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St. Klara Regensburg startet mit Corona-Impfung

Über das Leben in der Wohngemeinschaft St. Klara für junge Erwachsene mit Körperbehinderung und die Hoffnung, die mit dem Impfen verbunden ist

Frisch geimpft: Natalie und Johannes mit Veronika Huber, Bereichsleiterin von St. Klara Regensburg

St. Klara in Regensburg zählt zu den Wohngemeinschaften St. Hildegard der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg. Hier leben junge Erwachsene mit einer Körperbehinderung. Neben 13 stationären Plätzen gibt es die Möglichkeit ambulanten Wohnens, das heißt, Klienten und Klientinnen haben ihre eigene Wohnung und erhalten Unterstützung durch St. Klara. Oberstes Ziel ist ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Ein Konzept, das sich in fünf Jahren seit Bestehen der Wohngemeinschaft St. Klara ausgezeichnet bewährt hat. Doch dann kam Corona und mit der Pandemie Einschränkungen, die nicht ohne Auswirkungen geblieben sind.  Was das für die jungen Erwachsenen bedeutet, welche Hoffnung sie mit der Impfung verbinden und wie sie sie vertragen haben, erzählen sie in einem kurzen Film.

„Die Corona-Impfung ist ein wichtiger Schritt aus der Pandemie." Für die KJF sei die Impfung gegen COVID 19 – neben der Einhaltung der Hygienevorschriften und der Vorkehrungen im Lockdown – die wichtigste Maßnahme, um Menschenleben zu schützen und den Weg aus der Pandemie in einen normalen Alltag zu ebnen, so KJF-Direktor Michael Eibl. Umso mehr habe er sich gefreut, dass die jungen Erwachsenen der Wohngemeinschaft St. Klara bereits die Chance erhalten und auch genutzt haben, sich impfen zu lassen. Aufklärung zur Corona-Impfung sei jetzt das Gebot der Stunde, weil viele Fragen und auch Unsicherheiten mit einer Impfung einhergingen. 

„Plötzlich mussten wir die Türen schließen ..."

Der Preis der Sicherheitsmaßnahmen, um die Bewohner und Bewohnerinnen vor einer Infizierung zu schützen, sei hoch, berichtet Veronika Huber. „Unser höchstes Gut, die Selbstbestimmung der Klientinnen und Klienten, war plötzlich in den Hintergrund getreten." Die Bereichsleiterin von St. Klara  führt aus, was es bedeutet, einer Risikogruppe anzugehören, warum eine Ansteckung schnell lebensgefährlich werden könne und wie groß die Hoffnung sei, dank einer Impfung bald wieder ein halbwegs normales Leben führen zu können.

Johannes und Natalie aus der Wohngruppe St. Klara gehören zu den Ersten, die sich impfen ließen. Sie erzählen, dass sie die Impfung gut vertragen haben und was sie seit Ausbruch von Corona schmerzlich vermissen und wie sehr sie sich ein Leben zurückwünschen, das Freiheit und Selbstbestimmung bedeutet.

Zum Film: https://youtu.be/a0_TEKCzUSI

Text und Foto: Isolde Hilt