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19. Regensburger Epilepsie-Seminar:

Update Genetik bei Kindern mit Entwicklungsretardierung und Epilepsie

Seit 19 Jahren veranstaltet das Regensburger Kinderzentrum St. Martin, ein Sozialpädiatrisches Zentrum der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V., erfolgreich das „Regensburger Epilepsie-Seminar". Die Veranstaltung findet wiederholt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Hedwig statt. Auch in diesem Jahr sind namhafte Fachleute vertreten, die zum Thema Genetik in der Neuropädiatrie und insbesondere der Epileptologie referieren und den Diskurs mit dem Fachpublikum suchen.

Mittlerweile gibt es viele Fortschritte in genetischen Verfahrenstechniken, so dass es im klinischen Alltag manchmal schwer fällt, eine sinnvolle und angemessene Diagnostik in der praktischen Epileptologie anzuwenden. So stellt sich etwa die Frage zum weiterführenden Nutzen genetischer Panels (diagnostische Verfahren zur Feststellung genetischer Veränderungen). Und inwieweit bzw. wann im Einzelfall die molekulargenetische Diagnostik vorgenommen werden sollte.

Im diesjährigen Symposium werden neben Fragestellungen zu genetischen Verfahrenstechniken außerdem schwerpunktmäßig praxis- und alltagsrelevante Inhalte behandelt. Gibt es bei entwicklungsverzögerten und an Epilepsie erkrankten Kindern spezifische oder richtungsweisende klinische Symptome in der frühen Kindheit und/oder in der Adoleszenz? Kann man von syndrom-spezifischen Verhaltensmustern sprechen?

Da die komplexen Syndrome teils erhebliche körperliche Einschränkungen beinhalten und auch das Verhalten gravierend beeinflussen können, sind Integration und Inklusion der Kinder im Alltag erheblich eingeschränkt oder unmöglich. Daher sollen im Epilepsie-Seminar auch praktische Möglichkeiten im Umgang mit und Förderstrategien für Kindern mit speziellen Bedürfnissen aufgezeigt werden.

Der diagnostische Stellenwert von Elektroenzephalographie und Radiologie / Magnetresonanztomographie wird wiederum themenbezogen diskutiert. Als abrundenden und wichtigen Punkt werden sinnvolle und erfolgversprechende Therapiestrategien / Medikamente behandelt.

Das 19. Regensburger Epilepsie-Seminar „Update Genetik bei Kindern mit Entwicklungsretardierung und Epilepsie" findet statt am: am Samstag, dem 19. Oktober 2013, von 08:45 bis 15:00 Uhr im Pfarrsaal St. Josef der Pfarrei Reinhausen, Wieshuberstraße 4, 93053 Regensburg. Anmeldung und weitergehende Informationen unter Tel.: 0941/465020.

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Programm zum 19. Regensburger Epilepsie-Seminar „Update Genetik bei Kindern mit Entwicklungsretardierung und Epilepsie" am Samstag, dem 19. Oktober 2013 von 08:35-15:00 Uhr im Pfarrsaal Kinderzentrum St. Martin, Wieshuberstraße 4 in 93059 Regensburg

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christina Kutzer (Kinderzentrum St. Martin), Dr. Stefan Schilling (Krankenhaus Barmherzige Brüder, Klinik St. Hedwig).

8.45 Uhr

Begrüßung mit Kaffee

9.15 Uhr

Genetik und Therapie primär idiopathischer Epilepsien

Prof. Dr. Holger Lerche, Universitätsklinikum Tübingen

10.00 Uh

Genetik bei angeborenen Hirnfehlbildungen mit Epilepsie

Priv.-Doz. Dr. Ute Hehr, Zentrum für Humangenetik Regensburg

10.45 Uhr

Verhalten und Entwicklung bei ausgewählten Syndromen mit Epilepsie

Prof. Dr. Klaus Sarimski, Pädagogische Hochschule Heidelberg

11:30 Uhr

Kaffeepause

12.00 Uh

 

Richtungsweisende EEG-Befunde bei genetisch bedingten Epilepsiesyndromen und mögliche Therapiestrategien

Dr. Gabriele Wohlrab, Kinderspital Zürich, Universitäts-Kinderkliniken

12.45 Uh

 

Zerebrale Malformationen; richtungsweisende MRT-Befunde

Priv.-Doz. Dr. Burkhard Kasper, Universitätsklinikum Erlangen

13.30 Uhr

Videoseminar: Genetik bei Bewegungsstörungen

Prof. Dr. Wolfgang Müller-Felber, Haunersches Kinderspital der Universität München

14:15 Uhr

Abschließende Diskussion und Evaluierung

14:30 Uhr

Mittagsimbiss und Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung folgender Firmen statt:

Actelion Pharmaceuticals Deutschland GmbH, Desitin Arzneimittel GmbH, Dibropharm GmbH, Eisai GmbH, ViroPharm GmbH, UCB Pharma GmbH.