Grundsteinlegungsfeier am Bildungszentrum St. Wolfgang in Straubing

Der Rohbau steht und die Katholische Jugendfürsorge Regensburg (KJF) feiert heute mit Grundsteinlegung und Richtfest zugleich für den Erweiterungsbau am Straubinger Bildungszentrum St. Wolfgang.

Nachdem das Straubinger Bildungszentrum St. Wolfgang zu wenig Platz für die wachsende Schülerschaft bietet, entsteht auf dem Gelände ein neues Schul- und Tagesstättengebäude. Die Verantwortlichen bei der Bauherrin, der KJF Regensburg, und Jürgen Horn, Gesamtleiter von St. Wolfgang, freuen sich mit allen Gästen, die zu der kleinen Feier kommen.

Herzliche Grußworte zur feierlichen Grundsteinlegung von St. Wolfgang. V.li.: RSchD Otto Wagmann, Gesamtleiter St. Wolfgang Jürgen Horn, KJF-Abteilungsleiter Bertin Abbenhus, OB Straubing Markus Pannermayr, stellv. Landrat Andreas Aichinger und KJF-Direktor Michael Eibl.

Die Bauarbeiten schreiten trotz Corona-Krise zügig voran. „Das verdanken wir den guten Leistungen des Planungsteams und der am Bau beteiligten Unternehmen", so KJF-Direktor Michael Eibl. „Neben der fachlichen Weiterentwicklung unserer Förderzentren wollen wir den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Rahmenbedingungen bieten, die dem Anspruch an ein modernes und inklusives Förderzentrum gerecht werden. Das gelingt uns mit der Generalsanierung und dem Neubau hervorragend. Wir schätzen uns glücklich, dass wir von der Stadt Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen so gut unterstützt werden."

Kinder sind unsere Zukunft und unser höchstes Gut

Oberbürgermeister Markus Pannermayr gratuliert dem Bildungszentrum St. Wolfgang ganz herzlich zur Grundsteinlegung und zum Richtfest für den Erweiterungsbau an der Regensburger Straße. „St. Wolfgang ist seit vielen Jahren ein bedeutender Baustein des vielfältigen schulischen Lebens in unserer Stadt. Es freut mich sehr, dass der Erweiterungsbau neben zusätzlichen Raumkapazitäten auch die Gelegenheit bieten wird, das von der Schule stets vorbildlich gelebte, inklusive Bildungsangebot weiter zu modernisieren und zu verbessern. Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Verantwortlichen der KJF Regensburg und der Zentrumsleitung vor Ort für die herausragende Gemeinschaftsarbeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Dem Bauprojekt am Bildungszentrum St. Wolfgang wünsche ich weiterhin einen planmäßigen und unfallfreien Verlauf." Herzliche Worte spricht auch für den an der Teilnahme verhinderten Landrat Josef Laumer der stellvertretende Landrat Andreas Aichinger: „Unsere Kinder sind unsere Zukunft und unser höchstes Gut. Sie verdienen die beste Förderung und die größte Unterstützung!"

Moderne und inklusive Schule entsteht

Die Schülerzahl in St. Wolfgang stieg in den letzten Jahren stark an und ist auf hohem Niveau stagniert. Das Bildungszentrum umfasst die Förderschule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die Heilpädagogische Tagesstätte, das inklusive Kinderhaus, ein Wohnheim und medizinisch-therapeutische sowie pädagogisch-psychologische Fachdienste. Die zunehmende Schülerzahl ging einher mit der Bildung neuer Gruppen in der Heilpädagogischen Tagesstätte und einem deutlichen Ausbau der Fachdienste. „Die räumliche Situation wurde sehr problematisch", so der Gesamtleiter von St. Wolfgang, Jürgen Horn. „Wir haben bereits vier Klassen der Berufsschulstufe in Container ausgelagert." Die Sanierungsmaßnahme und der Neubau kommen zur rechten Zeit, freut er sich: „Wir sind sehr froh, dass die KJF den Bau und die Sanierung innerhalb weniger Jahre realisieren wird. Die Qualität der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit hohem Förderbedarf wird sich damit nochmals erheblich steigern." Die Gesamtkosten für den Neubau und die Generalsanierung belaufen sich aktuell auf 23,8 Mio. Euro. Das Bayerische Kultusministerium, die Regierung und der Bezirk Niederbayern fördern das Bauvorhaben.

Neubau für Berufsschüler und Tagesstätte

Der Neubau wird schwerpunktmäßig für die Berufsschulstufe sowie für die Heilpädagogische Tagesstätte und Behandlungsräume für die Therapie genutzt. Auf einer Gesamtfläche von insgesamt 2.190,52 m² entsteht bis August 2022 ein Gebäude für fünf Berufsschulklassen mit Fachräumen für Informatik, Textilarbeit und Werken. Bis zu 60 Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe können dort lernen. Darüber hinaus entstehen im Neubau sieben Gruppenräume der Heilpädagogischen Tagesstätte, Büros für das Leitungspersonal und sechs Therapieräume. Die Räume der Heilpädagogischen Tagesstätte sind um eine zweigeschossige, zentrale Halle gruppiert, während die Räume der Berufsschulklassen an einem Längsflur liegen. So entsteht eine räumliche Trennung der schon fast ins Berufsleben eintretenden Schüler von den Kleineren in der kindgerechten Tagesstätte. Ebenfalls geplant ist eine Brücke zwischen Neu- und saniertem Altbau. Architektonisch ordnet sich der Neubau dem dominanten Altbau unter. Das wird durch die Höhenentwicklung erreicht: die Attika des Neubaus liegt unter der Traufkante des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes aus dem 19. Jahrhundert.

Generalsanierung und Umbau zu modernem Bildungszentrum

Nach dem Neubau folgt die Generalsanierung des Altbaus. Die Bestandsfassade des historischen Gebäudes soll im vorhandenem erdigen Gelbton erneuert und die Fenster nach der ursprünglichen Form nachgebildet werden, so dass der Charakter des um 1900 errichteten Gebäudes wieder voll zur Geltung kommt, erklärt Rainer Pompe, Architekt und Projektplaner bei der KJF. Während der Generalsanierung des alten Schulgebäudes werden die Schüler und Schülerinnen der 1. bis 9. Jahrgangsstufe vorübergehend in den fertiggestellten Neubau ziehen. Für die SVE-Gruppen (Schulvorbereitung) wird eine weitere Containeranlage erbaut.

Mit der Realisierung des Bauvorhabens sind unter anderem beauftragt:

COPLAN AG (Architektur und Bauleitung / Eggenfelden), Firma Josef Rädlinger (Baufirma / Cham), BBI Ingenieure GmbH (Statik und Tragwerksplanung / Landshut), Ingenieurbüro Brundobler GmbH (Elektrotechnik / Versorgungstechnik / Kelheim), Ingenieurbüro Schauer (Heizzentrale / Straubing), Lex Kerfers Landschaftsarchitekten GbR (Freianlagen / Bockhorn).


Text und Bild: Michaela Heelemann