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Gelebte Inklusion bei der Internationale Ministranten-Wallfahrt nach Rom

Sechs Ministranten aus dem Cabrini-Haus Offenstetten waren mit dabei.

Vom 29. Juli bis 3. August fand die internationale Ministranten-Wallfahrt in Rom statt. Über 60.000 Ministrantinnen und Ministranten waren der Einladung von Papst Franziskus gefolgt und reisten nach Rom. Zum ersten Mal waren in diesem Jahr auch Ministranten mit einer Behinderung eingeladen. Dies nahm die Leiterin der Fachstelle Pastoral im Sonderpädagogischen Zentrum Abensberg-Offenstetten, Brigitte Wieder, zum Anlass, um mit sechs Ministranten aus dem Cabrini-Haus im Alter von 14 bis 50 Jahren und Sr. Irmgard König, der Mesnerin der Cabrini-Haus-Kirche, nach Rom zu reisen.

Papst Franziskus fährt mit dem Papamobil ganz nahe an der Gruppe aus dem Cabrini-Haus vorbei.

Um den Begriff der Inklusion bereits von Anfang an mit Leben zu füllen, wurde eine Partner-Ministrantengruppe gesucht. Zusammen mit 21 Ministrantinnen und Ministranten aus der Pfarrei Hienheim machten sich alle auf den Weg in die Ewige Stadt. Während der gemeinsamen Busfahrt, dem Aufenthalt in der klösterlichen Unterkunft und den abendlichen Freizeit-Aktivitäten wurde Inklusion ganz praktisch erlebt.

Neben der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom wie zum Beispiel des Kolosseums, des Pantheons, des Trevi-Brunnens und natürlich des Peterdoms, waren die Minis aus dem Cabrini-Haus besonders von den diözesanen Gottesdienten im Lateran mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer und in der Basilika St. Paul vor den Mauern mit Weihbischof Dr. Josef Graf fasziniert. 5.500 junge Leute aus der Diözese Regensburg, die gemeinsam singen und beten. waren ein großes Erlebnis. Und die Cabrini-Haus-Pilgergruppe war immer mitten drin.

Der Höhepunkt der Wallfahrt war die Audienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Das dreistündige Aushalten in der Sonne auf dem heißen Petersplatz (38 Grad wurden im Schatten gemessen) hat sich gelohnt: Die Cabrini-Haus-Ministranten standen bei der Fahrt von Papst Franziskus durch die wartende Menge in der ersten Reihe und konnten dem Hl. Vater aus nächster Nähe zujubeln.

So erinnert sich Peter, der älteste Cabrini-Haus Ministrant: „Die Papstaudienz war besonders schön! So viele Leute! Es war toll, dass wir den Papst einmal aus der Nähe gesehen haben, dass er mit dem Auto an uns vorbeigefahren ist – das hat mich am meisten gefreut!"

Die Ministranten des Cabrini-Hauses während des Wartens auf den Hl. Vater. Die große Hitze ist ihnen anzusehen.

 

Neben dem abwechslungsreichen und anstrengenden Besichtigungsprogramm blieb auch Zeit für einen Badebesuch am Meer und die eine oder andere Köstlichkeit: Das leckere Eis, Nudelgerichte in vielen Variationen, Pizza frisch aus dem Holzofen und cremiger Cappuccino sorgten dafür, dass Rom und Italien nicht nur erlebt, sondern auch „erschmeckt" wurden. Die Ministranten-Gruppe aus dem Cabrini-Haus erlebte wunderbare Tage in Rom und freut sich nun auf einen italienischen Abend beim Nachtreffen mit den Minis aus Hienheim.

Text und Bilder: Brigitte Wieder