Ausstellungseröffnung in Schwäbisch Gmünd
null Ausstellungseröffnung in Schwäbisch Gmünd
„Inklusive Kunst aus Regensburg“ – so titelte die Gmünder Tagespost den Beitrag über die Vernissage der Ausstellung „Hakuna Matata“, die der Gmünder Kunstverein seit 13. März bis zum bis 10. Mai 2026 in seiner Galerie im Kornhaus in Schwäbisch Gmünd zeigt.
„Glockenreine Kreativität“ schreibt Kuno Staudenmeier über die Druckgrafiken, Skulpturen und textile Arbeiten – die Meisterwerke aus dem Regensburger Atelier Kunst inklusiv, darunter auch Werke von Wolfgang Bauer und des 2022 verstorbenen Künstlers Kurt Sennebogen. Welch großes Kompliment an die Künstlerinnen und Künstler! Christina Kerscher, Ludwig Hirtreiter und Kevin Lombard, die zur Ausstellungseröffnung nach Schwäbisch Gmünd reisten, genossen sichtlich die große Aufmerksamkeit, welche ihnen und ihren Kunstwerken zuteilwurde. Der von ihnen gewählte Titel der Ausstellung „Hakuna Matata“ stammt aus dem Musical der König der Löwen und bedeutet: „Alles ist gut“.
Bettina Burchard, stellvertretende Vorsitzende des Gmünder Kunstvereins, ist begeistert von der Formsprache und den Techniken der Künstlerinnen und Künstler des Ateliers, welches die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg seit 2013 im Künstlerhaus Andreasstadel betreibt. Bettina Burchard und die Regensburger Künstlerin Renate Höning, die das Atelier Kunst inklusiv bis 2024 leitete, trafen sich 2025 bei bei der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In ihren Gesprächen entstand die Idee für die aktuelle Ausstellung in Schwäbisch Gmünd, die neben den Werken aus dem Atelier Kunst inklusiv auch Werke von Renate Höning präsentiert.
Für Bettina Burchard stehen die Druckgrafiken und Skulpturen aus dem Atelier Kunst inklusiv für eine unerschöpfliche Energie und Fantasie. Gezeigt werden Motive aus der Tierwelt, Motive, die Gebrauchsgegenstände der Küche darstellen, und kleine keramische Arbeiten und Skulpturen. Auch Druckplatten und Druckzustände sind Teil der Präsentation. Die Keramikköpfe von Christina Kerscher haben viel Aufmerksamkeit erregt und die Gäste bei der Vernissage fasziniert. Sie hat sie auch zweidimensional auf Papier gebracht.
Die österreichische Künstlerin und Kuratorin Kristiane Petersmann leitet das Atelier Kunst inklusiv seit 2024. Bereits seit 2002 beschäftigt sie sich mit Kunst im Kontext von Beeinträchtigungen, leitet die Plattform KULTURFORMEN in Linz und ist Mitgründerin des inklusiv geführten Cafés „Viele Leute gemeinsam“ mit der Galerie KULTURFORMEN in der Linzer Altstadt. Sie gab im Kornhaus Einblicke in die Entstehung der Werke. Im Atelier gibt sie Impulse oder leistet technische Unterstützung. Wichtig sei die Freiheit der Künstlerinnen und Künstler und ihr selbstständiges Arbeiten. So haben sie ihre jeweils eigenen Bild- und Formensprachen entwickelt. Mit ihren Werken waren die Künstlerinnen und Künstler des Ateliers Kunst inklusiv in über zehn Jahren bei Einzel- und Gruppenausstellungen in Bayern und Österreich vertreten und haben an Symposien teilgenommen.
Text: Christine Allgeyer