null Die KJF ist neuer Träger der Fachschule für Heilerziehungspflege in Erbendorf

MdL Tobias Reiß beeindruckt vom Ausbildungsangebot am Standort

MdL Tobias Reiß machte sich vor Ort ein Bild von der modernen Ausbildung und den erfolgreichen Initiativen zur Gewinnung neuer Fachkräfte an der Berufsfachschule für Heilerziehungspflege in Erbendorf. Seit August ist die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF) Träger der Schule. „Wir sind mit voller Motivation an den Start gegangen“, erklärte KJF-Direktor Michael Eibl, „um hier in der Region etwas zu bewegen.“ Tobias Reiß hatte die Übernahme der Fachschule durch die KJF von Beginn an begleitet und befürwortet. Zum Start in das neue Ausbildungsjahr informierte er sich über die aktuelle Situation.

Gruppenbild vor der Fachschule für Heilerziehungspflege in Erbendorf mit Stellvertretender Direktor der KJF Hans Horn, Einrichtungsleiterin WG St. Benedikt Elke Bauer, MdL Tobias Reiß, Schulleiterin Alexandra Mozelewski, KJF-Direktor Michael Eibl, Vorsitzender des bbz e. V. Johannes Reger
v.li.: Stellvertretender Direktor der KJF Hans Horn, Einrichtungsleiterin WG St. Benedikt Elke Bauer, MdL Tobias Reiß, Schulleiterin Alexandra Mozelewski, KJF-Direktor Michael Eibl, Vorsitzender des bbz e. V. Johannes Reger (Foto: Christine Allgeyer)


Sicherung des Standorts für die Ausbildung von Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern im Landkreis Tirschenreuth durch die KJF

Alexandra Mozelewski ist die neue Schulleiterin der Fachschule für Heilerziehungspflege in Erbendorf. Bereits seit Mai 2026 hat sie ihre Arbeit aufgenommen, intensiv unterstützt durch die Einrichtungsleiterin Elke Bauer der Wohngemeinschaften St. Benedikt in Mitterteich, ebenfalls in Trägerschaft der KJF, der die Fachschule organisatorisch angeschlossen ist. Die gebürtige Berlinerin schätzt die Atmosphäre an der Schule und die Zusammenarbeit mit Elke Bauer und deren Team der Wohngemeinschaften (WG) St. Benedikt. Zuletzt gelang es den beiden Führungskräften mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Team der WG St. Benedikt, zwei jungen Frauen aus Tunesien die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in Erbendorf zu ermöglichen. Neben jeder Menge Papierkram, der bewältigt werden musste, gehörten auch das Abholen vom Flugplatz, Hilfe beim Einzug, die Organisation von Möbeln und Ausstattung sowie das Onboarding in der Schule und am Praxisort dazu. MdL Tobias Reiß war sichtlich beeindruckt von diesem Engagement. Besonders interessierte er sich dafür, wie die Auszubildenden aus dem Ausland darin unterstützt werden können, zusätzlich zu ihren schon vor der Ausbildung erworbenen Sprachkenntnissen fachsprachliche Begriffe zu erlernen. Hier identifizierten die Gesprächspartner einen besonderen Bedarf, für den es in Zukunft Ressourcen geben müsste. Tobias Reiß nimmt das Thema mit auf seine Agenda. Die Gewinnung der dringend benötigten Fachkräfte für die Soziale Arbeit ist ihm ein großes Anliegen. Deshalb begrüßt er die Sicherung des Standorts für die Ausbildung von Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern im Landkreis Tirschenreuth, von der die Träger der Einrichtungen vor Ort profitieren.

 

Zukunftsweisende Lösung mit starken Partnern

Johannes Reger, Vorstandsvorsitzender des Berufsbildungszentrums (bbz) Erbendorf, ist der KJF für die Übernahme der Berufsfachschule für Heilerziehungspflege sehr dankbar. Eine zukunftsweisende Lösung, findet er, denn die KJF bringt die erforderlichen Erfahrungen und das Knowhow mit und die Nähe zu Praxiseinrichtungen mit den Standorten der Wohngemeinschaften St. Benedikt in Mitterteich, Wiesau und Waldsassen, den Jugendhilfeeinrichtungen Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach und St. Josef in Wunsiedel sowie im Netzwerk mit anderen Trägern in der Region. Seit über 47 Jahren bildet die KJF überdies in Abensberg Fachkräfte für die Heilerziehungspflege aus und ist renommierter Bildungsträger.

„Wir haben großes Glück gehabt, dass Frau Mozelewski zu uns gestoßen ist“, sagt Einrichtungsleiterin Elke Bauer. Gemeinsam hätten sie gleich mehrere Baustellen: Die Akquise von Schülerinnen und Schülern zuallererst. Deswegen präsentieren die Beiden Schule und Ausbildung auf Messen. Dann die Öffentlichkeitsarbeit: hier gab es einen neuen Webauftritt für die Schule, Werbung auf Instagram, im Regionalfernsehen und im Kino. Die Berufsfachschule in Erbendorf profitiert ungemein von den Wohngemeinschaften St. Benedikt, denn dort wird Heilerziehungspflege in der Praxis lebendig und in ihrer Vielfalt greifbar. St. Benedikt bietet therapeutisches Reiten an, hat Therapiehunde mit im Team, eine Theatergruppe und eine inklusive Line Dance-Gruppe. Mit diesen Möglichkeiten, so ist sich Elke Bauer sicher, sind die Wohngemeinschaften gefragter Praxispartner in der Ausbildung der Heilerziehungspflege. „Wir zeigen, es macht Spaß, so einen Beruf auszuüben!“, bekräftigt Elke Bauer, „und es geht bei uns um so viel mehr als nur um Benefits für Mitarbeiter, wir leben Menschlichkeit, haben ein tolles Team und bieten gute Strukturen in einem tollen Arbeitsfeld.“ Das bestätigen auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich gemeinsam mit den Fachkräften in der Öffentlichkeit für die Heilerziehungspflegeausbildung stark machen. Und die gemeinsamen Anstrengungen fruchten: Im aktuellen Ausbildungsjahr werden acht Azubis ausgebildet. „Das ist bombastisch“, stellt Schulleiterin Alexandra Mozelewski heraus.

MdL Tobias Reiß, KJF-Direktor Michael Eibl und der stellvertretende Direktor der KJF Hans Horn bedankten sich herzlich bei Elke Bauer und Alexandra Mozelewski für die Einblicke. Gemeinsam wolle man den Standort und die Schule weiter stärken und unterstützen.

Text: Christine Allgeyer