Erfolgreich aus Berchtesgaden zurück

Das Wintersport-Team der Bischof-Wittmann-Schule (BWS) kehrt erfolgreich von den Special Olympics Winterspielen, die vom 2. bis zum 6. März in Berchtesgaden stattfanden, zurück.

„Gemeinsam sind wir stark" so das Motto der Nationalen Special Olympics Winterspiele in Berchtesgaden. Und so war es auch, denn bei Plusgeraden, wechselndem Wetter mit Regen, Sonne und Schnee, präparierten viele Helfer die aufgeweichten Pisten mit Salz in dem Bemühen, für alle einigermaßen gleiche Wettkampfbedingungen zu schaffen. Für die Langläufer und Schneeschuhläufer musste ganz kurzfristig das Wettkampfareal in höhere Gebiete verlegt werden.

 

Zum ersten Mal am Start

Nach intensiven Trainingseinheiten am Arber, zusätzlichem Riesenslalom- und Slalomtraining war Julius, der einzige Ski Alpinfahrer aus dem BWS-Team, so stark, dass er in der mittleren Leistungsgruppe (Intermediate) zum ersten Mal an den Start ging. Julius erkämpfte sich mit einem starken Lauf im Riesenslalom den 6. Platz; im Slalom fuhr er auf Platz fünf. Die Wettkämpfe mit 250 Ski Alpin Sportlern fanden im Skigebiet Götschen in Bischofswiesen statt. In drei Gruppen eingeteilt: die Advanced (sehr gute Skifahrer), die Intermediate (fortgeschrittene Skifahrer) und die Novice (Anfänger), traten immer acht Sportler in einer Gruppe gegeneinander an. Hild Gerg und Kathrin Hölzl waren de Vorläuferinnen. Headcoach Pia Fuchs und Delegationsleitung Ulrike Schön-Nowotny betreuten das BWS-Ski-Aplin-Team.

 

Gut vorbereitet in Liechtenstein

Das Trainingswochenende der SO Nationalen Winterspielen in Liechtenstein war für das Langlauf-Team aus der BWS eine gute Vorbereitung auf Berchtesgaden. Luisa, Casnin und Michael stellten sich bei Wind, Schnee, Regen und gelegentlich auch Sonne den unterschiedlichen Schneebedingungen auf der Loipe der Scharitzkehl. Hochmotiviert und glücklich fuhren sie nach einer sehr anstrengenden sportlichen Woche mit insgesamt neun Medaillen nach Hause. Was für ein Erfolg! Luisa holte Gold auf 5 km und auf 2,5 km. Für Casnin gab es Bronze auf 5 km und Silber auf 2,5 km. Michael war überglücklich und zeigte seine seit Jahren beste Leistung. Er erkämpfte sich Bronze auf 500 m und auf 1000 m. Sozusagen ein KJF-Wettrennen lieferten sich die Regensburger mit Felix, einem ehemaligen Schüler, aus der Lebenshilfe Werkstatt, mit der Staffel der Straubinger St. Wolfgang Schule und zwei weiteren Staffeln auf die 4 x 1000 m-Distanz. Da war die Freude riesig, als die Athleten den ersten Platz machten und somit nochmals eine Goldmedaille holten. Elli Eder und Gerlinde Langhanns betreuten das ambitionierte Team.

 

Das Beste geben

„Egal, welche Platzierung, alle sind Gewinner" – dieser Gedanke ist leitend für Special Olympics. Trotz wechselhaften Wetters, Hindernissen und Schwierigkeiten auf Seiten des Veranstalters und Organisationskomitee, gaben alle ihr Bestes, so auch das Team „Schneeschuhlaufen" der BWS. Das war an den zufriedenen Gesichtern der Athleten zu erkennen. Sophia startete im 100 m-Lauf und holte sich eine Bronzemedaille. Im 200 m-Lauf erreichte sie den 4. Platz und in der gemischten Staffel Regensburg/Tuttlingen kam sie ebenfalls auf Platz 4. Tobias erreichte im 100 m-Lauf Platz 6, im 200 m-Lauf ergatterte er sich eine Bronzemedaille, so wie einen 4. Platz in der gemischten Staffel. Die Trainerinnen Regina Schubert und Petra Ferstl sind sehr stolz auf die Athleten. Sie haben das ganze Jahr sehr fleißig am Muskel-, Konditions- und Koordinationstraining teilgenommen. „Es war schön, mit welcher Freude, Geduld und Ausdauer sie diese Woche in Berchtesgaden dabei waren", sagen die beiden, „selbstverständlich werden wir weiterhin trainieren, um noch bei vielen schönen Veranstaltungen unser Können zu zeigen."

Knapp 3.000 Personen - 700 Athleten mit geistiger Behinderung, Trainer, Volontäre, Familienmitglieder und Teams des Gesundheitsprogrammes - waren im Berchtesgadener Land dabei. Neben Ski Alpin fanden Wettbewerbe in Snowboard, Skilanglauf, Schneeschulauf, Short Track, Eiskunstlauf, Floorball und Florhockey statt. Viele freiwillige Helfer der Firma ABB und der Berchtesgadener Vereine und Schulen trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Höhepunkt der Eröffnungsfeier unter freiem Himmel am Parkplatz Königssee war das offizielle Zeremoniell von Special Olympics mit Fahne, Hymne, Flamme und Eid: „Ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben". Unter den Gästen waren auch Jürgen Dusel, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, und Hilde Gerg, das „Gesicht der Spiele", mit Athleten Sandrine Springer und Paul Wembacher.

Special Olympics ist die weltweite größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie ist eine vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannte Sportbewegung und wurde 1968 von Eunice Shriver-Kennedy gegründet. Das Ziel ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen. SOD versteht sich gemeinhin als Inklusionsbewegung.

Ein besonderer Dank der Regensburger Wintersportler geht an den Elternbeirat der Bischof-Wittmann-Schule für seine Unterstützung.

Text und Bilder: Ulrike Schön-Nowotny/Wintersport Team der Bischof-Wittmann-Schule