null Meditativer Impuls Juni 2026

Warum Hunderte von Kilometer zu Kunstausstellungen fahren, wenn wir interessante Kunstwerke in den Einrichtungen und Diensten der KJF bestaunen können? Im Eingangsbereich zur Kapelle des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums in Regensburg ist diese architektonische Skulptur zu bewundern: eine freie Nachbildung des Regensburger Domes, gestaltet von den Schülerinnen und Schülern Lara, Marie, Bastian, Marinus, Timo und Constantin.

Der Schleckereisteckerldom (Foto: Georg Deisenrieder)

Begleitet haben das Projekt die Religionslehrerin Kerstin Pfeilschifter mit Angelika Chrubasik, Heike Schneider und Alexander Nunner. Mit Blick auf das verwendete Material könnte das Kunstwerk auch heißen: „Schleckereissteckerldom“. Selbstverständlich gingen der Materialbeschaffung viele süße Naschereien voraus, die zugleich für wohltuende Abkühlung bei heißen Temperaturen sorgten. Zur Entstehungsgeschichte: Im Rahmen des Religionsunterrichtes stand ein Besuch der Regensburger Synagoge auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin fragte ein Kind, was da für ein mächtiges Bauwerk mitten in der Stadt stehe. Es kannte den Dom noch nicht. So entstand ein neues Schulprojekt. Die Hauptkirche des Bistums wurde im Rahmen einer Führung besichtigt, die Mittagsmeditation besucht, diese Skulptur in einer Gemeinschaftsarbeit angefertigt und leicht verständliche Begleitinformationen in eine Task-Card gebracht und mit einem QR-Code hinterlegt.

Ein QR-Code neben dem Kunstwerk bietet weiter Informationen zum Regensburger Dom. (Foto: Georg Deisenrieder)

Rot wurde gewählt, weil es zur Logo-Farbe des Pater Rupert-Mayer-Zentrums passt. Bringen nicht damit unsere jungen Künstlerinnen und Künstler auch das Eingebundensein ihrer KJF-Einrichtung in das größere Ganze der Diözese, das sich symbolhaft in ihrer Kathedrale verdichtet, bemerkenswert zum Ausdruck?

Der gotische Dom in Regensburg feiert in diesem Jahr sein 750-jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen: Unter anderem steht „Der klingende Dom“ mit den Regensburger Domspatzen, „Der blühende Dom“ mit floralen Arrangements der Gärtner- und Floristenklassen in der Berufsschule, und „Der feiernde Dom“, in einem Pontifikalamt mit Bischof Rudolf Voderholzer auf dem Programm. In dieser pfingstlichen Zeit und in Anlehnung an unser feuerrotes Kunstwerk in der Kapelle des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums könnten wir noch hinzufügen: „Der geisterfüllte Dom“. Deshalb hat wie im richtigen Dom auch der „Schleckereissteckerldom“ ein Heiliggeistloch.

Die Task-Card zum Kunstwerk im Pater-Rupert-Mayer-Zentrums gibt es hier.

Die Veranstaltungen „750 Jahre gotischer Dom St. Peter Regensburg“ finden Sie hier.

Text: Georg Deisenrieder