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Mitarbeiter wertschätzen und loben

Fachtag „Gesundheitsförderung" für Führungskräfte der KJF

Mitarbeiter wertschätzen und loben – das zeichnet einen „gesunden" Führungsstil aus.

Während der erste Gesundheitstag für Mitarbeiter/innen in der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. Informationen, Tipps und praktische Anregungen zur Gesundheitsförderung auf breiter Basis gab, richtete sich der zweite Fachtag gezielt an Führungskräfte. Rund 70 Teilnehmer/innen informierten sich über das betriebliche Gesundheitsmanagement und die Gesundheitsförderung. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was können Führungskräfte für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter/innen tun?

Führungskräfte im Gespräch beim KJF-Gesundheitstag

Diese Frage zu beantworten, fiel den Teilnehmern/innen nicht schwer: ein wertschätzender Umgang untereinander ist der Schlüssel zum Erfolg. So einfach lässt sich „gesundes Führen" auf den Punkt bringen. Was das im Einzelnen bedeutet? Führungskräfte müssen sich Zeit nehmen für ihre Mitarbeiter/innen. Nur so ist es möglich, Potentiale oder Probleme zu entdecken und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die alle Beteiligten mittragen.

„Weil sie es uns wert sind!"

KJF-Direktor Michael Eibl begann den Fachtag für Führungskräfte mit einem Rückblick auf die Jubiläumsfeier der Katholischen Jugendfürsorge, die in diesem Jahr ihren 100sten Geburtstag feiert. Das großartige Fest – zugleich auch eine logistische Meisterleistung – habe gezeigt, dass die KJF auf eine gute Unternehmenskultur und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter/innen mit ihrer Dienstgeberin bauen kann. „Sie sind es uns wert, dass wir uns auf den Weg machen", erklärte Eibl und lud die Teilnehmer/innen ein, das betriebliche Gesundheitsmanagement mit zu gestalten. Er verwies auf das gleichnamige Projekt „Weil sie es uns wert sind!", das als Gemeinschaftsleistung der vier Jugendfürsorgeverbände in Augsburg, Regensburg, Speyer und München-Freising vom VKJF, dem Verband Katholische Jugendfürsorge e.V., getragen wird.

Gesundheit der Mitarbeiter ist Stabilitätsfaktor des Unternehmens

Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement ist für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen eine besonders wichtige Aufgabe der Personalleitung und Personalentwicklung. Damit in sozialen Einrichtungen auch in Zukunft ausreichend Fach- und Führungskräfte eingesetzt werden können, hat die Gesunderhaltung der Mitarbeiter/innen einen hohen Stellenwert. Das hat nicht zuletzt auch Auswirkungen auf das Image und die Attraktivität von Berufen im Sozialbereich. „Wenn wir viel von unseren Mitarbeitern verlangen, was auch richtig so ist, denn wir leisten wertvolle Arbeit, dann müssen wir auch auf die Gesunderhaltung achten", stellt Eibl heraus. Er baut dabei auf die Beteiligung der Führungskräfte und Mitarbeiter/innen selbst. An einer trägerübergreifenden Befragung hätten sich 80% der in der KJF Regensburg Beschäftigten beteiligt. „Das zeigt, wie wichtig und ernst wir das Thema nehmen", so Eibl weiter. 300 von den über 3.000 Mitarbeitern in der KJF seien länger als 25 Jahre beschäftigt. „Das ist ein Stabilitätsfaktor für unsere Einrichtungen", erklärt Eibl.

„Gesund führen"

Den KJF-Fachtag für Führungskräfte moderierten Berater/innen der upgrade human resources GmbH aus München. Sie gaben in Workshops und Fachforen zu den Themen: „Burnout", „Gesundes Führen" und „Work-Life-Balance" wertvolle Impulse und Tipps zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Die Auswahl hatte Dagmar Dengel, Referentin für Personalentwicklung und Projektmitarbeiterin des ESF-Projekts „Wie sie es uns wert sind!" auf Basis der Mitarbeiterbefragung zusammengestellt. Sie konzipiert und organisiert die Angebote der KJF zur Gesundheitsförderung und wirkt bei der Entwicklung und Implementierung des betrieblichen Gesundheitsmanagement mit. Führungskräfte und Mitarbeiter/innen zu sensibilisieren, ist dabei ein zentrales Anliegen der Arbeitgeberin KJF. Jedoch, es sind alle Beschäftigten gefordert! Denn Wertschätzung ist nicht nur das Herzstück eines gesunden Führungsstils, sondern auch das der eigenen Gesundheit. Wer sich, seinen Körper und seine Seele wertschätzt, achtet darauf, diese gesund zu erhalten.

Text: Christine Allgeyer