« Zurück

KJF-Führungskräfte der Zukunft in Berlin

Als Anerkennung für ihren wertvollen Arbeitseinsatz hat KJF-Direktor Michael Eibl ausgewählte Führungskräfte zu einer Exkursion nach Berlin eingeladen.

„Lobbyarbeit" – das war das Motto für die Reise nach Berlin, die KJF-Direktor Michael Eibl und die Referentin für Personalentwicklung und Betriebliches Gesundheitsmanagement Dagmar Dengel gemeinsam mit 14 Führungskräften aus Einrichtungen der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. unternommen hatten. 3 Tage lang ging es schwerpunktmäßig um die Themen: Teilhabe, Verbands- und Lobbyarbeit, politische Arbeit, Jugendarbeit und öffentlichkeitswirksames Arbeiten.

Erste Station war die Geschäftsstelle des CBP, Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie. Dessen 1.Vorsitzender Johannes Magin und Geschäftsführer Dr. Thorsten Hinz hatten zu einer interessanten Diskussion mit Justiziarin Janina Bessenich und der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Kerstin Tote eingeladen. Die TeilnehmerInnen erhielten wertvolle Tipps zum öffentlichkeitswirksamen Austausch mit PolitikerInnen. Sie stellten auch eigene Anliegen vor und thematisierten die mit dem Pflegestärkungsgesetzes III einhergehenden Veränderungen wie z.B. die Tatsache, dass HeilerziehungspflegerInnen nicht mehr als Pflegefachkräfte anerkannt und deshalb gegenüber Pflegekräften u.a. aufgrund der längeren Ausbildung benachteiligt würden. Auch sei die Finanzierung der HEP-Weiterbildung derzeit nicht über ein Meister-BAföG finanziert. Hier erhoffe man sich Unterstützung von Seiten des CBP. Eine aktuelle Stellungnahme zum Fachkräftemangel bearbeitet der CBP bereits.

Nach einer Stadtführung durch das alte und neue Regierungsviertel ging es in einem Gespräch mit MdB Marianne Schieder im Reichstagsgebäude um die politische Lobbyarbeit. Marianne Schieder schilderte die momentan schwierige Situation im Bundestag mit der AfD und gab Einblicke in die herausfordernde Arbeit der ParlamentarierInnen.

Den KJF-Führungskräften war es ihrerseits ein Anliegen mit Marianne Schieder über die Situation der jungen Flüchtlinge im Berufsschulbereich, in den BVJ-Klassen, zu sprechen. Sie haben, was Testungen belegen, einen sehr hohen Förderbedarf im Bereich Lernen, erhalten aber, anders als SchülerInnen ohne Fluchthintergrund, keine Rehaleistungen. Dies hat zur Folge, dass sie eine allgemeine Berufsschule besuchen müssen, an der sie meistens scheitern. Auch ein von der Agentur für Arbeit vermittelter Ausbildungsplatz entspricht nicht dem Förderbedarf der jungen Menschen.

Am letzten Tag der Berlinexkursion erhielten die Führungskräfte einen Einblick in die Jugendarbeit der Salesianer Don Bosco im Bezirk Marzahn. Pater Otto zeigte auf, wie Lobbyarbeit mit Politikern und Kooperationspartnern die Arbeit für die Jugendlichen positiv unterstützt. Mit den Führungskräften der Zukunft will KJF-Direktor Michael Eibl auch weiterhin in engem Kontakt bleiben. Es ist bereits ein Kamingespräch im Januar 2019 geplant. Weitere Führungskräfte wiederholen die Exkursion nach Berlin mit Direktor Michael Eibl im März 2019.

Text: Dagmar Dengel, Referat Personalentwicklung
Bild: KJF