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Meditativer Impuls Dezember 2020

Stille Nacht 2020

Advent ist schon da, Weihnachten naht. Stellt sich adventliche Stimmung ein? Wird Weihnachten in diesem Jahr schön festlich werden? Lassen das die Einschränkungen überhaupt zu?

Es könnte so kommen:

Weniger Hektik und Stress

Die Einkaufsmeilen sind ruhiger.

Es gibt keine überfüllten Geschäfte und genervte Kunden kurz vor Ladenschluss.

Die Spirale aus Konsum und Mobilität schraubt sich nicht noch weiter hoch

und weniger Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft sorgt für besseres Klima.

Es gibt kein Kopfzerbrechen, was es beim großen Mahl zu Essen gibt.

Zeit haben für die schönen Dinge:

Mit der heiligen Barbara stellen wir Zweige in die Vase.

Von Bischof Nikolaus lassen wir uns besuchen draußen vor dem Haus.

Statt Pflichtbesuche gibt es mehr Zeit für Familie und sich selbst.

Mit der heiligen Lucia lassen wir Kerzen in die Nacht hineinleuchten.

In Kirchen und vor Schaufenstern bleiben wir stehen und betrachten Krippen.

Wir telefonieren einfach, versenden Videogrüße und schreiben Grußkarten.

Du, ich mit der Teetasse in der Hand, wir lassen Zeit verstreichen.

Wachsende Solidarität

mit Patientinnen und Patienten und dem medizinischen Personal in den Kliniken,

mit Pflegekräften im Altenheim,

mit Erzieherinnen und Erziehern, die Menschen mit Behinderung begleiten,

mit Wirtsleuten und Herbergsuchenden aus dem In- und Ausland,

mit Gefangenen, die täglich hinter Mauern leben,

mit Armen

und wachsende Dankbarkeit gegenüber Menschen, die Sorge tragen:

füreinander und für mich.

Stille Nacht

Ein weltbekanntes Lied bekommt seinen Sinn zurück.

Anders als sonst.

Beim Wesentlichen.

Der Weihnachtsfriede ist wohltuend ehrlich.

 

Christine Allgeyer, Georg Deisenrieder

Bild:Depositphotos_33937683_s