Vom Streetwork zur Wegbegleiterin fürs Leben:
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Angefangen hat Cornelia Braun 1987 als Streetworkerin, zuständig für die Regensburger Altstadt, hatte sie viel mit Rockern und Punkern zu tun. „Das war eine absolut heiße Zeit“, erinnert sie sich. Nach fünf Jahren wechselte sie ins Haus Mutter und Kind. Dort gab Cornelia Braun den jungen Müttern und ihren Kindern nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern Halt und neue Zukunftsperspektiven.
KJF-Direktor Michael Eibl würdigte Cornelia Braun für ihren langjährigen Einsatz: „Mit ihrer Erfahrung, ihrer Herzlichkeit und ihrem unermüdlichen Engagement hat sie das Haus Mutter und Kind entscheidend geprägt. Für ihr großes Engagement und die vielen Spuren, die sie in den Herzen der Menschen hinterlässt, danke ich ihr von Herzen.“
Den Kindern ein Stück Leichtigkeit auf den Weg geben
Nach dem Ende ihrer passiven Altersteilzeit hat sie 40 Jahre bei der KJF verbracht. Rückblickend sagt sie über ihre Arbeit: „Mit jedem Baby kommt etwas Neues, etwas Unbeschriebenes – und ich durfte dabei sein und mitgestalten. Dafür habe ich gebrannt, das war mehr als nur eine Arbeit für mich, das war mein Auftrag.“ Anfangs war sie sich nicht sicher, wie lange sie dabeibleiben wird: Ins Ausland gehen? Abenteuer erleben? Träume verwirklichen? Viele Optionen spielte sie durch. „Nach ein paar Jahren habe ich das alles nicht mehr gebraucht, denn ich habe meinen Platz gefunden, der mir gutgetan hat.“ Neben den vielen Pflichten, die sie als Einrichtungsleiterin zu erfüllen hatte, war es ihr immer ein Anliegen, den Kinder „ein Stück Leichtigkeit“ mit auf den Weg zu geben, damit sie es mit „dieser krassen Welt“ aufnehmen können. Das hat auch Auswirkungen auf die Ergebnisse und die Qualität der Arbeit: „Die Menschen fühlen sich wertgeschätzt und wahrgenommen.“
Diese Wertschätzung hat auch Cornelia Braun erfahren: „Ich hatte immer Vorgesetzte, die meine Arbeit unterstützt haben – vor allem Abteilungsleiter Robert Gruber. Ich wusste, wenn ich etwas brauche, habe ich einen Ansprechpartner, die Vertrauen in mich setzen und meine Anliegen ernst nehmen.“ So konnte sie das Haus Mutter und Kind über die Jahre so gestalten, wie sie es für richtig hielt und wie es den Bedürfnissen der Klientinnen entspricht. „Besonders dankbar bin ich meiner Kollegin Thea Jakob, die mich fast 30 Jahre lang beruflich begleitet hat. Gemeinsam haben wir viel erreicht“, betont Cornelia Braun.
In ihre Dienstzeit fielen zahlreiche Weichenstellungen für die kleine aber unglaublich wertvolle Einrichtung: Die Generalsanierung im Jahr 2006 und die Erweiterung auf 26 Wohnplätze im Jahr 2022.
Text: Sebastian Schmid