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Kunstprojekt „100 Jahre – 100 menschliche Bausteine“ im KJF-Jubiläumsjahr

Menschen als „lebendige Bausteine" stehen im Mittelpunkt der Geschichte des Cabrini-Zentrums

Spätestens nach dieser Veranstaltung wussten die Kinder und Jugendlichen des Cabrini-Zentrums in Offenstetten, dass das Jahr 2012 für die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V., für ihre Einrichtung und zu guter Letzt auch für sie selbst ein ganz besonders Jahr ist. Der Einrichtungsträger KJF feiert sein 100-jähriges Bestehen, das Cabrini-Zentrum kann auf 66 erfolgreiche Jahre zurückblicken; … und die Kinder? Sie werden in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit den Mitarbeitern/innen dazu beitragen, dass diese Geschichte lebendig wird - lebendig durch die vielen Menschen, an die sie sich erinnern, weil sie viel Gutes für die Einrichtung und damit für die KJF bewirkt haben.

Alle feiern mit: fröhlicher Auftakt für das Kunstprojekt des Cabrini-Zentrums im KJF-Jubiläumsjahr.

Sr. Sieglinde Gabriel, Konventoberin im Cabrini-Haus erinnerte an Mutter Francesca Xaveria Cabrini, die Namenspatronin der Einrichtung. Am Tag ihrer Heiligsprechung, am 7. Juli 1946, ziehen die ersten Kinder in das Schloss in Offenstetten, das spätere Cabrini-Haus, ein. Ein erster lebendiger Baustein in der Geschichte ist gefunden. Den Gründungsvater Prälat Michael Thaller des gesamten Sonderpädagogischen Zentrums Offenstetten, wie es früher genannt wurde, stellte der Schulleiter Josef Eder des gleichnamigen Förderzentrums in Abensberg vor. Daisy Schlitter, so erzählte Dr. Bernhard Resch, der heutige Gesamtleiter des Cabrini-Zentrums, habe 1945 spontan „ja" gesagt, ihr Schloss als Kinderheim zur Verfügung gestellt und in den ersten Jahren dort mitgeholfen. Ihnen folgten als weitere lebendige Bausteine Sr. Anna Maria Gruber, ab 1975 Erziehungsleiterin, der Lehrer Hermann Rößler, der erster Schulleiter der Prälat-Michael-Thaller-Schule wurde, und Pfarrer Josef Eberth (1959-1993 Pfarrer von Offenstetten), ein guter Freund und Helfer der Einrichtung. In guter Erinnerung sind ebenfalls die Gruppenschwester von Haus 1 Sr. Hermenegild Plankl und ein Bewohner des Cabrin-Hauses geblieben: Michael Drögemüller. Alle diese Menschen haben das gemeinsame Leben in Offenstetten bereichert und sind jetzt als lebendige Bausteine der Geschichte in Erinnerung. Jeder Name findet auf einem Stein seinen Platz. Jeder Stein wird Teil eines Pfades, der zu einer Mitte hin, zu Jesus führt. Dieses Kunstwerk mit vielen Steinen, Namen und damit Erinnerungen an Menschen zu bauen, sei nun die Aufgabe der Kinder und Jugendlichen in Offenstetten, erklärte Pastoralreferent Albert Steber.

Den Verantwortlichen ist es mit dem Kunstprojekt hervorragend gelungen, alle für das Jubiläumsjahr zu begeistern. Begleitet von fröhlichen musikalischen Einlagen, einer Bilderschau zur Katholischen Jugendfürsorge, vorgestellt von Abteilungsleiter Bertin Abbenhues aus der Geschäftsstelle der KJF in Regensburg, fand das Kunstprojekt, bei dem jeder eingeladen ist, sich zu beteiligen, großen Anklang.