Mobil mit Behinderung

Wilhelm Baier aus Eggenfelden verwirklicht seinen Traum von Selbstbestimmung

Menschen mit Behinderung wollen genauso leben wie nichtbehinderte Menschen auch. Sie möchten ihren Alltag selbstbestimmt, möglichst ohne fremde Hilfe meistern können und soweit wie möglich selbstständig mobil sein.

Wilhelm und Susanne Baier (Mitte) bedanken sich bei ihrem Besuch im Franz-Randak-Haus bei den Berater/-innen Doris Eichenseer und Markus Blümlhuber für die gute Zusammenarbeit

So sieht das auch Wilhelm Baier aus Eggenfelden. 2018 machte er eine schwere Erkrankung durch, die eine dauerhafte Gehbehinderung mit sich brachte. Doch er hat nicht aufgegeben und sich in seinen gewohnten Alltag zurück gekämpft - auch mit großer Unterstützung von seiner Ehefrau und den Kindern sowie Enkelkindern. Eine gute Versorgung mit Hilfsmitteln hat zu mehr Selbstständigkeit und Teilhabe beigetragen. Für den ehemaligen Kraftfahrer war es jedoch ein großes Anliegen, den Alltag und seine Freizeit mit seiner Behinderung noch selbstbestimmter gestalten zu können. Mehr Mobilität mit einem behinderungsgerechten Fahrzeug ist für ihn persönlich der Schlüssel dazu. Mit diesem Anliegen wandte er sich erstmals im Frühjahr 2019 an die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratung) in Eggenfelden.

Wilhelm Baier hatte bereits klare Vorstellungen. Die Berater/-innen der EUTB zeigten Wilhelm Baier Möglichkeiten der sozialen Teilhabe auf, informierten ihn über mögliche Anträge und unterstützen ihn wo es nötig war. Um alles Weitere kümmerte sich der Eggenfeldener selber. „Einfach war es nicht. Ich war sehr froh, dass ich bei der EUTB Ansprechpartner hatte, wenn ich nicht mehr weiterwusste", berichtet Wilhelm Baier. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, dass Wilhelm Baier seinen ganz persönlichen Traum von selbstbestimmter Teilhabe verwirklichen konnte. „Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe", strahlt er bei seinem Besuch in der EUTB im Franz-Randak-Haus, wo er sich in Begleitung von Ehefrau Susanne nochmals persönlich bei den EUTB-Berater/-innen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit bedankte.

Die EUTB berät unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Sie unterstützt Menschen mit Behinderung und deren Angehörige in Fragen zur Teilhabe - zum Beispiel zu Themen wie Assistenz, Schwerbehindertenausweis, soziale Teilhabe, finanzielle Sicherung, Wohnen, Schule oder Arbeit und Beruf. Die EUTB Rottal-Inn wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und von der Aktionsgemeinschaft Kind in Not gefördert. Ratsuchende können telefonisch unter Tel. 08721/12 53 10 oder info@eutb-rottal-inn.de Termine vereinbaren.

Text: Doris Eichenseer / Foto: Sieglinde Eder