Mädchenrealschule St. Josef sammelt für Haus Mutter und Kind

Wenn viele Hände zusammenhelfen

Auf Initiative und unterstützt von Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller spendete die Mädchenrealschule St. Josef insgesamt 1.500 Euro für Haus Mutter und Kind der Katholischen Jugendfürsorge.

Foto: Hans-Christian Wagner

„So ein schöner Termin." – Armin Wolf, Initiator des Regensburger Weihnachtssingens, war sichtlich beeindruckt von der Nikolausfeier in der Mädchenrealschule St. Josef. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und der Schülermitverantwortung hatten die Schülerinnen nicht nur den Besuch des Nikolauses, sondern auch ein musikalisches Begleitprogramm einstudiert.

Schwandorf. Doch der Höhepunkt der Feier war eine Spendenübergabe in Höhe von 1.350 Euro an Cornelia Braun-Vilsmeier, Leiterin des „Haus Mutter und Kind" der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg, das im Mittelpunkt der Spendenaktivitäten des „Weihnachtssingens #dahoam" steht. Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, der Spender und Begünstigte zusammen gebracht hatte, legte aus seiner privaten Tasche noch 150 Euro drauf, sodass eine runde Summe von 1.500 Euro in einer selbst gebastelten Box überreicht werden konnte.

Das Regensburger Weihnachtssingen war vor drei Jahren auf Initiative von Armin Wolf und unter Zutun eines kleinen Unterstützerteams ins Leben gerufen worden. In den letzten beiden Jahren hatte das gemeinsame Musizieren der Big Band Convention Ostbayern mit den Nachwuchschören der Regensburger Domspatzen jeweils über 2.000 Zuhörerinnen und Zuhörer kurz vor Weihnachten zu einem besonderen Erlebnis ins Baseball-Stadion gezogen. Ziel der Veranstaltung war es von Beginn an, Spenden für das „Haus Mutter und Kind" in der Regensburger Innenstadt zu generieren. 2020 schließlich sollte das Weihnachtssingen in die Donau-Arena umziehen, um den Faktor Wetter auszuschließen. Doch die Corona-Pandemie durchkreuzte alle Pläne.

„Wir lassen nichts ausfallen – wir lassen uns etwas einfallen", so beschrieb Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer vor kurzem im Rahmen eines Pressetermines den unaufhaltsamen Willen von Armin Wolf und seinem Team, die Aktion 2020 trotzdem stattfinden zu lassen. Unter dem Titel „Weihnachtssingen #dahoam" findet nun am Samstag, 19. Dezember, um 18 Uhr, eine in Ostbayern ausgestrahlte Live-Fernseh-Show statt, in der die Beiträge aller beteiligten Musiker – die Zahl der beteiligten Gruppen und Künstler ist angewachsen – und die Filme von den Spendenübergaben wie in der Mädchenrealschule St. Josef präsentiert werden.

Im Mittelpunkt der Spendenaktion, für die in diesem Jahr eigene Weihnachtspackerl gepackt wurden, die von Unterstützern über die Internetseite der Katholischen Jugendfürsorge im Internet unter www.kjf-regensburg.de bestellt werden können, steht das „Haus Mutter und Kind". Die Einrichtung ist Zufluchtsort für junge Mütter ab 16 Jahren, die körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt sind. Mit dem Geld aus dem „Weihnachtssingen #dahoam" werden neue Appartements für alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern gebaut, denen dort psychologische Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe zuteil wird.

Cornelia Braun-Vilsmeier, Leiterin der besonderen Einrichtung für junge Frauen, die sich für ihr Kind entschieden haben, bedankte sich bei Schulleiter Jürgen Moritz, dem Lehrerkollegium, des SMV, dem Elternbeirat, aber besonders bei den Schülerinnen der Mädchenrealschule, die alle gespendet hatten, nicht nur für das großartige Sammelergebnis, sondern auch für die stimmungsvolle Feier und den herzlichen Empfang.

Text und Bild: Hans-Christian Wagner