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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Der CBP erinnert anlässlich des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, an die grausame Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen / psychischen Erkrankungen während der nationalsozialistischen Schreckenszeit.

Etwa 300.000 behinderte und psychisch kranke Menschen wurden während der Nazi-Zeit in Deutschland systematisch getötet oder verstümmelt. Sie wurden als „lebensunwert" gekennzeichnet, um ihnen über ein grauenvolles „Euthanasie-Programm" das Lebensrecht abzusprechen. Viele Ärzte und Betreuungskräfte unterstützten damals die Umsetzung der „Euthanasie". Das Programm wurde hinter dem Decknamen T4 verschleiert – ein Hinweis auf die Zentrale in der Berliner Tiergartenstraße 4, wo das grausame Programm geplant und verwaltet wurde. In der Tiergartenstraße 4 befindet sich heute eine Gedenk- und Informationsstätte, auch virtuell wird den Opfern unter www.Gedenkort-T4.eu gedacht.
 
Am 28. Januar 2019 findet um 12 Uhr die Kranzniederlegung am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der „Euthanasie" - Morde in der Tiergartenstraße 4, 10785 Berlin statt, an der auch der CBP vertreten sein wird. Am Abend des 28. Januar stellen Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre Arbeit in der Gedenkstätte für die Opfer der NS „Euthanasie"-Morde in Brandenburg an der Havel als interaktive Führung im Kleisthaus (Mauerstraße 53, 11017 Berlin) vor.
 
Am 31. Januar 2019 gedenkt der Bundestag in einer Sonderveranstaltung ab 9 Uhr der Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkrede wird in diesem Jahr durch den israelischen Historiker Prof. Dr. Dres. h. c. mult. Saul Friedländer gehalten. Die Veranstaltung wird live auf www.bundestag.de übertragen.