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Ausstellung „Farben finden“ mit Werken von Lena Klingshirn

Wieder eine Ausstellungseröffnung in der Galerie St. Klara! Dieser neue Raum für Kunst der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg ist mittlerweile bekannter und geschätzter Ausstellungsort für Kunstinteressierte und ein Stammpublikum, das die Besonderheit von Ausstellungen im Refektorium des ehemaligen Klarissinenklosters zu schätzen weiß. Denn „Kunst bringt hier Kontraste zusammen, ermöglicht unterschiedliche Blickwinkel", so Michael Eibl, Direktor der KJF bei der Eröffnung der Ausstellung „Farben finden" von Lena Klingshirn, die Bjoern Bussler musikalisch begleitete.



Bild v.li.: Elke Klingshirn, Atelierleiterin v. Kunst inklusiv Renate Höning, Lena Klingshirn, Edmund Klingshirn, KJF-Direktor Michael Eibl.

Das Konzept der Galerie St. Klara will insbesondere Künstlerinnen mit und ohne Behinderung eine Ausstellungsmöglichkeit geben, die von keiner Galerie vertreten werden. Jede und jeder soll sich hier auf Augenhöhe begegnen können, erklärte Eibl. „Und wir wollen diese Unterscheidung ‚Kunst von Menschen mit oder ohne Behinderung‘ auch irgendwann gar nicht mehr machen, sondern einfach nur zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler präsentieren und sie mit ihrem unterschiedlichen Background zusammenbringen."

Die Galerie St. Klara gibt es auch online. Darauf weißt Michael Eibl besonders hin. Unter www.galerie-st-klara.de können die Werke einer Ausstellung rund um die Uhr, 24 Stunden, betrachtet werden. Auch die Werke von Lena Klingshirn sind dort außerhalb der Öffnungszeiten zu sehen. Doch nun zur Künstlerin: „Was bewegt sie? Was will sie vermitteln?", fragte Michael Eibl. „Was lösen ihre Bilder in uns aus?" Lena Klingshirns Bilder bereichern beim Betrachten. Sie strahlen Leichtigkeit aus. „Leichtigkeit, die wir so dringend brauchen, weil sie uns aus den Verhärtungen des Alltags führen kann", vermittelte Michael Eibl den Gästen bei der Vernissage. Sie mögen es selbst schon gespürt und gefunden haben, in Lena Klingshirns Arbeiten. Sie verwendet verschiedene Klebebänder sowie Graphit- und Farbstifte. In der Serie wechseln abstrakte und gegenständliche Gestaltungen. Der Übergang ist manchmal fließend. Bei anderen Bildern ist von Anfang an eine gegenständliche Darstellung gewollt. Die Bilder der Serie beeindrucken durch klare und einfache Formen, die durch die gewählte Farbgebung betont werden. Die Künstlerin überrascht zudem durch Humor. Lena Klingshirn hat bereits fünfmal am Kunst.Preis für Menschen mit Behinderungen in Ostbayern teilgenommen. In diesem Jahr hat sie die Jury mit dem 2. Preis geehrt.

Öffnungszeiten der Galerie St. Klara während der Ausstellung „Farben finden" von Lena Klingshirn: Jeweils an den Sonntagen 25. November, 2. Dezember und 9. Dezember von 14:00 bis 16:00 Uhr; Führungen und weitere Öffnungszeiten auf Nachfrage unter: Telefon: 09 41 7 98 87-2 19.

Text und Bilder: Christine Allgeyer