einer Einrichtung der KJF tätig zu sein, heißt Arbeit als Dienst der Kirche, Dienst am Nächsten zu tun. Dieses Selbstverständnis ist grundlegend und trägt die Dienstgemeinschaft. Deshalb sind nicht nur Fragen der Personalführung und betriebswirtschaftliche Themen Inhalte des umfassenden Qualifizierungsprogramms für den Führungsnachwuchs in der KJF, sondern auch religiöse Fragestellungen. Zum Beispiel die Frage, wie es gelingen kann, Glauben in der Organisation zu leben und zu vertiefen oder Persönlichkeiten religiös zu bilden.

 

Breit aufgestellt, um Führungsnachwuchs sicherzustellen
 

Die KJF Regensburg und die Katholischen Jugendfürsorgevereine in Augsburg, München-Freising und Speyer bieten im Rahmen ihrer Personalentwicklung gezielt Programme an, um den künftigen Führungsnachwuchs sicherzustellen. Anbieter der Seminare ist der Verband Katholische Jugendfürsorge e. V. (V•KJF), ein anerkannter Fachverband der Caritas, in dem die Jugendfürsorgevereine der Diözesen Augsburg, Regensburg und Speyer sowie der Erzdiözese München-Freising Mitglieder sind.

In diesem Jahr haben fünf Mitarbeiterinnen der KJF Regensburg das Seminar A für potentielle Führungskräfte des V•KJF abgeschlossen. Sie präsentierten ihre Projektarbeiten zum Abschluss des Seminars, das sich in Modulen über einen Zeitraum von etwa einem Jahr erstreckt im Bildungshaus Schloss Spindlhof in Regenstauf. Martha Schwitalla, Qualitätsmanagement-Beauftragte in der KJF, erarbeitete ein Konzept zur konstruktiven Fehlerkultur in den Einrichtungen. Um das Thema Mitarbeiter*innenzufriedenheit ging es Yvonne Schmid, Leitung der Offenen Behindertenarbeit in Abensberg. Sie stellte konkrete Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung vor. Julia Schilcher, Diplom Sozialpädagogin und stellvertretende Tagesstättenleiterin im Heilpädagogischen Zentrum Rottal/Inn in Eggenfelden widmete sich dem Event-Management. Sie stellte eine allgemein nutzbare Checkliste zur Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen vor. Den Abschluss bildete Doris Kleber, Gruppenleiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte in Haus St . Elisabeth in Weiden, die mit der Durchführung einer Gefährdungsanalyse psychischer Belastungen in der Einrichtung Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach beeindruckte.

 

KJF setzt auf Professionalisierung

Das ist das Ziel der Weiterbildungsprogramme für potentielle und neue Führungskräfte im V•KJF. Die KJF Regensburg braucht motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn sie sind die Stärke des christlich-caritativen Trägers, das Pfund in der Waage, wenn es um gelingende und verlässliche Beziehungen geht. Und das ist die Basis allen pädagogischen Handelns. Damit notwendige Hilfen und Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen langfristig sichergestellt werden können, ist es das Gebot der Stunde Nachwuchs zu binden und professionelle Berufskarrieren zu begleiten.

Die erfolgreiche Qualifizierungsreihe für potentielle Führungskräfte wird seit Jahren und auch weiterhin im Fortbildungsprogramm des V•KJF angeboten und vom Referat Personalentwicklung der KJF Regensburg organisiert.

Text: Christine Allgeyer / Bild: KJF