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Gelungenes Jubiläumsfest

Besucherandrang beim 100jährigen der KJF Regensburg in Eggenfelden

Eggenfelden. Mit unzähligen Besuchern, Betreuten und Mitarbeitern feierten die Einrichtungen der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. (KJF) aus dem Landkreis Rottal-Inn mit ihrer Gebietsvereinigung „Kind in Not" in der prächtig dekorierten Rottgauhalle Eggenfelden das 100jährige Bestehen.

KJF-Direktor Michael Eibl und Dr. Stephan Gaisbauer

Ein Stück Torte? KJF-Direktor Michael Eibl und Vorsitzende der AG Kind in Not Dr. Stephan Gaisbauer schneiden gemeinsam die KJF-Geburtstagstorte an.

KJF-Direktor Michael Eibl begrüßte die Gäste und freute sich, dass im Landkreis Rottal-Inn „das Bildungsrecht für Menschen mit Behinderung in die Tat umgesetzt wird". Von der Frühförderung bis ins hohe Alter werden Menschen mit Behinderung professionell betreut und begleitet. Auch für Kinder, Jugendliche und Familien stellt die KJF Hilfsangebote wie eine Beratungsstelle, Streetwork und die Jugendgerichtshilfe bereit. Einzigartig sei hier im Landkreis das vielfältige Schaffen aufgrund der Initiative und Unterstützung durch die Aktionsgemeinschaft „Kind in Not". „Dass es die Katholische Jugendfürsorge im Landkreis Rottal-Inn gibt, haben wir dem Gründer und heutigen Ehrenvorsitzenden der Aktionsgemeinschaft „Kind in Not" Franz Randak zu verdanken", so Dr. Gaisbauer, Vorsitzender von „Kind in Not". Franz Randak habe den damaligen Direktor der KJF, Prälat Dr. Josef Schweiger, von seinen Ideen überzeugen können und fand einen verlässlichen Partner. Ein breites Angebot im Bereich der Behinderten- und Jugendhilfe entstand, das von „Kind in Not" initiiert und gefördert wurde. Als Geschenk hatte er einen Geburtstagskuchen für die KJF mitgebracht, den er „Hand in Hand" mit Direktor Eibl anschnitt und – ganz im Sinne der Aktionsgemeinschaft - an alle Anwesenden verteilte.


Die KJF, eine wichtige Partnerin und Arbeitgeberin in der Region

MdL Reserl Sem bezeichnete es als Glück, dass sich schon vor 100 Jahren Menschen für andere eingesetzt haben. Sie verwies darauf, dass jedem von uns Unerwartetes geschehen könne und wir dann Menschen bräuchten, die uns auffangen. Dafür machen sich die KJF und die Aktionsgemeinschaft seit vielen Jahren stark. Die Landtagsabgeordnete erklärte, es sei ihr „eine Ehre, Botschafterin dieser Organisation zu sein". Als fairen und kompetenten Partner mit dem Ziel zu helfen, bezeichnete Landrat Michael Fahmüller die Katholische Jugendfürsorge. Dieses Ziel dürfe auch in Zukunft nicht aus den Augen verloren werden, um für Menschen, die Hilfe brauchen, da sein zu können. Eggenfeldens Bürgermeister Werner Schießl bedankte sich bei „Kind in Not" und bei der KJF, allen voran bei den beiden Initiatoren Franz Randak und Prälat Dr. Josef Schweiger. KJF und „Kind in Not" seien wichtige Partner und Arbeitgeber in der Region.

Dr. Stephan Gaisbauer, KJF-Direktor Michael Eibl, MdL Reserl Sem, Landrat Michael Fahmüller, Bürgermeister Werner Schießl

Vorsitzender der AG Kind in Not Dr. Stephan Gaisbauer, KJF-Direktor Michael Eibl, MdL Reserl Sem, Landrat Michael Fahmüller und Eggenfeldens Bürgermeister Werner Schießl.

Ein schwungvolles Fest

Das Rahmenprogramm, das Kinder vom Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) abwechslungsreich und mit viel Einsatz auf der großen Bühne präsentierten, lockerte die Reden auf und brachte schon anfangs viel Schwung in die Rottgauhalle. „Diesen Schwung aus Eggenfelden nehme ich gerne mit nach Regensburg", so Michael Eibl. Auf der Bühne präsentierten neben den Kindern vom HPZ die Tanzgruppe des VdK, die Schulband des Karl-von-Closen-Gymnasiums, die KJF Werkstätten mit der Dance Company Büttner, Dr. Hans Göttler mit Max-und-Moritz-Geschichten sowie die Blaskapelle der Stefan-Krumenauer-Realschule ein abwechslungsreiches Programm – moderiert von Alfred Miller, Leiter der Eggenfeldener Werkstätten.


Für jeden etwas dabei

Ob jung oder alt, behindert oder nicht behindert, klein oder groß – für jeden war bei diesem Fest etwas dabei. An Informationsständen der Einrichtungen nutzten die Besucher begeistert die Informations- und Spielangebote. Die Frühförderung richtete beispielsweise eine Kinderspielecke ein, der Integrative Kindergarten führte kindgemäße Experimente durch, die Tagesstätten Arche und St. Rupert stellten im Freien eine Hüpfburg auf und schminkten die Kinder, die Schule St. Rupert präsentierten technische Mittel zur unterstützten Kommunikation, die offene Behindertenarbeit bastelte Lesezeichen, die Offene Ganztagsschule zeigte ein Foto-Plakat, Streetwork und die Jugendgerichtshilfe hielten „Rauschbrillen" zum Testen bereit, die Eggenfeldener Werkstätten luden zum Mitschreinern ein und organisierten einen Bücherflohmarkt, die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle bot Spiele vor der Rottgauhalle und die Wohngemeinschaft St. Franziskus präsentierte einen Film.

Luftballons

Die Aktionsgemeinschaft „Kind in Not" organisierte einen Luftballonweitflug, bei dem knapp 300 Luftballone mit Geburtstagswünschen für die KJF gen Himmel stiegen. Junge Mitarbeiter der Sparkasse bauten eine Fußballtorwand, Dosenwerfen und einen Cocktailstand auf, bei dem kostenlose Cocktails gemixt wurden. Ebenso kostenlos gab es für die Besucher Eis, gespendet vom „Il Gelato". Die Besucher zeigten sich begeistert und zollten nicht nur mit ihrem Kommen der KJF mit ihrer Gebietsvereinigung „Kind in Not" und den Einrichtungen hohe Anerkennung. „Es ist ein schönes Fest. Hier treffe ich viele Menschen, die unserer Familie nahe stehen, auch andere Betroffene in ungezwungener Atmosphäre mit vielen Mitmachmöglichkeiten und einem besonderen Bühnenprogramm. Wir fühlen uns wohl", lobte eine Mutter eines behinderten Kindes die Veranstaltung.

Danke!

„Möglich war diese Veranstaltung, weil die Einrichtungen für dieses Jubiläumsfest von allen Seiten vielfältige Unterstützung erfuhren", so Josef Mühlthaler von der KJF Nebenstelle und der Aktionsgemeinschaft „Kind in Not". Ein gelungenes Fest, bei dem es am Ende auch bei den Mitarbeitern der Einrichtungen nur zufriedene Gesichter gab, weil alles geklappt hat und die Anstrengungen der Vorbereitung durch die glücklichen Gesichter der unzähligen Besucher belohnt wurde.

Text und Fotos: Gerlinde Fechtner