null Wechsel an der Spitze: Verantwortung weitergeben, Zukunft gestalten

Auf KJF-Direktor Michael Eibl als Vorsitzendem des Landesverbands katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe in Bayern folgt Frank Baumgartner in das verantwortungsvolle Amt

Nach 12 Jahren als Vorsitzender des Landesverbands katholischer Einrichtungen geht eine Ära zu Ende. Denn Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF), übergibt das Amt an seinen Nachfolger Frank Baumgartner, Gesamtleiter des Berufsbildungswerks St. Franziskus in Abensberg.

Gruppenbild mit Joachim Nunner, Geschäftsführer Jugendwerk Birkeneck, Landescaritasdirektor Dr. Andreas Maag, Dr. Gabriele Weitzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und Geschäftsführerin des Bayerischen Jugendrings, scheidender LVkE-Vorsitzender Michael Eibl, Direktor der KJF Regensburg, MdL Thomas Huber, Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender KJF Augsburg
Joachim Nunner, Geschäftsführer Jugendwerk Birkeneck, Landescaritasdirektor Dr. Andreas Maag, Dr. Gabriele Weitzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und Geschäftsführerin des Bayerischen Jugendrings, scheidender LVkE-Vorsitzender Michael Eibl, Direktor der KJF Regensburg, MdL Thomas Huber, Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender KJF Augsburg (Foto: Julia Babin)

Vertrauensvolle und von Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit

Ein einstimmiges Wahlergebnis bei der Mitgliederversammlung bbestätigt das große Vertrauen, das in den neuen LVkE-Vorsitzenden gesetzt wird. „Frank Baumgartner ist als neuer Vorsitzender bestens qualifiziert. Er ist Leiter einer großen Einrichtung und erfahren in der Verbands- und Lobbyarbeit“, sagt Michael Eibl über seinen Nachfolger. Dem scheidenden Vorsitzenden dankte MdL Thomas Huber Huber für die vertrauensvolle und von Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit. Eibl habe mit großer fachlicher Expertise den LVkE geführt. Nach zwölf Jahren im Vorstand und drei Wahlperioden trat Michael Eibl nicht erneut zur Wahl an. Von 2014 bis 2026 hat er die Entwicklung des LVkE maßgeblich geprägt und den Verband gemeinsam mit dem Vorstand, den Mitgliedern und der Geschäftsstelle durch eine Zeit geführt, in der sich die Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe grundlegend verändert haben. Doris Rauscher, MdL, brachte dies mit größter Anerkennung in einem Grußwort zum Ausdruck.


„Gemeinsam viel bewegt“

„Die vergangenen zwölf Jahre stehen für mich für einen LVkE, der sich immer wieder neu aufgestellt, vernetzt und fachpolitisch positioniert hat. Kinderschutz, Beteiligung junger Menschen, Inklusion, die Weiterentwicklung des SGB VIII, Ombudschaft, die Situation ehemaliger Heimkinder, all das waren und sind Themen des LVkE, die mir enorm wichtig waren“, resümiert Eibl. Dabei sei es nie nur darum gegangen, Entwicklungen zu begleiten. Der LVkE habe sich eingemischt, Position bezogen, Gespräche geführt, Netzwerke geknüpft und gemeinsam mit seinen Mitgliedern nach Lösungen gesucht. Diese Entwicklung steht beispielhaft für die Arbeit von Michael Eibl, seinen Kollegen aus dem geschäftsführenden Vorstand und dem Gesamtvorstand. Eibls besonderer Dank gilt der Geschäftsführerin Petra Rummel, die die Anliegen des LVkE mit viel Herzblut und Engagement voranbringt.

Eibl hat den Verband fachlich klar, dialogorientiert und mit einem guten Gespür für die Anliegen der Mitgliedseinrichtungen vertreten. Die Mitgliederversammlung – insbesondere die langjährigen Weggefährten Markus Mayer, Vorstand der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg, und Joachim Nummer, Geschäftsführer des Jugendwerk Birkeneck, würdigten seinen langjährigen Einsatz und seine engagierte Arbeit für den LVkE ausdrücklich und mit größter Wertschätzung.

Der neue Gesamtvorstand des LVkE mit Barbara Igl, Florian Heckl, Joachim Nunner, Markus Mayer, Frank Baumgartner, Petra Rummel, Dr. Andreas Magg, Dr. Bert Stegmann, Daniel Kiesel, Anja Sauerer, Wolfgang Meixner, Daniela Wanderer, Axel Reindl, Antonia Wieland, Andrea Caroli, Michaela Fischer, Andreas Raschof und Johannes Erbertseder
Der neue Gesamtvorstand des LVkE. Vordere Reihe v.l.n.r.: Barbara Igl, Florian Heckl, Joachim Nunner, Markus Mayer, Frank Baumgartner, Petra Rummel, Dr. Andreas Magg, Dr. Bert Stegmann. Hintere Reihe v.l.n.r.: Daniel Kiesel, Anja Sauerer, Wolfgang Meixner, Daniela Wanderer, Axel Reindl, Antonia Wieland, Andrea Caroli, Michaela Fischer, Andreas Raschof und Johannes Erbertseder (Foto: Julia Babin)


Der LVkE ist weiterhin stark aufgestellt

Mit seiner Geschäftsführerin Petra Rummel, 15 Vorstandsmitgliedern und den in ihren Ämtern bestätigten ersten und zweiten Vorsitzenden Markus Mayer und Joachim Nummer hat der LVkE eine starke Stimme in Bayern, die für die Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe nie laut genug sein kann. Der Vorstand und die Vorstandsmitglieder Andrea Caroli, Michaela Fischer, Florian Heckl, Barbara Igl, Daniel Kiesel, Wolfgang Meixner, Franz Raschof, Axel Reindl, Anja Sauerer, Dr. Bert Stegmann, Daniela Wanderer und Antonia Wieland übernehmen Verantwortung für die kommenden Jahre.

„Ich danke allen Mitgliedern für das mir entgegengebrachte Vertrauen und bin mir der Verantwortung meiner neuen Aufgabe bewusst. Der LVkE ist ein hervorragend vernetzter, fachlich hochanerkannter, zukunftsorientierter und in seiner Gremienstruktur sehr wirksamer Verband“, stellte der neue Vorsitzende Frank Baumgartner heraus, „dies gilt es, fortlaufend zu entwickeln und als starker, zuverlässiger und partnerschaftlicher Ansprechpartner für alle Interessensgruppen, Partner und Mitgliedseinrichtungen bereitzustehen.“


Wie kann gute Kinder- und Jugendhilfe gelingen?

Dass die neue Wahlperiode in bewegten Zeiten beginnt, wurde während der Mitgliederversammlung mit dem Impuls von Dr. Gabriele Weitzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und Geschäftsführerin des Bayerischen Jugendrings, deutlich. In ihrem Beitrag „Wie kann gute Kinder- und Jugendhilfe gelingen. Der aktuelle Stand des SGB VIII/KJHSRG – Herausforderungen und Perspektiven für die Praxis“ richtete sie den Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Reformprozess und auf die Fragen, die daraus für die Praxis entstehen. Das Fazit: die Kinder- und Jugendhilfe steht vor großen Veränderungen – und sie wird diese nicht einfach abwarten. Externe Gäste aus Politik, Kirche, von öffentlichen Trägern und kooperierenden Fachverbänden diskutierten anschließend mit Dr. Weitzmann zu diesem Thema.

Text: LVkE / Christine Allgeyer
Bilder: Julia Babin