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KJF freut sich über Bezirkszuschuss

Die Epilepsie-Beratung der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) Regensburg freut sich über einen Zuschuss des Bezirks Oberpfalz in Höhe von 106.218 Euro. „Die verlässliche Unterstützung durch den Bezirk Oberpfalz ist für uns und unsere Arbeit sehr wichtig", so KJF-Direktor Michael Eibl, „Herzlichen Dank für diese großzügige Förderung!" Der Bezirk Oberpfalz fördert die Epilepsie-Beratung der KJF – zusammen mit dem Freistaat Bayern –  als überregionaler Dienst der Offenen Behindertenarbeit. Der Zuschuss des Bezirks wird zur Deckung von Personal- und Sachausgaben sowie für Fahrtkosten gewährt.

 

Das Team der Epilepsieberatung Regensburg

 

Wie wichtig die Arbeit des Teams der Epilepsie-Beratung ist, hat erst kürzlich eine junge Familie erfahren, deren dreijähriges Kind die Diagnose Epilepsie bekommen hat. „Im ersten Moment ist für die Betroffenen alles anders", so die Diplom Sozialpädagogin Iris Schadenfroh, die seit September 2018 die Epilepsie-Beratung der KJF in Regensburg leitet. Zusammen mit ihrem Team, Claudia Lieblich, Elisabeth Seifert und Lidwina Böhm-Westermeier sucht sie nach Lösungen. In diesem Fall stand ein Besuch im Kindergarten des Kindes an. Dort gab es eine Fortbildung zum Thema Epilepsie, an der auch die Mama des Kindes teilgenommen hat. „Ich fühle mich getragen und in Sicherheit, da ich jetzt weiß, dass mein Kind im Notfall gut versorgt werden kann," so die erleichterte Mama.

 

Und auch die Zahlen sprechen für sich: Rund 1450 Menschen haben im Jahr 2019 den Dienst der Epilepsie Beratung genutzt. Diese Zahl beinhaltet nicht nur die Beratungen, da Schulungen, Fortbildungen, Information über Epilepsie und Öffentlichkeitsarbeit auch ein wesentlicher Teil des Auftrags und der Arbeit der Beratungsstelle sind. Die Außensprechstunden an vier Kliniken in der Oberpfalz und Termine, wie hier im Kindergarten sind wichtige Puzzlesteine im Gesamtbild der Epilepsie-Beratung in der Oberpfalz. „Unser Angebot geht über die zeitlichen Möglichkeiten einer medizinischen Sprechstunde hinaus, um alltagsrelevante und sozialrechtliche Fragen einer Patientin oder eines Patienten zu besprechen", meint Iris Schadenfroh. Deswegen ist die Beratung an der Beratungsstelle so wichtig, denn sie schließt diese Lücke. „Wenn es mehr als Medikamente braucht!", lautet hier der Slogan. Grundlegendes Ziel der Beratung sei es, mit der Krankheit zu leben und nicht gegen sie.

Text: Olga Arnstein

Bild: Juliane Zitzlsperger