null Die Lernwerkstatt der KJF feiert 30-jähriges Jubiläum

Mit einem Wortgottesdienst, den Domkapitular Michael Dreßel, Vorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Regensburg, zelebrierte, begann die Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Lernwerkstatt im Regensburger Gewerbepark. Im Anschluss begrüßten KJF-Direktor Michael Eibl und Einrichtungsleiter Vladislav Perkov zahlreiche Gäste aus Politik, Sozialwesen, langjährige Kooperationspartner aus der regionalen Wirtschaft, sowie ehemalige Auszubildende und Teilnehmerinnen und Teilnehmer berufsvorbereitender Maßnahmen. Mit ihrer souveränen Moderation führte Christina Ammerle, stellvertretende Einrichtungsleiterin, durch die Feierlichkeiten. 

Die Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Lernwerkstatt im Regensburger Gewerbepark feierten zahlreiche Gäste aus Politik, Sozialwesen, langjährige Kooperationspartner aus der regionalen Wirtschaft, sowie ehemalige Auszubildende und Teilnehmerinnen und Teilnehmer berufsvorbereitender Maßnahmen .

In seinem Wortgottesdienst betonte der KJF-Vorsitzende: „Christen glauben daran, dass in jeden Menschen Talente und Gaben schlummern, die entdeckt und gefördert werden wollen. Genau das geschieht seit 30 Jahren in der KJF-Lernwerkstatt: Jungen Menschen helfen, ihre Talente zu entdecken und ihnen Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Großartig! Allen, die dazu Tag für Tag ihren Beitrag leisten gilt ein großer Dank. Gottes Segen für die Zukunft!“

KJF-Direktor Michael Eibl würdigte in seiner Ansprache die Bedeutung der Einrichtung „30 Jahre Lernwerkstatt stehen für 30 Jahre gelebte Chancengerechtigkeit. Hier erhalten junge Menschen nicht nur fachliche Qualifizierung, sondern vor allem Vertrauen, Orientierung und die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Jeder erfolgreiche Ausbildungsabschluss zeigt, wie wichtig die Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, für die Menschen und unsere Gesellschaft ist. Die Zahlen der Lernwerkstatt sprechen für sich: die Erfolgsquote von bestandenen Abschlüssen liegt hier seit Jahren über 90 % und bei circa 80 % liegt die Vermittlungsquote in Arbeit oder Ausbildung. Respekt vor dieser gemeinsamen Leitung!“ Einrichtungsleiter Vladislav Perkov gab Einblicke in die tägliche Arbeit der Lernwerkstatt und stellte die Entwicklung der Einrichtung in den vergangenen Jahren heraus. Er betonte insbesondere die Rolle der Mitarbeitenden und Teilnehmenden, die den Erfolg der Lernwerkstatt prägen. „Ihr seid der Grund, warum wir jeden Tag hierherkommen. Euer Mut, euer Fleiß und eure Erfolge sind der wahre Stolz der Lernwerkstatt,“ so Perkov.

Glückwunsche zu drei Jahrzehnten Erfolgsgeschichte

Zu den Gratulantinnen und Gratulanten zählten unter anderem Thomas Thurow, 3. Bürgermeister der Stadt Regensburg: „Die KJF-Lernwerkstatt ist gelebte Jugendberufshilfe. Sie bietet Menschen, die auf dem freien Arbeitsmarkt keine guten Chancen haben, den Einstieg in ein erfüllendes und erfolgreiches Berufsleben. Vielen Dank für dieses großartige Engagement,“ so Thomas Thurow. Landrätin Tanja Schweiger schickte ihre Gratulation via Videobotschaft: „30 Jahre Lernwerkstatt – eine Erfolgsgeschichte. Ich bedanke mich bei allen, die an einem Strang ziehen um jungen Menschen zu fördern und ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen.“ Irmgard Sauerer, stellvertretende Landrätin des Landkreises Regensburg schloss sich den Glückwünschen an und motivierte die jungen Menschen ihren Weg zu machen. Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, betonte: „Die Lernwerkstatt und die IHK Regensburg verbindet das gemeinsame Ziel, jungen Menschen berufliche Perspektiven zu eröffnen und zugleich die Zukunftsfähigkeit unserer Region zu stärken." Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der HWK Niederbayern-Oberpfalz machte deutlich: „Das ostbayerische Handwerk braucht engagierte Nachwuchskräfte – die Lernwerkstatt Regensburg sorgt seit 30 Jahren dafür, dass junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken und den Weg in eine berufliche Zukunft finden. Für dieses herausragende Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Handwerksbetrieben danke ich herzlich und gratuliere dem Team der Lernwerkstatt zu diesem besonderen Jubiläum.“

Die Lernwerkstatt begleitet junge Menschen im Rahmen von Jugendhilfe- und berufsvorbereitenden Maßnahmen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt und unterstützt sie dabei, individuelle berufliche Perspektiven zu entwickeln. (Foto: Olga Arnstein)

Schritt für Schritt nach vorne

Unter dem Motto „Schritt für Schritt nach vorne – an einem Arbeitsplatz, wo ich ganz ich selbst sein kann.“ blickte die Lernwerkstatt auf drei erfolgreiche Jahrzehnte in der beruflichen Förderung junger Menschen zurück. Gegründet wurde die Lernwerkstatt im September 1996 aus dem Berufsbildungswerk St. Franziskus der KJF in Abensberg auf Initiative des damaligen Leiters Dr. Peter Schopf. Der erste Einrichtungsleiter, der Pionierarbeit geleistet hat, war bis August 2021 Hubert Schmalhofer, ab September 2021 übernahm Vladislav Perkov. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier standen die Erfolgsgeschichten ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die erfolgreich ihren Weg in Ausbildung und Beruf gefunden haben. Im Gespräch mit Fred Gaida, Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg, berichteten sie von ihren Erfahrungen und ihrem Werdegang. Denis Derguilev, ein langjähriger Freund der Lernwerkstatt, präsentierte fünf informative Filmbeiträge, die anschauliche Einblicke in den Alltag der Einrichtung vermittelten.

Zusammenarbeit schafft Zukunft

Die Lernwerkstatt begleitet junge Menschen im Rahmen von Jugendhilfe- und berufsvorbereitenden Maßnahmen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt und unterstützt sie dabei, individuelle berufliche Perspektiven zu entwickeln. Grundlage dieser erfolgreichen Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den Jugendämtern sowie mit regionalen Unternehmen und Partnerbetrieben. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen den Einstieg in Ausbildung und Beruf erfolgreich meistern können. „Unsere Kooperationen mit den Jugendämtern und den Betrieben sind ein zentraler Schlüssel für gelingende Integration in Ausbildung und Arbeit. Sie eröffnen jungen Menschen echte Chancen und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit“, betonte Einrichtungsleiter Vladislav Perkov.

Text: Olga Arnstein