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Mit vereinten Kräften ist es möglich

Den Abschluss in der Krise  gut gemeistert!

153 Schülerinnen und Schüler und 294 Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf haben ihre Schul- oder Ausbildungszeit in einem Förderzentrum, einer Förderberufsschule oder einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF) erfolgreich absolviert. Trotz der Erschwernisse während der der Corona-Pandemie schafften die jungen Menschen gemeinsam mit ihren Eltern und Lehrkräften einen weiteren Schritt in Richtung eines selbständigen und selbstbestimmten Lebens.

Dem Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, Michael Eibl, ist ein besonderes Lob und eine Anerkennung aller Beteiligten ein Anliegen: „Durch eine große Kraftanstrengung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der jungen Menschen haben wir auch dieses Jahr ein eindrucksvolles Ergebnis erreicht. Ich habe großen Respekt vor diesen Leistungen, die in der öffentlichen Wahrnehmung leider oft untergehen."

Die KJF unterhält acht Förderzentren für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und eine Schule zur Erziehungshilfe. Die Förderzentren haben sogenannte Förderschwerpunkte: geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sprache und sozial-emotionale Entwicklung. So kann für jedes Kind die passende Schule gewählt werden. Die Fachkräfte und Eltern standen zusammen mit den jungen Menschen in der Corona-Krise vor besonderen Herausforderungen. Gemeinsam steuerten sie mit außerordentlichem Engagement, digitalem Unterricht und Disziplin das Ziel Abschluss an. Diesen schafften beispielsweise im Pater-Rupert-Mayer-Zentrum in Regensburg 37 Schülerinnen und Schüler.

Insgesamt 153 Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr den Abschluss in den Förderzentren der Katholischen Jugendfürsorge in Niederbayern und der Oberpfalz geschafft. Für das nächste Schuljahr sollen alle Schülerinnen und Schüler auch bei anhaltender Pandemie so gut wie möglich beschult und gefördert werden. Die Schülerschaft soll so ausgestattet werden, dass alle die gleiche Chance haben, dem digitalen Unterrichtsgeschehen zu folgen – sollte es erneut zu einem Shut-Down kommen. Das ersetzt, besonders im sonderpädagogischen Bereich, natürlich nicht persönliche Begegnungen und sozialen Kontakte, aber immerhin ist dank Digitalisierung Unterricht möglich und der Anschluss somit nicht ganz verloren.

Gemeinsam in Richtung Arbeitsmarkt

Ein Ausbildungsabschluss ist die beste Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In der beruflichen Förderung, Ausbildung und Beschäftigung profitiert die KJF von der guten Zusammenarbeit mit der ARGE Stadt und Landkreis Regensburg, den Agenturen für Arbeit, den zuständigen Jugendämtern und dem Kultusministerium. Gemeinsam mit diesen Partnern gelingt die Teilhabe benachteiligter junger Menschen am Arbeitsleben. In ihren Ausbildungseinrichtungen bietet die KJF den Abschluss in einer Helfer-, Werker, oder Vollausbildung – je nach individueller Voraussetzung in fast 40 Berufen und 14 Tätigkeitsfeldern. Im Vergleich zu den Regelausbildungen können in Fachpraktiker- oder Werkerausbildungen je nach Bedarf fachpraktische Inhalte stärker gewichtet sein, während die Fachtheorie reduziert wird. In der Berufsschule St. Franziskus in Abensberg haben beispielsweise in der dualen Ausbildung 112 Absolventen mit Erfolg abgeschlossen. In der Berufsvorbereitung BvB (berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen) und BVJ (Berufsvorbereitungsjahr) haben insgesamt 115 von 122 Schülerinnen und Schüler das Schuljahresende erfolgreich erreicht.

Insgesamt stehen nun 294 junge Menschen aus KJF-Einrichtungen mit einer qualifizierten Ausbildung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Bleibt zu hoffen, dass die Unternehmen der freien Wirtschaft Ausbildungsplätze trotz der Pandemie sichern und mit Verantwortung übernehmen für benachteiligte junge Menschen. Für die 330 motivierten Köpfe, die eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahm (BvB) oder das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) sowie weitere Maßnahmen zur beruflichen Orientierung erfolgreich abgeschlossen haben, steht nun die Ausbildung an. „Den jungen Menschen, unseren Lehrkräften und Ausbildern wünschen wir für das kommende Schul- und Ausbildungsjahr alles erdenklich Gute. Bleiben wir zuversichtlich, dass wir es gemeinsam auch weiterhin schaffen", so KJF-Direktor Michael Eibl.

Text: Olga Arnstein
Bild: www.neverflash.photo