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Adventsbasteln mit Flüchtlingen

Beratzhausen: „Wo ist die Klebepistole? Wo ist die Schere? Gibt es noch Watte? Sind noch rote Kugeln da?" - so und ähnlich schallte es immer wieder an diesem Freitag Nachmittag durch den Saal des evangelischen Pfarrheims in Beratzhausen. Sechs syrische Frauen und rund 20 Kinder waren zweieinhalb Stunden intensiv mit der Herstellung von Adventsdekorationen beschäftigt.

Unter der Anleitung von Doris Fuchs und ihrer Kollegin wurden Bienenwachskerzen gedreht, Sterne aus Brottüten geklebt und geschnitten. Am anderen Tisch standen die unterschiedlichsten Materialien bereit, um auf Baumscheiben, Korktellern und Spanschachteln Tischdekorationen zu installieren. Moos, Tannenzapfen, Engelshaar, kleine Christbaumkugeln, Tannenzweige und vieles mehr wurde von den Frauen und Kindern zu beeindruckenden vorweihnachtlichen Arrangements verarbeitet. „In der Vorweihnachtszeit wird in Deutschland traditionell gebastelt. Diese Tradition wollte ich den hier lebenden Flüchtlingen näher bringen.", erläutert KJF-Asylsozialbetreuerin Beate Arwanitaki-Mirbeth. Vor diesem Hintergrund konnte sie die KJF-Leiterin des Projekts „Lebenswirklichkeit Bayern" Doris Fuchs für die Durchführung gewinnen. Auch Pfarrer Max Lehnert zeigte sich sofort kooperativ, sodass die Räumlichkeiten der evangelischen Kirche in Beratzhausen genutzt werden konnten. Am Ende des kreativen Nachmittags konnten die Teilnehmerinnen stolz ihre selbst gefertigten Dekoobjekte mit nach Hause nehmen. Und einige stellten auch gleich noch die Frage: „wann machen wir wieder so etwas?". Der nächste Termin ist schon geplant. Auch hier wird sich wieder alles um Weihnachten drehen, denn wiederum in Kooperation mit Projekt „Lebenswirklichkeit in Bayern" steht der Besuch des Christkindlmarkts im Schloß Thurn & Taxis auf dem Programm für die Beratzhauser Flüchtlinge.

Text und Bild: Beate Arwanitaki-Mirbeth, KJF-Asylsozialbetreuung