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Was für eine Premiere!

 

Theater FRONTAL goes Film

Ein wahrlich glänzendes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben und dass Mut belohnt wird.: Das inklusive Filmprojekt – ursprünglich als Theaterstück gedacht – feiert eine grandiose Online-Filmpremiere mit über 160 zugeschalteten Haushalten. „Tobias Ostermeier und sein Team haben ein sehr wertvolles Projekt auf die Beine gestellt, das uns für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert. Mit unglaublichen Einsatz haben sie aufgrund der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie aus dem Theaterstück einen Film gemacht. Ich bin begeistert!", so KJF-Direktor Michael Eibl. Das inklusive Projekt um den Regensburger Schauspieler Tobias Ostermeier wird von Eigenmitteln der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg e. V. (KJF) mitfinanziert, Aktion Mensch fördert und unterstützt es.

Wenigstens ein paar wenige Mitwirkende konnten im Ostentor-Kino die Filmpremiere feiern, die live übertagen wurde.

Begeisterung durch alle Reihen hinweg

Die Begeisterung über die Geschichte des Projekts war auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler anzumerken. „Sie haben sich nicht unterkriegen lassen und weitergemacht. Das hat mir persönlich wirklich sehr imponiert. Ich möchte allen Beteiligten herzlich danken. So lebt man Inklusion, ich bin stolz!", so der Politiker bei seinem Grußwort vor der Premiere. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zeigte sich ebenso begeistert: Inklusion macht in allen Bereichen Sinn, gerade und besonders in Kunst und Kultur! Vertraut der Schaffenskraft Aller!" Sozial-Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein sagt über das Filmprojekt aus Regensburg: „Ein wunderschönes Beispiel von Liebe, Mut und Zusammenhalt!" Auch der Kulturreferent der Stadt Regensburg, Wolfgang Dersch, fand lobende Worte und der Inklusionsbeauftrage der Stadt Regensburg, Frank Reinel, meinte gemeinsam etwas Wunderbares zu erschaffen sei der beste Weg um vermeintliche Grenzen zu überwinden.

Tolle Leistung des gesamten Teams

Der Film „Luisa und Lukas" handelt von einer jungen Frau, die seit einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt. Sie muss sich in ihrem neuen Leben erstmal zurechtfinden, alles ist anders. Der Freundeskreis, ihre Band…Das Leben gerät aus den Fugen, alles ist in Frage gestellt und die junge Frau verliert ihren Lebensmut.

Nach dem ersten Lockdown – zwei Wochen vor der geplanten Theaterpremiere – organisierte sich die Gruppe schnell zu einer Filmcrew um und drehte den fast 60-minütigen Film mit einem ausgetüftelten Hygiene-Konzept an verschiedenen Regensburger Drehorten. Aufgeben kam nach einer sehr kurzen Schockstarre für das Team nicht in Frage. Filmisch-fachliche Unterstützung kam von Kameramann Michael Geppert und Tonmann Michael Schwarzfischer. Die Audiodeskription wurde von Lara Kleinschmidt und Julius Lauer eingesprochen. Tobias Ostermeier und Julius Lauer haben das Skript verfasst und Marina Siebert war federführend bei den Untertiteln. So können – ganz im Sinne der Inklusion – natürlich auch seh- und/ oder hörbehinderte Menschen dem Filmgeschehen folgen. Es gibt sogar ein eigenes Lied zum Film und eine DVD.

Vom Theaterstück zum Film: eine tolle Leistung des gesamten Teams!

„Es ist ein wunderbares Gefühl, dass wir den Film endlich präsentieren können. Lange haben wir überlegt, ob wir bis nach der Corona-Zeit warten sollen. Jetzt haben wir eine Lösung gefunden, wie wir sogar zweimal jubeln können. Wir feiern unsere Premiere online emotional ganz nah zusammen. Und nach der Coronazeit feiern wir eine Live-Premiere in einem echten Kino. Wir fiebern auf beides auf gleiche Weise hin und sind gespannt, wie unser Film beim Publikum ankommt," so Tobias Ostermeier und Marina Siebert vom Leitungsteam des Projekts.

Emotional war diese Premiere allemal. Vorab gab es für alle Mitwirkenden Überraschungs-Päckchen, in denen diverse Erinnerungen an den Filmdreh zu finden waren und zum gemeinsamen, virtuellen Anstoßen eine leckere Bio-Limonade von Happy-Biolimo.

Sobald es die aktuelle Situation zulässt, plant das Team diverse Auftritte im Raum Regensburg. Besucht werden sollen Pfarrheime, Altersheime, Gemeindezentren. Wer Interesse hat, kann sich jetzt schon unter: frontal.regensburg@gmail.com melden. Ebenso bei Interesse an der DVD zum Film.

Text und Bild Kino: Olga Arnstein

Bildzusammenstellung Luisa und Lukas: Florian Toperngpong.