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KJF Regensburg als eine von mehr als 670 Organisationen beteiligt

Starkes Zeichen für Demokratie und gegen Diskriminierung

„Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet", sagt die Erklärung der Aktion „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt". Gemeinsam mit über 670 Verbänden, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialpsychiatrie hat sich die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg dieser Aktion angeschlossen.

Alle Beteiligten wollen im Superwahljahr 2021 ein starkes Zeichen für Demokratie und gegen Diskriminierung setzen. Die Unterzeichnenden betonen, es komme auf jede Stimme an und fordern auf, zur Wahl zu gehen. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni warnen sie erneut vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteure wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. „Als kirchlicher Fachverband und Teil der Caritas bezieht die Katholische Jugendfürsorge Regensburg hier klar Position", stellt KJF-Direktor Michael Eibl heraus, „wir lehnen jegliche Art der Diskriminierung und Ausgrenzung ab. Die AfD tritt immer wieder mit menschenverachtenden Parolen auf und wendet sich gegen unsere freiheitliche Demokratie."

Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, Hass und Gewalt gegen alle zu schüren, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren. „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen", heißt es in der Erklärung. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt", so die Unterzeichnenden. Sie reichen von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege.

Der gesamte Erklärungstext der Aktion und die Liste der Mitzeichnungen ist online unter www.wir-fmv.org abrufbar.

Hintergrund: Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.