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Fördermittel für geplantes Wohnheim für erwachsene Menschen mit Behinderung in Mitterfels bewilligt

MdL Josef Zellmeier überreicht Zusage an Vertreter der KJF

Große Freude über die Förderzusage bei der Mitterfelser Elterninitiative und ihrem Sprecher Helmut Dietl sowie wie bei den beteiligten Partnern der KJF Regensburg e. V., in der Marktgemeinde Mitterfels und beim Landkreis Straubing-Bogen. MdL Josef Zellmeier überreichte den Vertretern der KJF die Förderzusage.

Bildunterschrift: Förderzusage Wohnprojekt Mitterfels. Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier (Mitte) übergab die Zusage über die Fördermittel. Mit im Bild v.li:  Bürgermeister Andreas Liebl, KJF-Abteilungsleiter Johannes Magin, Einrichtungsleiter der Bruder Konrad Werkstätte Manfred Schmidt, Sprecher der Elterninitiative Helmut Dietl.

Das kam überraschend.
Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales erteilte in dritter Runde die Förderzusage für das Wohnprojekt in Mitterfels: Der Wohnheimbau für erwachsene Menschen mit Behinderung wurde mit einem Zuschuss von bis zu 3.174.400 Euro in das Jahresförderprogramm 2021 aufgenommen. Die Bedarfslage für mehr Wohnangebote für erwachsene Menschen mit Behinderung in der Region wurde bereits seit 2016 konkretisiert. Die Katholische Jugendfürsorge stellte sich von Anfang hinter das Projekt. „Ich danke unserer Sozialministerin Carolina Trautner und MdL Josef Zellmeier sehr für die Unterstützung", stellt KJF-Direktor Michael Eibl heraus. Er freut sich ungemein über die Förderzusage: „Das so dringend benötigte Wohnheim wird nun endlich gebaut. Ich bin sehr froh darüber. Denn nun können die älter werdenden Eltern ihre erwachsenen Kinder beruhigt in ein selbstständiges Leben mit so viel Förderung und Unterstützung wie notwendig entlassen."

Bemühungen der KJF gewürdigt
MdL Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses, überbrachte die erfreuliche Nachricht und informierte sich vor Ort über das geplante Projekt. Er würdigte die Bemühungen der KJF für dieses Projekt und die Initiative "Eltern behinderter Kinder", für die sich Helmut Dietl, ein betroffener Vater, vehement eingesetzt hat. Selbständiges Wohnen sei gerade für Menschen mit Handicap und Inklusion ein wichtiges Thema, so Zellmeier. Die Elterninitiative gründete sich 2016 und stellte bereits im März 2017 einen ersten Antrag auf finanzielle Förderung an das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales. Nun haben die Bemühungen den erhofften Erfolg gebracht. Er sei sehr glücklich über die Förderzusage, betonte Helmut Dietl und wies auf die Dringlichkeit für Betreutes Wohnen von Menschen mit Handicap hin.

34 Mitarbeiter suchen einen Wohnheimplatz
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der KJF Werkstätte in Mitterfels brauchen Unterstützung, erklärte Bürgermeister Andreas Liebl, und wies auf die Nähe der geplanten Wohnungen zur Behindertenwerkstätte hin. „In der Bruder Konrad Werkstätte sind zurzeit 183 Menschen in Arbeit, davon suchen 34 Personen einen Wohnheimplatz", sagte Betriebsleiter Manfred Schmidt. Die Nachfrage sei groß, auch von Menschen mit erworbener Hirnschädigung. Für sie gäbe es kaum Wohngelegenheiten. Daher stehen sechs Plätze der geplanten Wohnanlage für diesen Personenkreis zur Verfügung. Vorgesehen sind zwei Häuser für je zwölf Personen auf zwei Stockwerken. Auf die Frage, ob es noch in diesem Jahr den Spatenstich geben werde, antwortete Johannes Magin, Abteilungsleiter Teilhabeleistungen für Jugendliche und Erwachsene: "Die Planungen stehen." Bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung bald beginnen kann, auch wenn die Baubranche derzeit stark ausgelastet ist.

Text: Elisabeth Röhn, Michaela Heelemann
Bild: Elisabeth Röhn