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Wintersportler im Medaillenregen

18 Schüler aus der Bildungsstätte St. Wolfgang nahmen erfolgreich an den Special Olympics teil

Sie sind alle megastolz auf das, was sie erreicht haben: Freudig präsentieren die Schüler der Bildungsstätte St. Wolfgang ihre Medaillen. Mit ihnen freuen sich Schulleiter Johann Listl und die beteiligten Lehrerinnen.

Gruppenbild der Wintersportler/innen mit Trainerinnen aus der Bildungsstätte St.Wolfgang

Gruppenbild der Wintersportler/innen mit Trainerinnen aus der Bildungsstätte St.Wolfgang

Bereits zum dritten Mal fanden die Bayerischen Special Olympics, die Winterspiele für Sportler mit geistiger Behinderung, statt. 18 Schüler und sieben Begleitpersonen reisten aus Straubing nach Nesselwang, um die St. Wolfgangsschule dort sehr würdig zu vertreten. Sie alle erlebten drei Tage voller Spaß und Abwechslung und kehrten mit tollen Erfolgen heim nach Straubing. In vier Sportarten gaben 250 Athleten ihr Bestes und gewannen viele Medaillen und errangen großartige persönliche Bestleistungen. Rund 450 Teilnehmer umfasste diese große regionale Wintersportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung. Angeboten wurden die Sportarten Ski-Alpin, Ski-Langlauf, Snowboard und Schneeschuhlaufen. Ein Rahmenprogramm mit einer Eröffnungs- und Abschlussfeier und einer Athletendisco begleiteten diese Special Olympics-Spiele, deren Schirmherrin heuer Sozialministerin Christine Hadertauer war.

Die Straubinger Schüler hatten sich den Disziplinen Ski-Alpin und Ski-Langlauf verschrieben. Florian Heinen, 19 Jahre alt, räumte gleich zwei Silbermedaillen ab: "Eine im Riesenslalom und eine im Slalom", wie der Jugendliche stolz berichtete. Fast wäre auch noch ein Stockerlplatz im Ski Cross drin gewesen, doch in dieser rasanten Sportart, in der vier Athleten gegeneinander antreten, stürzte er als Erster. "Nächstes Jahr hole ich mir auch da eine Medaille", verspricht er. "Über meine zwei Silbermedaillen habe ich mich jedenfalls riesig gefreut!" Auch Sebastian Grüll räumte ab: Für den 14-Jährigen gab es Gold in der Disziplin Slalom. Auf die Frage, ob ihm die Teilnahme denn Spaß gemacht habe, antwortet er mit nur einem Wort: "Brutal!", und strahlt dabei übers ganze Gesicht. Besonders konnte er sich für Ski Cross begeistern.

Timmy Neuburger hat zwar keine Medaille mit heim gebracht, mit seiner Leistung aber dennoch für Aufsehen gesorgt. Der 15-Jährige qualifizierte sich im Langlauf für die erste Leistungsklasse und fuhr dort mit lauter Erwachsenen mit. "Die waren dann doch zu gut für mich", bedauert er, schlug sich aber in dieser hohen Disziplin absolut wacker: Mit seinem vierten Platz hätte er es fast noch aufs Treppchen geschafft. Die Schule jedenfalls ist mächtig stolz auf den jungen Sportler. Neben Sebastian Grüll brachte bei den Alpinen Skifahrern auch noch Nora Rupprecht Gold im Riesenslalom mit nach Hause, außerdem erzielte die 17-Jährige eine Silbermedaille im Slalom und in Ski Cross bei den Fortgeschrittenen. Und es gab noch weitere alpine Medaillen von Miriam Zitzelsberger (Bronze Riesenslalom), Fabian Köstler (Gold Riesenslalom, Gold Slalom), dem bereits erwähnten Florian Heinen, Thomas Paulus (Bronze Riesenslalom, Gold Slalom), Dominik Peter (Gold Riesenslalom) und Florian Girschick (Silber Slalom).

Bei den Langläufern holte Andreas Schütze zweimal Bronze, Sven Hupf Bronze, Markus Kiefl Silber, Christoph Edenhofer Gold, Mariella Schubert Silber, Janin Schröder Silber, Maria Szymora Bronze, Steffi Obermüller Bronze und Silber. Und die Staffel, bestehend aus Mariella Schubert, Angie Kiefl, Janin Schröder, Maria Szymora und Steffi Obermüller gewann Gold - wohlgemerkt gegen lauter gemischte Teams als einzige reine Damenmannschaft.

Text: Melanie Bäumel