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Rohrer Bürgermeister Andreas Rumpel gibt Startschuss für soziales Wohnprojekt

Wohngemeinschaft der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg für 24 Menschen mit Behinderung entsteht in der Marktgemeinde Rohr i. NB

Zur Standortbesichtigung mit Projektvorstellung in Rohr trafen sich der Rohrer Bürgermeister Andreas Rumpel, der bisherige Grundstückseigentümer Bernhard Huber mit Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF), und KJF-Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen Wolfgang Berg. „Im Vordergrund steht für unsere Kommune, dass wir neben den Themen Wachstum und Gemeindeentwicklung auch soziale Entwicklungen, die Daseinsfürsorge und die Inklusion im Blick haben", so Bürgermeister Rumpel bei dem Treffen.

Bild v.li.: Bürgermeister Andreas Rumpel, KJF-Direktor Michael Eibl, Bernhard Huber und KJF-Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen Wolfgang Berg.

Andreas Rumpel stellt für Rohr einen Masterplan zur Gemeindeentwicklung auf. Darin hat der Neubau der Wohngemeinschaft mit vier Wohneinheiten für jeweils sechs erwachsene Menschen mit Behinderung einen festen Platz. „Für den Hauptort Rohr ist die Baumaßnahme ein Muss", erklärt Rumpel, „ein wichtiger Baustein in einer kerngesunden Gemeindeentwicklung." Sein Dank gilt dem Grundstückseigentümer Bernhard Huber, mit dem er in Vorgesprächen den Weg für das Wohnprojekt der KJF in Rohr bereitet hat.

KJF-Direktor Michael Eibl und Abteilungsleiter Wolfgang Berg sind sehr froh darüber, dass sich der Rohrer Bürgermeister dafür stark gemacht hat: „Sie haben das zu Ihrem persönlichen Anliegen gemacht und Ihr Interesse gilt den Menschen, die davon profitieren künftig hier in Rohr zu wohnen und zu leben", stellte Michael Eibl heraus. Das ist ein großes Plus für die Inklusion in Rohr und eine tragfähige Grundlage für ein in der KJF bewährtes Konzept zur Schaffung von inklusivem Wohnen für Menschen mit Behinderung mitten in einer Gemeinde wie Rohr.

Das Konzept sieht vier kleine Wohneinheiten für jeweils sechs Bewohnerinnen und Bewohner vor, die bislang im Cabrini-Zentrum der KJF in Offenstetten wohnten. Das sogenannte Konversionsprogramm des Freistaats sieht zeitgemäße, inklusive und dezentrale Wohnformen für Menschen mit Behinderung vor. Die Katholische Jugendfürsorge hat alle ihre Wohnprojekte in den vergangenen Jahren nach diesen Vorgaben realisiert. Mit Rohr wird nun ein weiterer Standort im Landkreis Kelheim neben Riedenburg und Offenstetten geschaffen.

Für ein Wohnprojekt dieser Größe geht der Abteilungsleiter Wirtschaft/Finanzen in der KJF, Wolfgang Berg, von rd. 5 Mio. Investitionskosten aus. Für alle Beteiligten lohnt sich das. „Alle sind Gewinner", freut sich Rohrs Bürgermeister Andreas Rumpel, „die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner können zu Fuß zur Kirche, zum Bäcker, zum Metzger und in die Apotheke. Die Gemeinde gewinnt eine hochkarätige Einrichtung, Bernhard Huber bekommt angenehme Nachbarn und weiß sein Grundstück nachhaltig und sinnvoll genutzt."

Die KJF schließlich gewinnt einen Standort, von dem aus die Bewohnerinnen und Bewohner ins nahe gelegene Offenstetten in die KJF Werkstätte in die Arbeit fahren können und an dem sie ihre strukturellen wie fachlichen Ansprüche an moderne, inklusive Wohnformen für Menschen mit Behinderung verwirklichen kann. Dort werden 10-12 Arbeitsplätze für Pflegefachkräfte, Heilerziehungspfleger, Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte geschaffen. Wenn alle Vorarbeiten und Planungen abgeschlossen sind, können die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2021 beginnen. Auf dem ca. 2.500 qm großen Grundstück entsteht nach jetzigem Planungsstand ein Gebäude mit Erd- und Obergeschoss mit jeweils ca. 850 qm Bruttogeschossfläche.

Eibl, Berg und Rumpel schauen bereits weiter in die Zukunft und so hat Bürgermeister Rumpel die Beförderungsfahrzeuge für die künftigen Heimbewohner Staatsminister Aiwanger für die Wasserstoffoffensive Bayern vorgeschlagen.

Text: Christine Allgeyer
Bild: Christine Allgeyer