Wertschätzung und ein Vergelt’s Gott für großartige Leistungen

KJF-Dienstgemeinschaft verabschiedet Ingeborg Gerlach in den Ruhestand

In der Galerie St. Klara verabschiedete die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg ihre langjährige Leiterin des Rechnungswesens und stellvertretende Abteilungsleiterin Wirtschaft/Finanzen Ingeborg Gerlach. Im Kreise der Führungskräfte sprach KJF-Direktor Michael Eibl für den Vorstand und Verwaltungsrat mit Vorsitzendem Domkapitular Dr. Roland Batz und Gerhard Nestler, dessen Stellvertreter, Ingeborg Gerlach seinen herzlichen Dank und ein Vergelt's Gott für ihre herausragenden Leistungen in 27 Jahren bei der KJF aus. Wolfgang Berg, Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen, ließ in seiner Laudatio Ingeborg Gerlachs reiches Berufsleben bei der KJF Revue passieren. Er würdigte deren Engagement und sprach seine höchste Wertschätzung für ihre fachliche Expertise und persönlichen Qualitäten aus.

Bild v.li.: Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen Wolfgang Berg, KJF-Direktor Michael Eibl, Leiterin Rechnungswesen und stellvertr. Abteilungsleiterin Wirtschaft/Finanzen Ingeborg Gerlach, künftige Leiterin Buchhaltung Maria Dietrich, künftiger stellvertretender Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen Christoph Straßer.

„Unsere ausgezeichneten Ergebnisse sind mit Ihr großer Verdienst."
„Ich möchte mich bei Ihnen ganz persönlich für ihre ausgezeichnete Arbeit bedanken", eröffnete Michael Eibl sein Grußwort. Insbesondere die Kennzahlen hätten der Geschäftsführung und dem Vorstand der KJF die Grundlage gegeben, aus einer Flut von Zahlen wichtige Einschätzungen für strategische Entscheidungen zu gewinnen. Auch im Steuer- und Gemeinnützigkeitsrecht war Ingeborg Gerlach fachlich immer up to date. „Wir und die Wirtschaftsprüfer haben immer wieder etwas von Ihnen gelernt", erklärte Michael Eibl, „unsere ausgezeichneten Ergebnisse sind mit Ihr großer Verdienst, liebe Frau Gerlach", stellte Michael Eibl heraus. Ingeborg Gerlach habe in die Einrichtungen hineingewirkt und Vermittlungsarbeit geleistet. Als einen Höhepunkt im Wirken Ingeborg Gerlachs erwähnte Eibl ihre Vorbereitungen für die Transparenzoffensive des Bistums. „Wir sind als einer der ersten Rechtsträger beteiligt, weil wir seit langem HGB-konforme Jahresabschlüsse haben. Wir können selbstbewusst auf die Darstellung unserer Zahlen blicken – für uns ein wichtiger Schritt nach außen, weil wir als Sozialverband viele öffentliche Gelder einsetzen." Michael Eibl freut sich, dass die KJF Ingeborg Gerlach über ihre aktive Zeit bei der KJF hinaus als Beraterin gewinnen konnte. Überdies ist sie Stiftungsrätin in der kjf-nahen Stiftung „Für junge Menschen". So können Vorstand und Stiftungsrat weiterhin von ihrem profunden Wissen in steuerrechtlichen Fragen profitieren.

Eine berufliche Lebensaufgabe gefunden
Als Ingeborg Gerlach am 1. Juli 1993 an die Pforte der KJF klopfte, nahm ihr berufliches Leben eine entscheidende Wendung. „Rückblickend war das ein wunderbarer Tag für die KJF", stellte Wolfgang Berg in seiner Laudatio heraus. Mit diesem Tag habe die Weiterentwicklung des Rechnungswesens und des gesamten Finanzmanagements so richtig professionelle Fahrt aufgenommen. „Gutes hast du gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern in der Abteilung noch besser gemacht", so Berg weiter. Zunächst als Bilanzbuchhalterin, seit 2003 als Leiterin des Rechnungswesens und seit 2007 als stellvertretende Abteilungsleiterin Wirtschaft und Finanzen in der KJF hat Ingeborg Gerlach in 27 Jahren wirklich Großartiges geleistet. Daran ließ Wolfgang Berg in seiner Laudatio keinen Zweifel. Mit Blick auf den ersten Jahresabschluss in 1993 und einer Bilanzsumme von 140 Mio. Euro und Umsatzerlösen von 43 Mio. Euro, die sich 2018 auf eine Bilanzsumme von knapp 400 Mio. Euro und jährliche Umsatzerlöse von knapp 250 Mio. Euro weiterentwickelten, macht Wolfgang Berg deutlich, wie dynamisch und progressiv sich die KJF mit ihren Einrichtungen und Diensten weiterentwickelte. Ingeborg Gerlach trug die Verantwortung im Rechnungswesen und in der stellvertretenden Abteilungsleitung für die Darstellung der wirtschaftlichen Daten. Eine beeindruckende Leistung! Auch bei der Gründung der Stiftung kirchliche Kinder und Jugendhilfe im Jahr 2004 und der Ausgliederung der KJF Werkstätten gemeinnützige GmbH 2009 hat sie federführend mitgewirkt und in akribischer Feinarbeit mit allen Beteiligten die Gründungsurkunde bzw. die Ausgliederungsverträge zur Vollendung gebracht.

Ingeborg Gerlach: „Man kann alleine keine Spur hinterlassen", sagte sie. „Ich bin nicht so wirklich überzeugt, ob Lob und Ehren nur mir gelten dürfen. Denn eines ist ganz gewiss: Ich habe das nicht alleine geleistet. Wir haben vieles gemeistert und das war nur gemeinsam möglich."

Pionierin der EDV-gestützten Buchhaltung mit Prinzipien
Ingeborg Gerlach führte eine auf Excel basierte Finanzbuchhaltung in der KJF ein, als das noch richtig revolutionär war. Hartnäckig hielt sie an den Prinzipien der ordnungsgemäßen Buchhaltung fest und vermittelte dies den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen. Sie arbeitete mit einem gut funktionierenden Team und hatte mit Maria Dietrich eine tatkräftige Mitstreiterin an der Seite. Dieser obliegt nach Gerlachs Ausscheiden nun der Bereich Buchhaltung. Nachfolger als stellvertretender Abteilungsleiter ist Christoph Straßer, der bisher Teamleiter Controlling war.

Mit Freude und wunderbarem Humor hat Ingeborg Gerlach alle beruflichen Herausforderungen gemeistert. Am Ende der Laudatio gab es für sie Standing Ovations, viele persönliche Geschenke, gute Wünsche und ein Medley, mit dem die „Finanzenqueen" der KJF auch musikalisch gewürdigt wurde. Ingeborg Gerlach war sichtlich gerührt und bewegt. Doch wollte sie die Anerkennung und den Dank weitergeben an ihr Team und die Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie so viele Jahre intensiv, kooperativ und vertrauensvoll zusammengearbeitet hatte: „Man kann alleine keine Spur hinterlassen", sagte sie. „Ich bin nicht so wirklich überzeugt, ob Lob und Ehren nur mir gelten dürfen. Denn eines ist ganz gewiss: Ich habe das nicht alleine geleistet. Wir haben vieles gemeistert und das war nur gemeinsam möglich."

Text und Bild: Christine Allgeyer