« Zurück

Eine Meisterin der Integration geht in den Ruhestand

Eva Filipczak, Leiterin des Referats Migration und Integration der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg e. V. (KJF), hat maßgeblich dazu beigetragen, dass junge Menschen persönlich, schulisch und beruflich bei uns eine neue Heimat finden konnten. Nun geht die hervorragende und weithin geschätzte Netzwerkerin nach drei Jahrzehnten in Ruhestand. In dieser Zeit hat sie zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen tausende junger Menschen unterstützt und ihnen Orientierung in ihrer neuen Heimat gegeben.

Bildbeschriftung von rechts nach links: Eva Filipczak (ganz rechts), KJF-Direktor Michael Eibl (vorne), Abteilungsleiter der KJF-Jugendhilfeeinrichtungen Robert Gruber (hinten) und Diplom-Pädagogin Anja Arndt-Grundei

„Eva Filipczak hat in Regensburg und der Oberpfalz über Jahrzehnte unsere Haltung gegenüber Menschen, die in unser Land kommen, mitgeprägt. Sie war für Menschen, die als Aussiedler*innen kamen sowie für Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund eine äußerst wertvolle Ansprechpartnerin. Sie hat für diese wichtige Aufgabe Strukturen aufgebaut, die qualitativ hochwertige Angebote ermöglichen. Ihre Haltung ist für unsere Gesellschaft vorbildlich. Wie sehr ihre Arbeit Anerkennung findet, zeigt unter anderem, dass sie zur Vorsitzenden des Integrationsbeirates in Regensburg gewählt wurde," würdigte Michael Eibl, Direktor der KJF Regensburg, die Verdienste der Leiterin des Referats Migration und Integration.

Viele weitere Projekte zeigen ebenfalls deutlich die Handschrift von Eva Filipczak: der Aufbau des integrativen Freizeit- und Sportreffs und des Folgeprojekts „Interkulturelles Zentrum am Hohen Kreuz"; das mit der Stadt gemeinsam organisierte Partizipationsprojekt „east side story"; die seit Jahren erfolgreich durchgeführte Sprachkursreihe mit Kinderbetreuung für junge ausländische Mütter „Mama lernt Deutsch".

Des Weiteren ist Eva Filipczak aktives Mitglied beim Runden Tisch am Hohen Kreuz sowie ehrenamtliche Geschäftsleitung des Integrationsforums von Stadt und Landkreis Regensburg. Von 2003 bis 2014 war sie beratendes Mitglied im Aussiedlerbeirat der Stadt, von 2008 bis 2014 beratendes Mitglied im Ausländerbeirat. Seit Februar 2015 ist Eva Filipczak gewählte Vorsitzende des Integrationsbeirats der Stadt Regensburg.

Mit Eva Filipczak geht eine Meisterin der Integrationsarbeit von Bord. Sie hinterlässt eine große Lücke in der KJF, aber auch einen Grundstock für hervorragende weitere Arbeit im Feld der Migration und Integration. Die tägliche Arbeit für Menschen mit Migration, die Zielsetzung Integration und Teilhabe zu ermöglichen, sei ihr in all den Jahren ihrer Berufstätigkeit eine Herzensangelegenheit gewesen, so Eva Filipczak in ihren Abschiedsworten. Dass ihr dies gelungen ist, war in der Zusammenschau ihrer 32-jährigen Dienstzeit spürbar.

Eva Filipczaks Nachfolge als Leiterin des Referats Migration und Integration der KJFist Anja Arndt-Grundei. „Als Diplom-Pädagogin mit Studienschwerpunkt „Interkulturelle Pädagogik" und aufgrund ihrer bereits mehrjährigen Erfahrungen in der Beratungsarbeit des Jugendmigrationsdienstes bringt sie beste Voraussetzungen für diese neue Aufgabe mit," so Robert Gruber, Abteilungsleiter der KJF-Jugendhilfeeinrichtungen.

Text: Robert Gruber /Olga Arnstein

Foto: Olga Arnstein