Ein neuer Ort zum Leben lernen
null Ein neuer Ort zum Leben lernen
Bischof Rudolf Voderholzer segnet St. Vincent-Schule – Ministerpräsident Markus Söder prominenter Ehrengast
Regensburg/Neutraubling: Mit einem feierlichen Moment begann der offizielle Festakt zur Eröffnung der St. Vincent Schule: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer stellte das neue Förderzentrum mit Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung unter den Schutz Gottes. Gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder gab er damit den Startschuss für den modernen Lernort in Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF).
Auf diesen ganz besonderen Tag hat die Schulfamilie lange hin gefiebert, so haben sich Schulleiterin Henrike Foth und die Gesamtleiterin der St. Vincent Kinder- und Jugendhilfe Regensburg Daniela Wanderer gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen mit den Vorbereitungen mächtig ins Zeug gelegt. Wollte man doch den Ehrengästen aus Kirche, Politik und den kommunalen Verwaltungen ein besonders würdiges Erlebnis bescheren. 115 Gäste haben ihre Teilnahme zugesagt, darunter neben Ehrengast Ministerpräsident Markus Söder Désiré Kardinal Tsarahazana, Erzbischof von Toamasina-Madagaskar, im Rahmen des Weltmissionsmonats des katholischen Hilfswerks missio zu Gast bei Bischof Rudolf in Regensburg. „Die St. Vincent-Schule leistet seit 1998 unter der Leitung der Katholischen Jugendfürsorge großartige Arbeit. Sie steht unter dem Patronat des Begründers der neuzeitlichen Caritas im Sinne professioneller Betreuung und Förderung benachteiligter Menschen. Gerne erbitte ich dem Neubau in Neutraubling und allen, die darin unterrichten und die dort das Leben lernen, Gottes Segen.“, so Bischof Rudolf.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder stellte in seiner Ansprache heraus: „Menschlichkeit wird in der St. Vincent-Schule in Neutraubling gelebt: Dort wurde das private Förderzentrum mit Schwerpunkt auf emotionaler und sozialer Entwicklung für 120 Schüler feierlich eingeweiht. In dieser Schule wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern hier bekommen Jugendliche neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben. Das unterstützt der Freistaat mit bisher über 13 Mio. Euro Förderung und der Katholischen Jugendfürsorge als wichtigem Partner. Wir setzen auf Bildung, Glaube und Werte, leben unsere christliche Prägung und unterstützen gerade die Schwächeren. Bei uns zählt die Menschenwürde jedes Einzelnen. Danke an alle Lehrkräfte und Betreuer für ihren Einsatz!“
Der Vorsitzende der KJF Domkapitular Michael Dreßel hob hervor: „Mit dieser Schule leistet die KJF auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl. Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr unverzichtbares Engagement!“ KJF-Direktor Michael Eibl ergänzte: „Wir danken unseren Ehrengästen für die große Wertschätzung und Unterstützung. Das zeigt uns, wie wichtig wir gemeinsam die Förderung und Begleitung junger Menschen nehmen. Unser Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Regierung Oberpfalz und außerdem der gesamten Schulfamilie. Sie trägt diesen Ort mit viel Herz und großer Professionalität.“
Der Vorsitzende der KJF Domkapitular Michael Dreßel hob hervor: „Mit dieser Schule leistet die KJF auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl. Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr unverzichtbares Engagement!“ KJF-Direktor Michael Eibl ergänzte: „Wir danken unseren Ehrengästen für die große Wertschätzung und Unterstützung. Das zeigt uns, wie wichtig wir gemeinsam die Förderung und Begleitung junger Menschen nehmen. Unser Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Regierung Oberpfalz und außerdem der gesamten Schulfamilie. Sie trägt diesen Ort mit viel Herz und großer Professionalität.“
Was lange währt, wird richtig gut!
