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Die Anspannung muss raus!

Wie Kinder und Jugendliche ein Hilfeplangespräch erleben

Während sich aktuell viele Forschungen mit Stressoren in der Arbeitswelt auseinandersetzen und den Versuch unternehmen, Beiträge zur Minderung von Stress zu leisten, untersuchte eine Studentin der Regensburger Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachbereich Sozialwesen die Stressoren von Kindern und Jugendlichen im Hilfeplangespräch.

Wünsche der Kinder und Jugendlichen

Im Zuges ihres diözensanweiten Projektes  „Rechte stärken und schützen-  eine Initiative zur Stärkung und zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Angehörigen in Einrichtungen und Diensten der KJF Regensburg e.V." kooperiert die KJF mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Regensburg. Im Fachbereich Soziale Arbeit schreibt die Studierende Dominique Hitz ihre Bachelorarbeit zum Thema "Beteiligung von Jugendlichen im Hilfeplangespräch". Die  Projektbeauftragte der KJF Anita Kellermeier unterstützt Dominque Hitz und vermittelte die Studierende an die Jugendhilfeeinrichtung Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach. Dort gewann diese zahlreiche Kinder und Jugendliche, die sich in zwei Workshops zu ihrem Erleben von Hilfeplangesprächen äußerten.

Die an den beiden Tagen gesammelten Wünsche und Anregungen der Kinder und Jugendlichen wurden vor Ort den Fachkräften des örtlichen Jugendamtes und der Heimleitung vorgestellt. Die Reaktionen aller Beteiligter, die der Kinder und Jugendlichen, der Heimleitung und der Fachkräfte und Leitung im Jugendamt waren allesamt positiv.

"Die Anspannung und der Stress der beteiligten Kinder und Jugendlichen müssen raus aus so einer Runde!" so das gemeinsame Fazit aller zum Instrument Hilfeplangespräch. Wie dies umgesetzt werden kann und was zu verbessern wäre, das formulierten die befragten Kinder und Jugendlichen ebenfalls. Die sog. Experten (gemeint sind die erwachsenen Fachkräfte) hörten aufmerksam zu, konkrete Verabredungen zur Verbesserung wurden bereits getroffen. Das ist konkrete und gelebte Partizipation!

Text und Bilder: Anita Kellermeier