« Zurück

Sicher und geborgen an diesem Ort

Segnung der „Wohngruppe Elisabeth" in Wunsiedel

Prominente Ehrengäste begrüßte KJF-Direktor Michael Eibl bei der Segnung des neuen Gruppenhauses „Elisabeth" im Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef. Die stellvertretende Regierungspräsidentin von Oberfranken Petra Platzgummer-Martin, Christian Kipper, Geschäftsführer der ARD-Fernsehlotterie, sowie Peter Jacobi von der Bayerischen Landesstiftung waren angereist. Sie alle spürten in den lachenden Gesichtern der Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter/innen erkennen, wie wohl diese sich bereits nach wenigen Tagen in ihrem neuen Zuhause fühlen.

Kinder aus St. Josef überreichen Prälat Dr. Josef Schweiger ein Geschenk

Kinder aus St. Josef überreichen Prälat Dr. Josef Schweiger ein Geschenk, rechts daneben Christian Kipper, Geschäftsführer der ARD-Fernsehlotterie, und stellvertretende Regierungspräsidentin Platzgummer-Martin (Bild: Florian Miedl)

Nach der Segnung der Räumlichkeiten, bei der der 1. Vorsitzende der KJF, Prälat Dr. Josef Schweiger den Kindern und Mitarbeiterinnen die Heilige Elisabeth als herausragende Fürsprecherin für die caritativen Dienste ans Herz legte, machte KJF-Direktor Michael Eibl in seinen Dankesworten deutlich, welch enorme Anstrengungen die jeweiligen Zuwendungsgeber unternommen haben, damit das Wohn- und Betreuungsprojekt verwirklicht werden konnte.

Mit einem Betrag von 524.700 Euro der Oberfrankenstiftung, 247.300 Euro der Landesstiftung sowie weiteren 500.000 Euro der ARD-Fernsehlotterie war ein Großteil des Gesamtbauvolumens von 1,7 Mio. Euro durch Fördermittel zusammengekommen. „Dieses Geld" so versicherte Eibl den Gästen „ist gut investiert, denn 1 Euro in der Heimerziehung zahlt sich mit 2,50 Euro wieder für die Gesellschaft aus, weil Folgekosten in Arbeitsverwaltung, Justiz und Gesundheitswesen vermieden werden können. Dies belegen Studien zur Sozialwirtschaft."

Das neue Haus umfasst zwei Inobhutnahmeplätze für Aufnahmen in Krisensituationen, neun heilpädagogische Wohnplätze sowie zwei Verselbstständigungsappartements im Untergeschoss. Ein Konzept, das auch das Bayerische Sozialministerium überzeugt hat, weil es verschiedene Betreuungsphasen mit möglichst wenig Bezugspersonenwechsel ermöglicht.

„Kinder haben das Recht auf einen Ort, an dem sie sich sicher und geborgen fühlen können, an dem sie verlässliche Beziehungen erleben und wieder neu Kraft schöpfen und den Weg in ein selbstständiges Leben wagen können", so der Leiter des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Josef Joachim Lehmann, der dieses Konzept mit seinen Mitarbeitern/innen ausgearbeitet hat.

Nach einem von den Kindern vorgetragenen, selbst gedichteten Song zu den Erlebnissen während der Bauzeit und einer zünftigen Brotzeit endete die Einweihungsfeier.

Text: Robert Gruber, Bild: Florian Miedl