Die Entscheidung für den Neubau fällte die KJF bereits 2015, als die Schülerzahlen kontinuierlich stiegen. Im Oktober 2023 begann das Bauprojekt, nach den Osterferien 2026 startete der Schulbetrieb. Entstanden ist ein hochmodernes Förderzentrum mit zehn Klassen, einer Schulvorbereitenden Einrichtung und einer eigenen Sportanlage für Fußball, Basketball, Leichtathletik und Beachvolleyball. Mit starker Unterstützung der Regierung und aus Stadt und Landkreis, so hob KJF-Direktor Michael Eibl hervor, sei die Schule entstanden und decke den großen Bedarf an einen Lern- und Förderort für eine Schülerschaft, welche die besonderen Rahmenbedingungen dieser Schule braucht: „Wir sind dem Freistaat Bayern für die finanzielle Unterstützung und allen weiteren Beteiligten für das gute Zusammenwirken sehr dankbar. Gemeinsam haben wir dieses so wichtige Projekt gestemmt.“
Landrätin Tanja Schweiger unterstrich die Bedeutung der Schule: „Nicht jedes Kind braucht das Gleiche, aber jedes Kind braucht die Chance, seinen eigenen Weg zu gehen. Dafür braucht es Schulen wie St. Vincent: mit guten Rahmenbedingungen und Menschen, die die Stärken der Kinder und Jugendlichen sehen und sie individuell begleiten. Mit dem Neubau ist dafür in Neutraubling ein richtig guter Ort entstanden. Mein Dank gilt allen, die sich hier mit viel Engagement für die jungen Menschen einsetzen.“ Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler erinnerte an den Spatenstich im September 2023 und zeigte sich beeindruckt vom schnellen Fortschritt: „Dass aus einer Baustelle in so kurzer Zeit ein lebendiger Ort geworden ist, freut mich sehr. Diese Schule schließt eine Lücke, die wir lange gesehen haben. Denn nicht jedes Kind findet im Regelsystem, was es braucht. Manche brauchen mehr Zeit, manche mehr Zuwendung, manche vor allem jemanden, der genau hinschaut. Mein Dank gilt deshalb allen, die dieses Haus möglich gemacht haben, und allen, die es jetzt mit Leben füllen.“
Gute Architektur Hand in Hand mit guter Pädagogik
KJF-Direktor Michael Eibl freute sich über die besondere Gestaltung des Gebäudes: „Es folgt dem Prinzip des Trennens und Verbindens – Räume für Austausch und gemeinsames Lernen ebenso wie Rückzugsmöglichkeiten. Ein Haus, das die Bedürfnisse der Kinder ernst nimmt.“ Besonders deutlich wird die Freude über den Neubau bei denen, die täglich mit den Kindern arbeiten. Daniela Wanderer, Gesamtleiterin der St. Vincent Kinder- und Jugendhilfe, betonte: „Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende haben sich gut eingelebt. Sie schätzen die vielen Möglichkeiten des neuen Schulalltags. Die modernen Räume schaffen beste Voraussetzungen für persönliche Entwicklung sowie individuelle Förderung und Begleitung.“ Für Schulleiterin Henrike Foth stehen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt: „Dieser Neubau öffnet Türen zu einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit emotional-sozialem Förderbedarf Sicherheit, Beziehung, Verlässlichkeit und neue Entwicklungschancen finden dürfen, an dem sie in ihrer Einzigartigkeit angenommen und begleitet werden können.“ Besonders die hellen Räume, großen Lernflure und die eigene Turnhalle bieten aus ihrer Sicht dafür gute Voraussetzungen.
Investition in die Zukunft junger Menschen
Aktuell besuchen 97 Kinder und Jugendliche die St.-Vincent-Schule, fast die Hälfte davon aus der St. Vincent Kinder- und Jugendhilfe. Die Schule bietet Bildung von der 1. bis zur 9. Jahrgangsstufe und ermöglicht den Mittelschulabschluss oder den Wechsel an eine Regelschule. Die Schule ist strukturell der St. Vincent Kinder- und Jugendhilfe zugeordnet und arbeitet eng mit ihr zusammen. Die Gesamtkosten des Neubaus mit Grundstückserwerb und Ausstattung belaufen sich auf 22,54 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern finanziert 21,4 Millionen Euro als Kostenersatz für den Neubau. Weitere 1.038.000 Euro sind für die Ausstattung vorgesehen und werden im Rahmen des einmaligen Schulaufwands refinanziert.
KJF-Direktor Eibl moderiert Fachgespräch
Zu einem Austausch nach dem offiziellen Teil der Feierlichkeiten hatte KJF-Direktor Michael Eibl eingeladen. Herzlich begrüßte er aus dem Kultusministerium Ministerialrat Klaus Gößl, den Architekten Dip.-Ing. Robert Brunner, aus dem Kreisjugendamt die stellvertretende Leiterin Janine Driessen, Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler, die Eltern- und auch Schülervertretung. Ihm waren die verschiedenen Perspektiven auf den Lern- und Förderort wichtig.
Weiterführende Informationen: St. Vincent Kinder und Jugendhilfe
Die St. Vincent Kinder- und Jugendhilfe in Regensburg unterstützt junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen und bietet ihnen ein Zuhause, wenn sie nicht mehr bei ihren Familien leben können. Über 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leben in Wohngruppen und Außenwohngruppen. Insgesamt begleitet St. Vincent rund 400 junge Menschen im Alter von sechs bis 21 Jahren in ambulanten, teilstationären und stationären Hilfen zur Erziehung sowie der St. Vincent-Schule mit Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. Rund 400 Mitarbeitende aus pädagogischen, therapeutischen und hauswirtschaftlichen Berufen sind dort tätig. Einzugsgebiet sind vornehmlich Stadt und Landkreis Regensburg (teilweise ganz Bayern). Träger ist die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V.
Internet: www.vincent-regensburg.de | Kontakt: info@vincent-regensburg.de
Text: Christine Allgeyer, Sebastian Schmid