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Stein auf Stein – solide und sicher gebaut

Neues Schulhaus der Bischof-Wittmann-Schule wird gesegnet

„Wir genießen unsere neue und gut ausgestattete Schule sehr", freut sich Schulleiterin Dr. Katja Sachsenhauser. Nach einer Bauzeit von drei Jahren, in der ihr Kollegium, die Schülerinnen und Schüler improvisiert und mit Spannung und Erwartung das Ende der Baustelle herbeigesehnt haben, war es nun endlich soweit. Der Vorsitzende der Katholischen Jugendfürsorge, Domkapitular Dr. Roland Batz, segnete den Erweiterungsbau für die Schulvorbereitende Einrichtung und die Berufsschulstufe.

Der Vorsitzende der KJF, Domkapitular Dr. Roland Batz,bei während der Segensfeierlichkeiten in der Bischof-Wittmann-Schule.

Die Baufreigabe und Sicherheitsbegehungen sind schon längst erfolgt und der Neubau ist bereits mit Leben erfüllt, so richtig fertig ist das neue Gebäude aber erst mit dem geistlichen Segen, den Domkapitular Dr. Roland Batz in einer Feierstunde spendete. Mit dabei die Kinder und Jugendlichen, die mit Religionslehrer Michael Federl die Feier mitgestaltet haben. „Jeder wünscht sich ein gutes und schönes Zuhause", wandte sich Domkapitular Dr. Roland Batz an die Kinder, „eure Schule darf für euch auch ein solcher Ort sein, ein Ort, an dem ihr gut aufgehoben seid, in den Arm genommen werdet. Es ist der KJF wichtig, dass ihre Einrichtungen den Segen erhalten. Wenn wir segnen, sagt uns Gott, es ist gut, dass es euch gibt und ich möchte, dass es euch gut geht. Wenn wir das ernst nehmen, dann heißt das auch, dass wir füreinander zum Segen werden."

Das war ein Mammut-Projekt!
Lärm und Schmutz der Baustelle, die Übersiedlung in Container, der kleinere Parkplatz – das alles war nicht so ganz einfach zu handeln. Aber jetzt steht der Neubau für die SVE und die Berufsschulstufe. Was aussteht, ist der Rückbau und die Generalsanierung des Bestands. Die Gesamtkosten des Bauprojekts betragen rund 15,68 Millionen Euro, die überwiegend von der Regierung der Oberpfalz im Rahmen der Schulfinanzierung getragen werden. Die KJF bringt 311.000 Euro Eigenmittel ein. Für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz ist KJF-Direktor Michael Eibl sehr dankbar. Auch wusste er das Projekt beim Projektsteuerer, Katholisches Wohnungsbau- und Siedlungswerk in besten Händen. „Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern das Projekt stemmen können", so Michael Eibl. „In unseren neun Förderzentren und drei Berufsschulen erhalten im Schuljahr 2018/2019 rund 1.600 Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen eine passgenaue Förderung, Bildung und Begleitung, weitere rund 1.400 junge Menschen absolvieren eine Ausbildung bei uns. Die Bischof-Wittmann-Schule besuchen rund 220 Kinder und Jugendliche in der Schule und in der SVE."

Die neue Schule
Im neuen Gebäude ist die Schulvorbereitende Einrichtung als abgeschlossener Bereich für fünf SVE-Gruppen untergebracht. Jeder Gruppenraum hat einen ebenerdigen Ausgang zur Freispielfläche mit Klettergerüst, Matschspielplatz und Schaukel. Weitere vier Klassen der Berufsschulstufe sowie zwei Klassen der Mittelschulstufe mit einer modernen medientechnischen Ausstattung haben dort ihre Klassenzimmer. „Eines davon ist groß genug, um Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichten zu können", freut sich Schul- und Einrichtungsleiterin Dr. Katja Sachsenhauser. Das zusätzliche Raumangebot mit Mehrzweckraum, Rhythmikraum, Snoezelen-Raum, Besprechungszimmern, einem großen Lehr- und MitarbeiterInnenzimmer rundet das Ganze ab. „Wir freuen uns ganz besonders über die hohen, hellen Räume und die moderne technische Ausstattung. Der Kinderspielplatz ist besonders gut gelungen und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Förderung von Bewegung und sozialem Miteinander", sagt Dr. Katja Sachsenhauser. Ihr besonderer Dank gilt allen an den Bauarbeiten Beteiligten: „Sie geben ihr Bestes, damit unsere Schule ein lebenswerter Lern- und Lebensort wird. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schülerinnen und Schüler haben mit viel Humor und Ausdauer alle Unannehmlichkeiten dieser Baustelle in den Alltag mit integriert und trotzdem die täglichen Herausforderungen gemeistert." Die neue Schule biete viele neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung in Sachen Inklusion.

Text und Bilder: Christine Allgeyer