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Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller verleiht den Preis "ausbildungsfreundlicher Betrieb"

„Sie begegnen den jungen Menschen mit Wertschätzung."

Malerbetrieb Johann Dick in Zwiesel als ausbildungsfreundlicher Betrieb ausgezeichnet

Seit sieben Jahren verleiht Bischof Gerhard Ludwig Müller den Preis „ausbildungsfreundlicher Betrieb" der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. „Unternehmer wie sie, die beeinträchtigten jungen Menschen den Weg ins Berufsleben bahnen, übernehmen gesellschaftliche Verantwortung", so Bischof Gerhard Ludwig bei der diesjährigen Preisverleihung in der Berufsschule St. Erhard in Plattling. „Ein vorbildliches Engagement", gratulierte er dem Inhaber und Geschäftsführer Johann Dick.

Bischof Gerhard Ludwig übergibt Johann und Nicole Dick den Preis.

Die Berufsschule St. Erhard der KJF bildet derzeit etwa 600 junge Erwachsene aus. Einer von vielen Kooperationspartnern ist das Unternehmen Johann Dick. „Die Zusammenarbeit ist geprägt von wertschätzendem Interesse gegenüber den Jugendlichen, ihren persönlichen Fähigkeiten und Schwächen wie auch ihren individuellen Lebenssituationen", stellte Bischof Gerhard Ludwig in seiner Laudatio heraus. Johann und Nicole Dick bedankten sich herzlich, sie fühlten sich sichtlich geehrt, den Preis, eine Stehle aus edlem Holz und Metall, vom Bischof entgegenzunehmen. Zur Preisverleihung begrüßten KJF-Direktor Michael Eibl und Schulleiter Stephan Eichinger außerdem Kultusstaatssekretär Bernd Sibler, Plattlings Bürgermeister Erich Schmid, den stellvertretenden Landrat Willi Killinger, Ministerialrat Erich Weigel und Regierungsdirektorin Christine Hefer sowie Regierungsschuldirektor Josef Schätz.

Verantwortung übernehmen
KJF-Direktor Michael Eibl unterstrich die Bedeutung des Preises, den der Vorsitzende der KJF Prälat Dr. Josef Schweiger 2006 ins Leben gerufen hat: „Ich freue mich sehr, dass Bischof Gerhard Ludwig als Schirmherr des Preises unsere Bemühungen unterstützt, Arbeitgeber zu gewinnen, die sich für die Teilhabe benachteiligter junger Menschen am Arbeitsleben engagieren." Er zeige damit, wie wichtig es ihm und der Kirche sei, jungen Menschen Lebensperspektiven zu eröffnen. Eibl richtete seinen Dank auch an Kultusstaatssekretär Bernd Sibler, der die Entwicklung der Schule in Plattling mit Begeisterung begleitet habe. Dieser betonte bei der Preisverleihung: „Sie übernehmen Verantwortung, sie sind Vorbilder für die jungen Menschen, damit deren Leben gelingen kann." Die Kirche und Einrichtungen wie St. Erhard leisteten gesellschaftlich wertvolle Arbeit.

Große Bandbreite an Erfahrungs- und Lernfeldern
Der Familienbetrieb aus Zwiesel im Bayerischen Wald ermöglichte seit 2003 Jugendlichen aus St. Erhard ein Praktikum und eine Ausbildung zum Malerlehrling. Neben klassischen Arbeiten wie dem Gerüstbau, Fassadenarbeiten, Wärmedämmung und den unterschiedlichen Maler- und Abdeckarbeiten, lernten die Praktikanten und Azubis auch Böden zu verlegen und zu tapezieren. Sie sind darüber hinaus im Verkaufsladen in persönlichem Kontakt mit den Kunden.
„Johann Dick und seine Mitarbeiter stellen die positiven Leistungen und individuellen Stärken der Auszubildenden in den Mittelpunkt", bekräftigte Schulleiter Stephan Eichinger. „Wir erleben Johann Dick als einen Ausbilder, der seine Auszubildenden mit Weitblick und pädagogischem Geschick begleitet."

„Jeder hat eine Chance verdient, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen."
Dafür setzt sich Johann Dick ein. Er und seine Frau wollen, dass die Arbeit in ihrem Hause Freude macht. „Und wenn es einmal Schwierigkeiten gibt, dann ist der Humor unser Schmieröl", schmunzelt Johann Dick. Aktuell bildet er zwei Lehrlinge aus St. Erhard aus, weitere zwei absolvierten in diesem Ausbildungsjahr ein Praktikum bei ihm. Wichtig für den Malermeister ist die enge Anbindung an die Schule. „Wir können jederzeit nachfragen und Probleme gemeinsam mit den Lehrern lösen", so Dick.

Weiterführende Informationen:
Die Berufsschule St. Erhard ist eine staatlich anerkannte private Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung, in der junge Menschen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf auf eine Berufsausbildung vorbereitet oder in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausgebildet werden. Insgesamt werden mehr als 20 Berufsausbildungen in den Bereichen Bautechnik, Ernährung, Farbtechnik und Raumgestaltung, Gartenbau, Hauswirtschaft, Holz- und Metalltechnik sowie Körperpflege und Lagerlogistik angeboten. Am Ende der Ausbildung steht die Gesellen- oder Fachwerkerprüfung vor der Innung oder der Handwerkskammer.