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Junge Mütter freuen sich über außergewöhnliche Spende

Erstes Weihnachtssingen spielt 13.143 Euro für das „Haus Mutter und Kind" ein

Regensburg – Mit 500 Besucherinnen und Besuchern hatte Armin Wolf ursprünglich gerechnet, auf eine Spendensumme von 2.000 Euro für das „Haus Mutter und Kind" gehofft. Tatsächlich kamen zum ersten Weihnachtssingen zwei Tage vor Heiligabend knapp 1.800 Menschen ins Baseball-Stadion, um gemeinsam mit den Nachwuchschören der Domspatzen und der Big Band Convention Ostbayern zu singen – nicht zu vergessen die sangesstarken Abordnungen der Buchbinder Legionäre, der Eisbären Regensburg und des Armin-Wolf-Laufteams. Vier Wochen später konnten Armin Wolf, sein Team, zahlreiche Sportler und Sponsorenvertreter in der Galerie St. Klara nun insgesamt 13.143 Euro an Michael Eibl, Geschäftsführer der Katholischen Jugendfürsorge, in Form eines Spendenschecks überreichen.

Eine starke Gemeinschaft für eine große Spendensumme: Gemeinsam mit Unterstützern, Helfern und Freunden überreichte Armin Wolf einen Scheck über 13.143 Euro für das „Haus Mutter und Kind" an die Katholische Jugendfürsorge (Foto: H.C. Wagner)

„Armin, Du hast das Herz am rechten Fleck", bedankte sich Michael Eibl beim unermüdlichen Motor einer Idee, die vor ihrer Durchführung eineinhalb Jahre im Kopf von Armin Wolf reifen musste. Am Ende meinte es nicht nur das Wetter gut beim eindrucksvollen vorweihnachtlichen Freiluft-Musizieren. Neben den Sponsoren spendeten auch die Gäste am Veranstaltungsabend in die Sammelbüchsen. Zusätzlich gingen nach dem Weihnachtssingen noch diverse Spenden auf das Konto der Katholischen Jugendfürsorge ein.

Und die KJF – wie das kirchliche Unternehmen in der Orleansstraße kurz genannt wird – führt die Gesamtsumme mit dem „Haus Mutter und Kind" einem Projekt zu, das junge Mütter auffängt, die oftmals aus schwierigen Verhältnissen stammen und mit ihrer komplexen Lebenssituation alleine überfordert wären. Rund 100 Frauen stehen auf der Warteliste dieses Wohn- und Lebensmodells, in dem derzeit zehn Frauen mit elf Kindern von sechs Mitarbeiterinnen betreut werden. Da die Integration in die Gesellschaft mit der Volljährigkeit meist noch nicht abgeschlossen ist, besteht dringender Bedarf an sozialem Wohnraum  für die jungen Mütter und ihre Kinder auch nach der Betreuung im „Haus Mutter und Kind". So dient die Spende aus dem Weihnachtssingen zugleich als „Anschubfinanzierung" für den Ausbau von fünf zusätzlichen Appartements im ehemaligen Kloster St. Klara.

„Ich bin immer noch vollkommen begeistert, was wir gemeinsam bewegt haben", lobte Armin Wolf das Zusammenwirken aller Akteure vor und hinter den Kulissen für die gemeinsame Sache. Um Kosten für den Auf- und Abbau des komplexen Veranstaltungsapparates zu sparen, hatte er einen Aufruf gestartet. In Spitzenzeiten standen ihm schließlich bis zu 28 Freiwillige zur Seite. Doch die Solidarität wirkt deutlich über den Veranstaltungstag hinaus. Ein Friseur spendete für die Bewohnerinnen des „Haus Mutter und Kind" zehn Gutscheine à 50 Euro, ein griechischer Wirt sprach eine Essenseinladung für die jungen Mütter und ihre Kinder aus. Die Eisbären und die Legionäre luden zu Heimspielen ein – mit Begleitprogramm. Die Frage, die noch niemand laut zu stellen wagte, ob für 2019 eine Neuauflage des Weihnachtssingens geplant sei, ließ Initiator Armin Wolf noch offen. Die ersten Unterstützer hätten sich allerdings schon gemeldet.

Weitere Spenden für das „Haus Mutter und Kind" sind natürlich möglich an: Stiftung kirchliche Kinder- und Jugendhilfe, Liga Bank eG Regensburg, IBAN: DE32750903000001335820, BIC: GENODEF1M05, Verwendungszweck: Haus Mutter und Kind

Text und Bild: H.C. Wagner