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Präsenzunterricht an Förderschulen für Familien mit einem behinderten Kind unverzichtbar

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Förderschulen in katholischer Trägerschaft in Bayern und der Landeselternbeirat der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V. begrüßen die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung und des Kultusministeriums, ab der kommenden Woche mit dem Präsenzunterricht an Schulen zu starten. Das teilen die Vorsitzenden beider Gremien, Michal Eibl, die LAG Förderschulen, und Dr. Klaus Grantner, Landeselternbeirat, mit.

Bildnachweis: www.neverflash.photo | Juliane Zitzlsperger

„Die Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen in den Förderzentren haben während der Pandemie in mittlerweile fast zwei Jahren unglaublich viel geleistet und auch in Phasen mit hohen Inzidenzen bis zu 80 Prozent Notbetreuung geleistet", fasst es Eibl zusammen. Für ihn stehen die Bedürfnisse der Familien und die Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen im Mittelpunkt: „Dafür setzen sich die Träger und die Fachkräfte an den Förderzentren gleichermaßen ein", bekräftigt Eibl, „die Schulen haben das Testkonzept bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und bei den Mitarbeitern sehr gut umgesetzt." Aktuell habe das Kultusministerium auch für die Kleinsten in den Schulvorbereitenden Einrichtungen, die Teil eines Förderzentrums sind, ein sehr gutes Testkonzept mit den Testmöglichkeiten Pool-Testung und Selbsttest in der Einrichtung ermöglicht.

 

Der Vorsitzende des Landeselternbeirats der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V., Dr. Klaus Grantner, verweist auf Zahlen aus dem Kultusministerium, die dem Landeselternbeirat in einem Fachgespräch zur Verfügung gestellt wurden: „Die Inzidenz in der Schülerschaft im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung war verglichen mit anderen Schulen unterdurchschnittlich." Grantner verdeutlicht, dass dies ein Ergebnis der sehr guten Hygienemaßnahmen sei, die für die Schulen nichts Neues und schon vor der Pandemie umgesetzt wurden. Denn, Kinder mit Behinderungen und Vorerkrankungen können auch an anderen Infektionserkrankungen schwer erkranken. Grantner stellt ebenfalls heraus, dass die Schulen, Heilpädagogischen Tagesstätten und die Regionale offene Behindertenarbeit nie wirklich dauerhaft geschlossen waren. Auch die Schulbegleitungen seien immer für die Kinder da gewesen.

Ihrer deutlichen Aussprache für Präsenzunterricht schicken die Vorsitzenden der LAG Förderschulen, Michael Eibl, und des Landeselternbeirats Dr. Klaus Grantner, ihren Dank an alle diejenigen Fachkräfte voraus, die in den schwersten Zeiten der Pandemie Kinder und junge Menschen weiter gefördert und unterstützt haben: „Sie haben die Teilhabe auch in der Pandemie ermöglicht und mit ihrem außerordentlichen Einsatz dazu beigetragen, dass die Kinder an unseren Förderschulen bestmöglich durch die bisherige Pandemie gekommen sind."

 Text: Christine Allgeyer