Zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
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Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Sicherung der Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe. Hintergrund sind aktuelle Diskussionen über eine mögliche Begrenzung der Ausgaben in der Eingliederungshilfe, die die Sorge nähren, dass weitere Einsparungen in anderen Bereichen der Rehabilitation folgen. Dazu erklärt Tobias Schmidt, Vorsitzender des Vorstands der BAG BBW.

„Die aktuellen Sparkurse in der Eingliederungs- und Jugendhilfe sind Anlass zu großer Sorge. Die gesellschaftlichen Folgen sind absehbar: wer es schwer hat, bleibt auf der Strecke. Wir als Berufsbildungswerke sind alarmiert. In unsere Ausbildungszentren werden jedes Jahr 16.000 junge Menschen mit Behinderungen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und qualifiziert. Die Leistungen der 51 Berufsbildungswerke sind eine zentrale Voraussetzung für echte Teilhabe und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung. Jede gelungene Ausbildung ist ein Gewinn – für die jungen Menschen selbst, für die Betriebe und für unsere Gesellschaft insgesamt. Wir appellieren daher an die Bundesregierung, die Finanzierung der beruflichen Rehabilitation langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Ziel muss es sein, nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben für alle jungen Menschen zu gewährleisten.“
Text: Cornelia Jurrmann/BAG BBW