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Selbstbestimmt entscheiden und leben

Die EUTB -  Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratung Rottal-Inn – unterstützt Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen

Wer kennt das nicht? Ein Antrag muss gestellt, eine Förderung beantragt oder ein Weg für ein besonderes Anliegen gefunden werden. Wie geht das alles, wenn man sich nicht auskennt und nicht weiß, an wen man sich wenden kann? Und wie geht das, wenn man ein Handicap hat und deswegen alles nochmal anders und speziell ist? Doris Eichenseer und Markus Blümlhuber wissen nur zu gut um die vielen Fragen, die sich für Menschen mit Behinderung im Alltag auftun. Beide sind erfahrene Fachkräfte und deshalb eine gute Wahl für die Besetzung der EUTB – der ergänzenden unabhängigen Teilhabe-Beratung für den Landkreis Rottal-Inn.

Bild v.li.: Dr. Stephan Gaisbauer (1.Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Kind in Not), Reserl Sem (Vorstandsmitglied Kind in Not), Edeltraud Plattner (stellvetr. Landrätin), Dr. Thomas Pröckl (Bezirkstagsvizepräsident), Michael Eibl (Direktor der Katholischen Jugendfürsorge), Bertin Abbenhues (Abteilungsleiter KJF), Wolfgang Grubwinkler (Bürgermeister der Stadt Eggenfelden), Dr. Franz Lichtnecker (Vorstandsmitglied Kind in Not), Doris Eichenseer, Markus Blümlhuber (beide Berater/-innen der EUTB), Gerlinde Fechtner (Geschäftsführerin Kind in Not), Egon Dirscherl ( Dekan), Pfarrer Jochen Pickel

Die EUTB, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, ist eine neue Dienstleistung im Landkreis Rottal-Inn für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen. Auch wer von einer Behinderung bedroht ist – zum Beispiel nach einem Unfall oder bei Krankheit – kann sich an die EUTB wenden. Sie befindet sich im Franz-Randak-Haus in der Landshuter Straße 34. Doris Eichenseer und Markus Blümlhuber waren bislang noch mit dem Aufbau der Beratungsstelle und organisatorischen Fragestellungen beschäftigt. Jetzt, nach der offiziellen Eröffnung, freuen sie sich auf ihre Arbeit: „Wir sind bereit, scheuen Sie sich nicht und nehmen Sie mit Ihren Fragen rund um die Teilhabe Kontakt mit uns auf".

Die Aktionsgemeinschaft Kind in Not unterstützt die Arbeit der EUTB, deshalb war es dem 1. Vorsitzenden von Kind in Not, Dr. Stephan Gaisbauer, eine besondere Freude bei der Eröffnungsfeier den stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Dr. Thomas Pröckl, stellvertretende Landrätin Edeltraud Plattner und den Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, Michael Eibl, begrüßen zu können. Sie alle sind wichtige Partner, wenn es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Landkreis Rottal-Inn geht. „Die jetzt neu eingerichtete Beratungsstelle ist ein sehr wichtiger Anlaufpunkt für unseren Landkreis. Diese wird in Zukunft viele Menschen durch unser niederschwelliges Angebot konkret unterstützen können", erklärte Dr. Stephan Gaisbauer. Dekan Egon Dirscherl und Pfarrer Jochen Pickel spendeten gemeinsam den Segen für das neue Beratungsangebot. Es steht künftig allen Menschen mit einem Handicap im Landkreis Rottal-Inn zur Verfügung. Ganz egal, ob es sich um Fragen zu Schule und Ausbildung, Wohnen, der Gesundheitsversorgung oder zu Hilfsmitteln handelt, kompetente Auskunft und Beratung ist gewährleistet. Doris Eichenseer und Markus Blümlhuber helfen auch beim Beantragen von Leistungen, informieren darüber, wo es welche Hilfen gibt und kennen sich auch mit Themen wie Assistenz im Alltag, Freizeitgestaltung, oder Schwerbehindertenausweis gut aus.

Die Beratung erfolgt auf Augenhöhe und immer so, dass die Betroffenen selbst entscheiden, wie und was sie tun möchten. Deshalb sind Informationen vor einer Antragstellung das A und O. Die Beratung geschieht unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Sie ergänzt das Angebot bereits vorhandener Beratungsstellen. Als barrierefreie und flexible Dienstleistung konzipiert, kommen Doris Eichenseer und Markus Blümlhuber auch zu Betroffenen ins Haus, wenn diese die Beratungsstelle in der Landshuter Straße nicht aufsuchen können. Als besondere Leistung vermitteln die Fachkräfte auch gerne eine Beratung von Betroffenen für Betroffene.

Das neue Beratungsangebot wurde aufgrund des Bundesteilhabegesetzes möglich, das dazu beitragen will, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Das Ziel ist mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung für die Betroffenen. .Die Beratung – ein niedrigschwelliges Angebot – ist vertraulich und kostenfrei.

Text: Christine Allgeyer
Bild: EUTB