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Bewegte Zeiten

Josef Richthammer nach 20 Jahren aus Jugendhilfestation der KJF in Amberg verabschiedet

Bewegung begleitet den jung gebliebenen „Kämpfer" in der Jugendhilfe, Josef Richthammer, beruflich und persönlich. Denn in den 20 Jahren als Leiter der Jugendhilfestation St. Martin der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg in Stadt und Landkreis Amberg hat er ebenso viel bewegt wie als Marathonläufer und Ausdauersportler. Michael Eibl, Direktor der KJF, und Abteilungsleiter Robert Gruber verabschiedeten den verdienten und hoch geschätzten Kollegen in einer kleinen Feierstunde mit Dekan Markus Brunner, Oberbürgermeister Michael Czerny, Thomas Schieder in Vertretung für Landrat Richard Reisinger und das Kreisjugendamt Amberg-Sulzbach, Einrichtungsleiterin Haus St. Elisabeth Hannelore Haberzett sowie dem Präsidenten der Round Tabler 69 Amberg Stephen Trepesch und Vizepräsident Michael Golinski.

Bild: (vorne links) OB Michael Czerny, Josef Richthammer, Direktor Michael Eibl, Einrichtungsleiterin Hannelore Haberzett und die künftige Leiterin der Jugendhilfestation Evi Gesierich; (hinten) Vertreter von round table 69, Jugendamtsleiter Thomas Schieder, Dekan Markus Brunner und Vertreter der Zahnwerkstatt Klinger-Scharl.

Als verlässlicher Partner im regionalen Netzwerk der Jugendhilfe hat Josef Richthammer die Jugendhilfestation in Amberg vorbildlich geleitet. Er war ein Allrounder, der immer dort mit anpackte, wo es nötig war. KJF-Direktor Michael Eibl bezeichnete ihn als „einen, der mit Kindern, Jugendlichen und Familien, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso gut umgehen kann wie mit Schraubenschlüssel, Vermietern, Laptop und PC." Mit einem hohen Maß an Flexibilität und Einfühlungsvermögen sei es ihm gelungen in der Tagesgruppe und über viele Jahre hinweg auch in ambulanten Hilfestellungen, Kindern und Familien Perspektiven zu geben. „Diese Aufgabe haben Sie und Ihr Team in Amberg trotz aller Erschwernisse immer im Blick behalten", so Eibl weiter. Leitend war für den scheidenden Kollegen nicht, welche Probleme die Kinder und Jugendlichen machen, sondern vor allem, welche Probleme sie haben. Oberbürgermeister Michael Czerny bestätigte: „Immer wenn ich Josef Richthammer getroffen habe, hat er mir von der Arbeit in der Jugendhilfestation erzählt und man hat gespürt, dass er für die Arbeit mit den Kindern brennt."

Leidenschaft und Fachlichkeit

Dies kennzeichnet die Arbeit von Josef Richthammer und die seines Teams. Dafür sprach KJF-Direktor Eibl allen seinen höchsten Respekt aus: „Vergelt's Gott für Ihren engagierten Einsatz – gerade auch in den vergangenen anderthalb Jahren, die aufgrund der Corona-Pandemie nochmals gewaltige Anstrengungen von Ihnen allen erforderte." Josef Richthammer und sein Team waren da, wo die Familien sie brauchten.

In den Jahren seiner Zuständigkeit wurden in der Tagesgruppe 117 Kinder und ihre Familien betreut, in den ambulanten Hilfen weitere 260 Kinder, Jugendliche und Familien. „Trotz oft schwierigster Lebensumstände sind diese jungen Menschen in der Jugendhilfestation St. Martin aufgerichtet worden", stellte der Direktor der KJF heraus, „sie haben hier die Überzeugung mitbekommen, dass Leben trotz eines Rucksacks voller Sorgen gelingen kann. Dies sei in einem hohen Maße Josef Richthammer zu verdanken, der immer aktiv mit den Partnern in Stadt und Landkreis, insbesondere in den Jugendämtern, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, den Beratungsdiensten und Schulen in gutem Austausch war. Stellvertretend für die vielen Partner dankte Michael Eibl den beiden Jugendämtern in Stadt und Landkreis für die treue Verbundenheit über die Jahre hinweg. Dank gebühre auch der Katholischen Waisenhausstiftung, vertreten durch Dekan Brunner als Vertreter der Waisenhauskommission, für die jahrelange Unterstützung. Eibl bedankte sich bei den weiteren Freunden und Förderern der Jugendhilfestation um Josef Richthammer wie die round tabler 69 Amberg und die Zahnwerkstatt Klinger & Scharl für ihr höchst anerkennenswertes Engagement.

Einer, der alles zusammenhält, übergibt in erfahrene Hände

Seit 20 Jahren zeichnet dies die Arbeit Josef Richthammers aus. Er hat ein Miteinander geprägt, in dem man sich gegenseitig schätzt. Er hatte auch die Kooperation mit diversen Ausbildungsstätten und Fachschulen im Blick. 60 FOS-Praktikanten sowie 40 Erzieher-Praktikantinnen für Block- und Ferienpraktika haben während seiner Dienstzeit in die Alltagsarbeit mit Kindern hineingeschnuppert. Ein bemerkenswerter Beitrag zur Mitarbeiterakquise für den Bereich der Jugendhilfe. KJF-Direktor Michael Eibl wünschte Josef Richthammer am Ende seiner Laudatio Gesundheit und Gottes Segen für den anstehenden Ruhestand. Er bedankte sich im Namen der KJF für dessen großartigen Einsatz in der Jugendhilfestation St. Martin.

Die Aufgabe des Urgesteins Richthammer übernimmt nun die Diplom Sozialpädagogin Evi Gesierich, eine langjährig erfahrene Bereichsleitung aus dem Haus St. Elisabeth der KJF in Windischeschenbach. Dieser Einrichtung wird die Jugendhilfestation als Außenstelle angegliedert und dafür sind die Verantwortlichen in der KJF der Einrichtungsleiterin Hannelore Haberzett sehr dankbar. Evi Gesierich war als Kindergartenleitung, in der Betreuung psychisch kranker Menschen, in Stütz- und Förderklassen und ambulanten Diensten tätig. Zehn Jahre lang zeichnete sie als Bereichsleiterin für Ganztagesbetreuung, Schulbegleitungen und die HPT-Gruppen in Haus St. Elisabeth verantwortlich. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser erfahrenen Fachkraft die Jugendhilfestation weiterführen", so Eibl. Für die regionalen Partner sei damit ein Zeichen gesetzt, wie wichtig der KJF die Jugendhilfestation in Amberg ist, denn auch mit kleinen Einrichtungen könne viel Gutes bewirkt werden.

Text: Robert Gruber / Christine Allgeyer
Bild: Robert Gruber