Das Wohl der KJF – eine Herzensangelegenheit:

KJF verabschiedet Hubert Tausendpfund in den Ruhestand

Als Abteilungsleiter „Wirtschaft und Finanzen" hatte Hubert Tausendpfund 26 Jahre lang die Rolle des Finanzchefs der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) inne. Er verantwortete den gesamten kaufmännischen Bereich der KJF mit ihren über 70 Einrichtungen und Diensten – damit der größte sozial-karitative Träger in der Diözese. Michael Eibl, Direktor der KJF, verabschiedete den geschätzten und verdienten Kollegen im Kreise leitender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch Domkapitular Dr. Roland Batz, Vorsitzender der KJF, und dessen Vorgänger Prälat Dr. Josef Schweiger, vor 26 Jahren Direktor der KJF und Hubert Tausendpfunds erster Chef, zollten dem Diplom Kaufmann zum Abschied aus dem Berufsleben ihren Respekt für seine herausragenden Leistungen.  

Der Vorsitzende der KJF, Domkapitular Dr. Roland Batz, KJF-Direktor Michael Eibl, scheidender Abteilungsleiter Hubert Tausendpfund, Abteilungsleiter Wirtschaft und Finanzen bei der KJF  Wolfgang Berg, Prälat Dr. Josef Schweiger.

2017 lag die Bilanzsumme der KJF bei 356 Millionen Euro. Als Hubert Tausendpfund bei der KJF begann, lag sie bei 133 Millionen Euro. KJF-Direktor Michael Eibl verweist auf diese und noch weitere Zahlen wie etwa die Personalkosten in Höhe von 132 Millionen Euro und Instandhaltungskosten von 5,8 Millionen Euro in 2017. Kaufleute wissen, was diese Zahlen bedeuten. Aber, wie schafft man es, die dahinterstehenden Herausforderungen zu meistern, über die Jahre hinweg professionelle Strukturen auf- und auszubauen, sodass ein Sozialunternehmen wie die KJF solide wirtschaften und sich entwickeln kann? Michael Eibl bediente sich zu Beginn seiner Laudatio für Hubert Tausendpfund der Regel des Heiligen Benedikt, um dies aufzuzeigen. Zu den Aufgaben und Persönlichkeitsmerkmalen eines Cellerars im Kloster gehöre: Weise muss er sein, reifen Charakters und nüchtern, der ganzen Gemeinschaft wie ein Vater. „Falls ein Bruder unvernünftig etwas fordert, kränke er ihn nicht durch Verachtung, sondern schlage ihm die unangemessene Bitte vernünftig und mit Demut ab. Er wache über seine Seele und denke immer an das Apostelwort: "Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang." Nun, den hohen Rang in der KJF hatte Hubert Tausendpfund qua Funktion, was er sich im Laufe der Jahre erarbeitet hat, und daran ließ KJF-Direktor Michael Eibl keinen Zweifel, ist die Hochachtung seiner Kolleginnen und Kollegen für seine Arbeit. „Du hast der Abteilung sukzessive gefestigte und gut entwickelte Strukturen gegeben", erklärte Eibl, wir verdanken dir eine hervorragend geführte und weiterentwickelte Abteilung, die sich heute in die Bereiche Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen, Controlling, Bauwesen, Zentraler Einkauf und EDV gliedert." Darüber hinaus habe Hubert Tausendpfund die Integrationsfirmen der KJF mit aufgebaut, die KJF-nahe Stiftung „Für junge Menschen" als Stiftungsrat mit aus der Taufe gehoben, die KJF Werkstätten aus der KJF als gemeinnützige GmbH ausgegründet und last but not least das „Meisterstück St. Klara" – eine inklusive Einrichtung der KJF im ehemaligen Klarissinnenkloster in der Ostengasse – erfolgreich umgesetzt.

Mit seiner Stellvertreterin Ingeborg Gerlach, die Hubert Tausendpfund schon bald nach seinem Antritt bei der KJF ins Boot holte, hat Hubert Tausendpfund seine Abteilung bestens aufgestellt. Ingeborg Gerlach ließ es sich nicht nehmen bei Tausendpfunds Verabschiedung die gemeinsamen Jahre Revue passieren zu lassen. „Dein Wort galt, du warst immer authentisch und für uns alle ein verlässlicher Vorgesetzter." Gerlach erinnerte an seinen verschmitzten Humor, an so manchen ausgiebigen Lacher im Kreise der Kolleginnen und Kollegen. Seinem Nachfolger Wolfgang Berg hinterlasse er eine „gmahde Wiesn". Was genau das bedeutet, erklärte dieser selbst und machte deutlich, wie man die Saat bis zur Ernte bringt. Wolfgang Berg dankte seinem Vorgänger, er könne sich keinen besseren Start wünschen. Michael Eibl führte Wolfgang Berg offiziell in seine neue Aufgabe ein: „Sie bringen die erforderliche wirtschaftliche Kompetenz mit, kennen unsere Einrichtungen aus eigener Erfahrung und identifizieren sich mit unserer Führungskultur!"

Hubert Tausendpfund konnte seine Rührung nicht verbergen. Gleichwohl er sich selbst nicht als einen Mann großer Worte bezeichnete, ließ er es sich bei seinem Abschied nicht nehmen, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Herzen für ihr Engagement zu danken. „Ich bin zufrieden, dass ich das, was mir möglich war, gegeben habe", sagte er zudem bescheiden. Wie gut, dass der ehemalige Finanzchef der KJF als Mitglied im Stiftungsrat der kirchlichen und kjf-nahen Stiftung „Für junge Menschen" und im Aufsichtsrat der KJF Werkstätten noch erhalten bleibt.

Text und Bild: Christine Allgeyer