null Kulturgüter für zukünftige Generationen erhalten

Es war ein schöner Termin: Bürgermeister Michael Senger und Altbürgermeister Franz Stiglmaier aus Attenhofen kamen ins B.B.W. um das zur Aufbereitung gebrachte Flurdenkmal sowie eine Herz-Jesu-Statue abzuholen. Die traditionsreichen religiösen Objekte wurden von den Ausbildungsabteilungen Farbe, Holz und Metall sorgfältig aufbereitet.

Ausbildungsleiter David Arnold, Ausbilder Bernhard Nierer und Auszubildender Mison beim Verladen der Statue. (Foto: Silvia Haumer)

Die Restaurierung umfasste unter anderem die Stabilisierung der Holzstruktur, die Aufarbeitung beschädigter Metallteile sowie eine schonende Neufassung der Farboberflächen. Ziel war es, die Originalwirkung der Figuren weitgehend zu erhalten und gleichzeitig ihre Haltbarkeit für die kommenden Jahrzehnte zu sichern. Fachmännische Unterstützung gab es auch vom Profi in Sachen Vergolden. Kirchenmalermeister Dietmar Feldmann erklärte und zeigte den Auszubildenden im Vorfeld, worauf es beim Vergolden ankommt.

Die Herz-Jesu-Statue kehrt nun zurück ins Pötzmeser Dorf- und Feuerwehrhaus und das Flurdenkmal – in Bayern traditionell als Marterl bezeichnet – wird wieder an seinen ursprünglichen Standort in der Gemeinde Attenhofen stehen. „Das Flurdenkmal erinnert es an einen Piloten, der im Jahr 1961 bei einem Absturz ums Leben kam", so Altbürgermeister Stiglmaier bei der Übergabe.

Amtierender Bürgermeister Michael Senger und Altbürgermeister Franz Stiglmaier (hinten) und die B.B.W.-Mannschaft (Foto: Silvia Haumer)

Die Gemeinde sieht in der Wiederaufstellung nicht nur eine Rückkehr eines religiösen Symbols, sondern auch ein wichtiges Zeichen des Gedenkens und der lokalen Erinnerungskultur. Beide würdigten die kulturelle und historische Bedeutung der Figuren für die Gemeinde und sprachen von einem „sichtbaren Stück Identität“, das nun fachgerecht bewahrt werde. Und für unsere Ausbildungsmannschaft war es eine sehr schöne Lehreinheit mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.

Text: Silvia Haumer