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Ein Bischof zum Anfassen

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller besucht Werkstätte St. Josef in Straubing

Gestern besuchte Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller die Werkstätte St. Josef der KJF Werkstätten gemeinnützigen GmbH in Straubing zusammen mit Prälat Dr. Josef Schweiger, Vorsitzender der KJF, und KJF-Direktor Michael Eibl. Bei seinem Rundgang durch die Werkstätte mit zughöriger Förderstätte lernte der Bischof die verschiedenen Arbeitsfelder und Tätigkeiten der Beschäftigten kennen. Am Ende seines Besuchs segnete Bischof Gerhard Ludwig ein aufwändig künstlerisch gestaltetes Holzkreuz im Foyer von St. Josef.

Bischof Gerhard Ludwig Müller in den Straubinger Werkstätten St. Josef

Bild v.li.: Prälat Dr. Josef Schweiger, Vorsitzender der KJF, Einrichtungsleiterin Evi Feldmeier, Bischof Gerhard Ludwig, KJF-Direktor Michael Eibl, Gruppenleiter Montage Xaver Eckl.

„Unser Bischof kennt unsere Einrichtungen aus vielen Besuchen sehr gut. Wichtig ist es ihm, den Menschen zu begegnen. Es ist uns immer eine große Ehre und Freude, Sie hier begrüßen zu dürfen", bedankte sich KJF-Direktor Michael Eibl bei Gerhard Ludwig. Der Bischof habe mit seinem Besuch auch ein Versprechen eingelöst, verriet Eibl, denn die Beschäftigten in St. Josef hatten zum Papstbesuch 7.000 Pilgersäckchen in zwei Tagen befüllt; dafür hatte sich der Bischof längst bedankt, als besondere Anerkennung für diese Leistung stand sein Besuch noch aus.

Miteinander singen, beten, ins Gespräch kommen
Bischof Gerhard Ludwig hatte viel Zeit mitgebracht und wandte sich in Gesprächen intensiv den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu. In der Förderstätte, in der schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen betreut und auch nach ihren individuellen Fähigkeiten beschäftigt werden, gab es einen herzlichen Empfang für ihn. Begrüßt mit „Laudato si" begab sich der Bischof mitten unter die Betreuten, die sich über seinen Segen sehr freuten.

In der Lagerhalle der Werkstätte informierten Einrichtungsleiterin Evi Feldmeier und Lagerleiter Ludwig Meier über die anspruchsvolle Abwicklung der Aufträge für ein Großunternehmen in der Automobilindustrie. Im vergangenen Jahr hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 7,5 Millionen Einzelteile verpackt. "Unsere Kunden schätzen unsere Flexibilität und unsere Zuverlässigkeit", erklärte der Geschäftsführer der Werkstätten gGmbH Hans Horn." Nach Lagerlogistik, Verpackung und Montage beendete der Bischof seinen Rundgang in der Wäscherei von St. Josef. Dort bewältigen die Mitarbeiter/innen die beeindruckende Menge von 2,5t Wäsche pro Tag.

Bei der abschließenden feierlichen Andacht, die der Mitarbeiterchor musikalisch bereicherte, segnete der Bischof das in der Werkstätte gefertigte Holzkreuz. Anschaulich brachte er den Beschäftigten nahe, welche herausragende Bedeutung dem Kreuz zukommt.

Text: Martin Dechant, Christine Allgeyer