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Langjährige Leiterin der IFS Rottal-Inn Anneliese Huber verabschiedet

Nach 22 Jahren Tätigkeit in der Frühförderung des Heilpädagogischen Zentrum Rottal-Inn (HPZ) der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF) – davon 14 Jahre als Leitung – wurde Sozialpädagogin Anneliese Huber in den Ruhestand verabschiedet.

Sozialpädagogin Anneliese Huber (2te von rechts) wird von KJF-Direktor Michael Eibl (ganz links), ihrer Nachfolgerin Christine Dornberger-Uttendorfer (2te von links), Abteilungsleiter Bertin Abbenhues (Mitte) und Einrichtungsleiterin Gabriele Frauscher verabschiedet

Die mannigfaltigen fachlichen Aufgaben, genauso wie Aufgaben in der Mitarbeiterführung meisterte Anneliese Huber all die Jahre mit hoher Kompetenz, einem enormen Engagement, aber auch mit viel Einfühlungsvermögen. Der Fachdienst für Inklusion wurde während der Leitungszeit von Anneliese Huber gegründet und sehr erfolgreich ausgebaut. Fachkräfte der Frühförderung beraten dabei Erzieherinnen von Kitas, damit die Inklusion besonderer Kinder gelingen kann.

Besonders zeichnet sie aus, dass sie als Leiterin nahe an den Familien und Kindern blieb. Dies war eine große Herausforderung, nehmen doch jedes Jahr ca. 350 bis 400 Kinder und ihre Familien die Dienste in Anspruch. Das Wohl der Kinder und die Unterstützung ihrer Entwicklung lag ihr stets besonders am Herzen. Anneliese Huber blieb dabei nie eine Einzelkämpferin. Dass die Arbeit nur mit einem gut funktionierenden Team geleistet werden kann, davon ist sie überzeugt. Ihr Team bereitete ihr eine herzliche Abschiedsfeier. Man wird sie vermissen – das spürte man deutlich. Gabriele Frauscher, Einrichtungsleiterin des Heilpädagogischen Zentrums Rottal-Inn, konnte alle Team-Mitglieder begrüßen. Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg e. V. und Fachabteilungsleiter Bertin Abbenhues waren auch unter den Festgästen und bedankten sich persönlich für das herausragende Engagement von Anneliese Huber hier im Landkreis Rottal-Inn für unsere Kleinsten. Direktor Eibl sprach darüber hinaus allen Fachkräften seine besondere Anerkennung und Hochachtung für den Einsatz in der Pandemie-Zeit aus. Bertin Abbenhues ließ in der Laudatio einige Meilensteine der Frühförderung während der Leitungszeit von Anneliese Huber Revue passieren und zitierte abschließend aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen" – „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne". Auch er wünschte für den bevorstehenden Ruhestand alles Gute.

In einer zweiten Feier, tags darauf, folgten Kindergarten-Leitungen und Kooperationspartner der Einladung sich bei Kaffee und Kuchen von Annelise Huber zu verabschieden. Wie stark die Wertschätzung ist, zeigte sich an der Anzahl der Gäste. Die Bewirtung übernahmen Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe des HPZ und zeigten den Gästen so die Verbundenheit zwischen der Frühförderstelle mit der Gesamteinrichtung.

Die Nachfolge tritt Christine Dornberger-Uttendorfer an. Die Sozialpädagogin ist seit vielen Jahren Mitarbeiterin der KJF, zuerst in Tagesstätte und Schule, seit 2008 bereits in der Frühförderung. Sie kennt die interdisziplinäre Arbeit in der Frühförderstelle, die damit verbundenen Herausforderungen und auch den Landkreis Rottal-Inn sehr gut. Der Übergang wird nahtlos gelingen!

Eltern und Kinder mit Kompetenz und Herz unterstützen

Die Frühförderstelle Rottal - Inn im Heilpädagogische Zentrum der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regnsburg e. V. (KJF) besteht seit 1975. Sie bietet Hilfen für Familien und ihre Kinder, von der Geburt bis zum Schuleintritt an, wenn eine Behinderung droht oder vorliegt, Gefahren in der Entwicklung bestehen oder Besonderheiten im Verhalten auffallen. Die heilpädagogische Förderung gelingt am besten im vertrauten Umfeld der Kinder. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die Kinder, neben der Förderung in den Räumen der Frühförderstelle, in enger Zusammenarbeit mit den Familien zu Hause oder im Kindergarten. Medizinisch-therapeutische Maßnahmen, wie zum Beispiel Physiotherapie und Logopädie, ergänzen die Heilpädagogik dabei.

Vieles hat sich seit der Übernahme der Leitung im Jahr 2007 verändert. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhte sich, die Professionen wurden vielfältiger. Kooperationspartner aus dem Bereich der medizinisch-therapeutischen Praxen mussten gefunden werden um dem Anspruch Heilpädagogik und Therapie verbinden zu können, zu erfüllen. Nebenstellen in Pfarrkirchen und in Simbach/Inn wurden ins Leben gerufen um den Familien Wege zu ersparen. Die letzten 1,5 Jahre stellten aufgrund der Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Ziel war auch in dieser Zeit Eltern und Kinder mit Kompetenz und Herz zu unterstützen, diese wertvolle Zeit der frühkindlichen Entwicklung nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Text: Gabriele Frauscher, Bild: Marion Berger