Covid-19-Impfstrategie auch für Menschen in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation und Behindertenhilfe

„In unseren Einrichtungen der Behindertenhilfe, der beruflichen Rehabilitation und Förderschulen gibt es einen hohen Anteil an vulnerablen Personen und das Infektionsrisiko ist besonders hoch", erklärt Michael Eibl, Vorsitzender der LAG Förderschulen in katholischer Trägerschaft in Bayern, „die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen ebenfalls ein hohes Risiko ein." Schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle müssen vermieden werden, fordert Eibl. Ein besonderes Anliegen ist ihm, die Teilhabechancen und das Recht auf Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen auch in Zeiten der Pandemie nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir setzen alle unsere Hoffnungen auf die Impfung. Sie ist neben einer solidarischen Einhaltung aller Schutz- und Hygienemaßnahmen der Gesamtbevölkerung der Weg aus der Pandemie."

Im Dezember 2020 hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke an Gesundheitsminister Jens Spahn mit der Bitte gewandt, bei der Covid-19-Impfstrategie der Bundesregierung die jungen Menschen mit Behinderungen sowie Mitarbeitenden aus Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation und Behindertenhilfe in der Priorisierung nicht zu vergessen. Wilfried Oellers MdB und Beauftragter für die Belange behinderter Menschen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt dieses Anliegen und setzte sich gegenüber Gesundheitsminister Jens Spahn explizit dafür ein. Für dieses Engagement sind der Vorsitzende des Bundesverbands CBP - Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. - Johannes Magin und Michael Eibl, Vorsitzender der LAG Förderschulen in katholischer Trägerschaft in Bayern, sehr dankbar.

Wilfried Oellers hat sich dafür eingesetzt, dass Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen der (beruflichen) Rehabilitation und Einrichtungen der Behindertenhilfe wohnen und arbeiten, genauso wie die dort Beschäftigten bei der COVID-Impfstrategie berücksichtigt und auf einer der höheren Stufen priorisiert werden. So sind nun u.a. Personen mit Trisomie 21, mit einer geistigen Behinderung und Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, nach § 3 der Coronavirus-Impfverordnung für eine Schutzimpfung mit hoher Priorität vorgesehen. Oellers will sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass möglichst viele Menschen mit Behinderungen insbesondere in Einrichtungen schnellen Zugang zu den Impfungen erhalten.

Text: Christine Allgeyer