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706 junge Menschen haben ihren Abschluss geschafft

Tolle Leistungen trotz Pandemie:

153 Schülerinnen und Schüler und 286 Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf haben ihre Schul- oder Ausbildungszeit in einem Förderzentrum, einer Förderberufsschule oder einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. (KJF) erfolgreich absolviert. Zusätzlich haben 267 junge Menschen eine Maßnahme zur beruflichen Orientierung abgeschlossen.

Mit Köpfchen und Fleiß zum Abschluss

Die Förderzentren der Katholischen Jugendfürsorge waren trotz Pandemie geöffnet und stellten die Notbetreuung sicher, die von den Familien regional unterschiedlich, zum Teil für bis zu 80 % der Schülerschaft wahrgenommen wurde. Auch Therapien fanden weiterhin statt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unten schwersten Bedingungen immer weiter zum Wohle der jungen Menschen gearbeitet. Sie haben das Risiko getragen, selbst zu erkranken. „Sie alle sind die wahren Helden dieser Krise", stellt KJF-Direktor Michael Eibl heraus, „meinen herzlichen Glückwunsch und Respekt an die jungen Menschen, die trotz der Corona-Krise ihren Abschluss geschafft haben und mein von Herzen kommender Dank allen, die die jungen Menschen nicht aus den Augen verloren und weiter gefördert und gefordert haben."

Eine Zeit, die es in sich hatte, liegt hinter ihnen: Die 706 jungen Menschen mit einem besonderen Förderbedarf brauchen besondere Rahmenbedingungen, individuelle Förderung und professionelle Fachkräfte, die sie in Schule und Ausbildung begleiten. Das bieten die acht Förderzentren, drei Förderberufsschulen und eine Schule zur Erziehungshilfe der KJF sowie drei Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation in Abensberg, Regensburg und Ettmannsdorf.

Trotz der Corona-Pandemie waren die Förderzentren der KJF immer offen und auch Therapien und begleitende Fachdienste wurden angeboten. Eine immense Anstrengung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die jungen Menschen – aber gemeinsam haben sie es geschafft. „Das Schuljahr 2020/21 stellte uns coronabedingt vor große Herausforderungen. Die Schülerinnen und Schüler hatten größte Schwierigkeiten, die verschiedenen Praktika in den Betrieben und Einrichtungen abzuleisten. Trotzdem sind wir sehr froh, dass die Absolventen wissen, wie es nach ihrer Schulentlassung weitergeht. Wir wünschen allen Schulabgängern alles Gute für den neuen Lebensabschnitt", so Rudi Dittmeier, Schulleiter der Cabrini-Schule in Offenstetten der KJF.

Hohe Erfolgsquoten– Corona zum Trotz

Geschafft haben es viele aus den Förderzentren und Ausbildungseinrichtungen der KJF. So meldet das Bildungszentrum St. Gunther in Cham eine Erfolgsquote von 100 %. In der Berufsschule St. Erhard in Plattling haben von 121 Auszubildenden 108 die Prüfung geschafft. Das ist eine Erfolgsquote von 89 %. Und davon haben 80 % bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche. 98 % der Auszubildenden im Berufsbildungswerk in Abensberg haben erfolgreich ihre Ausbildung beendet. Die Liste der Absolventen ist lang. Sie sind nun Gesellen und Fachwerker in einem von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und HWK (Handwerkskammer) anerkannten Ausbildungsberuf und stehen dem ersten Arbeitsmarkt als qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung.

Besonders erfreulich: drei Schülerinnen und Schüler aus der St. Ruppert Schule des Heilpädagogischen Zentrums Rottal-Inn haben über eine Maßnahme des Integrationsfachdienstes Landshut einen Arbeitsvertrag in der freien Wirtschaft bekommen. Eine Schülerin am Pater-Rupert-Mayer-Zentrum, ein Förderzentrum in Regensburg mit Schwerpunkt körperlicher und motorischer Entwicklung, absolvierte den erstmals durchgeführten Internationalen Computerführerschein (ICDL).

Hubert Schmalhofer, Leiter der Lernwerkstatt im Regensburger Gewerbepark, meint: „Langsam haben wir und auch unsere Jugendlichen gelernt, mit den Zwängen der Corona-Pandemie einigermaßen zurecht zu kommen. Die Prüfungsergebnisse können sich sehen lassen und auch die Integration in Arbeit klappt gut. Nur den Jugendlichen wurde viel Jungsein genommen."

 

Text: Olga Arnstein  /  Bild: Juliane Zitzlsperger