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Eine experimentell farbengewaltige Ausstellung mit Werken von Josef Roßmaier

Wandel – Lebensthema. Ein Phänomen, das unser Sein in jedem Augenblick bestimmt. Momente erhaschen – jeder einzigartig –, die es zuvor so nie gab und niemals wieder geben wird.

Lässt sich dem Wandel schon nicht Einhalt gebieten, so kann man ihn doch gestalten. Wie der Künstler und Pfarrer Josef Roßmaier, der mit Freude in seinen Alltag greift, sich Elemente herauspickt, Moment-Aufnahmen, sie in Farben und Formen taucht, die aus der Überraschung kommen, und allumfassend verwandelt. Seine Bilder sind ab sofort bis 31. Januar online in der Galerie St. Klara www.galerie-st-klara.de zu sehen.

Josef Roßmaier, geboren 1933, fängt Momente grafisch ein und verwandelt sie. Seine Motive bestimmen Alltagsgegenstände sowie die heimatliche Landschaft der Holledau. Am Computer bearbeitet, entstehen experimentelle, neu geformte Bilder und Ansichten auf Aquarellkarton, die, wie er sagt, „die innere Wahrheit hinter den Bildern" aufspüren wollen.

Diese innere Wahrheit scheint sich Josef Roßmaier oft in einem göttlichen Ahnen zu offenbaren – in der Begegnung von Licht und Dunkel, in intensiven Farben.

Mit der Ausstellung „Im Wandel" wollen Dr. Maria Baumann, Leiterin des Fachbereichs Kunst- und Denkmalpflege und der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, und Michael Eibl, Direktor der KJF Regensburg, auch in der Advents- und Weihnachtszeit Kunst lebendig halten. „Wenn im Moment auch kein Besuch vor Ort möglich ist, so bietet die Online-Präsentation der Galerie St. Klara doch die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen. Ich freue mich, wenn die Arbeiten von Josef Roßmaier einen persönlich Impuls geben können", so Michael Eibl.

Kunst, immer auch die Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens

Verheißung, Im Wandel, Anwesenheit, Melancholia, Wirrsal, Anfänge … : Jede Arbeit des Künstlers lädt zu einer Reise zu sich selbst ein. Eine Wirkung, die Dr. Maria Baumann fasziniert. Für sie ist diese Ausstellung ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit: „Josef Roßmeier setzt sich mit dem zunächst Fremden, Unklaren auseinander. Was kommt da? Was ist dieses Neue und seine Wahrheit dahinter? Was ist das Eine? Das Eigentliche? Der Weg, das Suchen hat das Finden in Gott zum Ziel." Die Ausstellung „Im Wandel" ist, so die Kultur- und Religionswissenschaftlerin, ein Angebot in der Advents- und Weihnachtszeit, sich der Bedeutung von Weihnachten und der Ankunft Jesu Christi einmal anders zu nähern. Im besten Fall zeigt sie uns Perspektiven für unsere menschliche Existenz auf.

Text: Isolde Hilt