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Signet "Bayern barrierefrei" für B.B.W. St. Franziskus in Abensberg

„Abensberg ist der bayerische Meister in Sachen Barrierefreiheit", sagte Sozialministerin Carolina Trautner. Im Berufsbildungswerk (b.B.W.) St. Franziskus der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) überreichte Ministerin Trautner jeweils ein „Bayern barrierefrei"-Signets an das B.B.W., an die Steuerberatungsgesellschaft RNHS und an das Ingenieurbüro Varoplan.

Für das B.B.W. nahmen KJF-Direktor Michael Eibl und B.B.W.-Gesamtleiter Walter Krug die Auszeichnung entgegen. Trautner lobte Abensberg als „die Hauptstadt der Barrierefreiheit". Viele Signets wurden dort bereits vergeben. Für das damit verbundene Engagement sprach die Ministerin ihren herzlichen Dank aus.

Michael Eibl (Direktor KJF Regensburg,) Gesamtleiter Walter Krug (B.B.W. St. Franziskus Abensberg), Daniel Ritz (RNHS Abensberg Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG), Ehepaar Zott (Firma VAROPLAN), Abensberger Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Staatsministerin Carolina Trautner, (vorne) Marion Huber-Schallner (Inklusionsbeauftragte der Stadt Abensberg)

Maßgeblich an den Auszeichnungen beteiligt war Abensbergs Behindertenbeauftragte und Stadträtin Marion Huber-Schallner, die drei weitere Gebäude und Einrichtungen an die „Bayern barrierefrei"-Vorgaben herangeführt hat. Huber-Schallner freute sich besonders darüber, dass diesmal drei Arbeitgeber das Signet erhalten haben. In ihrer Funktion als Inklusionsbotschafterin der Bundesagentur für Arbeit wisse sie, wie wertvoll für Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben sei.

„Der Abbau von Barrieren – sowohl für Kunden wie auch für Mitarbeiter – beginnt in den Köpfen und Herzen", so Krug. Das Ziel der inklusiven Gesellschaft sei immer verbunden mit der Aufgabe, Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigungen zu beseitigen und Barrieren zielgruppenspezifisch abzubauen. „Wir als Berufsbildungswerk Abensberg werden eine umfassende Barrierefreiheit allerdings nicht ganz umsetzen können, denn die Behinderungs- und Beeinträchtigungsarten sind zu unterschiedlich und damit ist der jeweilige Bedarf zu heterogen. Wir erleben Barrieren in den Köpfen und Herzen immer wieder, wenn wir uns an die Aufgabe machen, für die uns anvertrauten jungen Menschen im Anschluss an ihre Ausbildung Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt zu suchen. Ich bin überzeugt, dass dieses Signet nicht nur die baulichen Strukturen der Preisträger abbildet, sondern auch die Barrierefreiheit in ihren Köpfen und Herzen", so Walter Krug weiter.

Das B.B.W. St. Franziskus Abensberg ist durchweg barrierefrei gestaltet. Ob Eltern mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl – ein Besuch im B.B.W. ist jederzeit problemlos möglich. Bereits bei der Ankunft stehen den Besucherinnen und Besuchern behindertengerechte Parkplätze zur Verfügung. Der Weg durch den Haupteingang ist ebenerdig und barrierefrei. Die Türen öffnen sich automatisch. Im Hauptgebäude stehen ausreichend viele Sitzmöglichkeiten und eine barrierefreie Toilette bereit. Die Aufzüge im Haus sind ebenso barrierefrei.

Für Preisträger Daniel Ritz, Geschäftsführer der Abensberger Steuerberatungsgesellschaft, hat die Auszeichnung einen sehr persönlichen Hintergrund. Als er die Bewerbung eines Jugendfreundes, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, auf den Tisch bekam, rückte das Thema Barrierefreiheit in den Fokus. Der Umzug in neue Geschäftsräume eröffnete schließlich die Möglichkeit für entsprechende bauliche Maßnahmen. Auch das Ehepaar Claudia und Reinhard Zott hat ein komplett barrierefreies neues Varoplan-Geschäftsgebäude bereitgestellt: behindertengerechte Parkplätze im Hof, entsprechende Toiletten im mit modernster Technik ausgestatteten Gebäude, großzügige Bewegungsflächen, ein Glasaufzug, höhenverstellbare Tische und mehr. Reinhard Zott sagt: "Wer sich optimal bewegen kann, fühlt sich wohl und arbeitet gerne bei uns. Ich sehe mein Unternehmen als große Familie und es freut mich sehr, dass unsere Bemühungen so wahrgenommen werden."

Weiterführende Informationen: Das Signet „Bayern barrierefrei", das vom Bayerischen Sozialministerium vergeben wird, zeichnet Akteure aus, die einen konkreten, beachtlichen Beitrag zur Barrierefreiheit in Bayern leisten. Mehr unter: www.barrierefrei.bayern.de

Text: Silvia Haumer / Ingo Knott
Bildnachweis: BBW / Thomas Griebenow