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Hohe Qualität in der Ausbildung

B.B.W. St. Franziskus ganz vorne mit dabei

Aktuelle Kennzahlen der Bundesagentur für Arbeit bestätigen das.

Das Berufsbildungswerk St. Franziskus der Katholischen Jugendfürsorge in Abensberg ist eines von bundesweit 51 Berufsbildungswerken (BBW). Für sie liegen aktuelle Kennzahlen zur Qualität der Ausbildung vor. Auf Grundlage der in einem Rahmenvertrag festgelegten Standards für die Reha-Leistung in den BBW und deren Qualitätssicherung geben diese transparent Aufschluss über die erfolgreiche und professionelle Ausbildung von jährlich rd. 15.000 jungen Menschen mit Behinderungen und Teilhabeeinschränkungen im gesamten Bundesgebiet.

Bundesweit haben die Berufsbildungswerke im vergangenen Ausbildungsjahr wieder erfolgreich 89 % der jungen Menschen mit Abschlussprüfung entlassen. 66 % davon fanden eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. So das Ergebnis einer Datenerhebung zum Ausbildungsjahr 2018/2019 bzw. eine Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW). „Für unser B.B.W. in Abensberg liegen die Zahlen bei 96 % erfolgreichen Absolventen in 2019, von denen fast 70 % in Arbeit vermittelt werden konnten", erklärt Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg. „Die Ausbildung der jungen Menschen ist die Grundlage für deren Teilhabe an Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben", so Eibl weiter. Jährlich werden in den drei Ausbildungseinrichtungen und drei Förderberufsschulen der KJF rd. 1.000 Jugendliche ausgebildet und weitere rd. 250 in einer berufsorientierenden oder berufsvorbereitenden Maßnahme an eine Ausbildung herangeführt.

Was die Berufsbildungswerke auszeichnet, ist ihre große Praxisnähe. So arbeitet auch das B.B.W. in Abensberg mit über 400 regionalen Ausbildungsbetrieben auf dem ersten Arbeitsmarkt zusammen. Das sind Betriebe wie zum Beispiel das DORMERO Hotel in Kelheim, die Schreinerei Schlund in Neustadt und die AUDI AG in Ingolstadt. „Bei unseren jährlichen Treffen mit unseren Praktikumsbetrieben bekommen wir regelmäßig ein gutes Feedback. Das ist besonders wichtig, da wir mehr als die Hälfte unserer Ausbildung in verzahnter Form mit Betrieben und Unternehmungen der Wirtschaft durchführen. Diese Kooperation schätzen wir sehr. Sie sind eine wichtige Säule in der Ausbildung mit den uns anvertrauten jungen Menschen", so Walter Krug, Gesamtleiter des Berufsbildungswerkes der KJF in Abensberg.

Laut einer aktuellen Pressemeldung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, deren stellvertretender Vorstandsvorsitzender Walter Krug ist, sind „78 Prozent der Jugendlichen mit ihrer Ausbildung in einem Berufsbildungswerk rundum zufrieden". Das Besondere an einer Ausbildung im BBW beschreibt Walter Krug: „Berufsbildungswerke bieten die Ausbildung und Betreuung ihrer Teilnehmenden in über 250 Berufen an. Alle Leistungen werden aus einer Hand erbracht: Werkstätten, die Berufsschule, das Wohnen und differenzierte Fachdienste sind bestens aufeinander abgestimmt."

Weiterführende Informationen zum B.B.W. St. Franziskus in Abensberg:

Das B.B.W. St. Franziskus Abensberg ist führend in der Beruflichen Rehabilitation und Integration in Deutschland. Mit einer ganzheitlichen Sicht auf die jungen Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen erbringt das B.B.W. mit 450 Mitarbeiter*innen erfolgreich folgende Leistungen: Berufliche Diagnostik, Berufsvorbereitung, Erstausbildung und Beschulung. Differenzierte Wohnformen fördern die Persönlichkeitsbildung und ermöglichen die Betreuung auch komplexer Störungsbilder im Rahmen der Erziehungshilfe. Derzeit absolvieren 500 Jugendliche und junge Menschen eine Ausbildung bzw. nehmen an berufsbildenden oder weiteren Fördermaßnahmen im B.B.W. teil.

Seit Juli 2019 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Projekt AUT-1A, das das B.B.W. St. Franziskus Abensberg in Kooperation mit dem Bugenhagen Berufsbildungswerk Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein) und dem Christophorus-Werk Lingen (Niedersachsen) durchführt. Vorrangiges Ziel des Projektes ist, die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen mit Autismus auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern.

Text: Christine Allgeyer / Silvia Haumer
Bild: Thomas Griebenow